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Hedda Kleinfeld Schachter

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Hedda Kleinfeld Schachter (1924–2023), US-amerikanische Unternehmerin

Leben

  • tachles, 17. April 2023:

Hedda Kleinfeld Schachter verstorben

Die legendäre Betreiberin eines Geschäftes für Brautkleider wurde 99 Jahre alt.

Ein «Imperium aus Tüll und Satin» nennt die «New York Times» den Handel für Brautkleider, den Hedda Kleinfeld Schachter und ihr Gatte Jack Schachter in Manhattan aufgebaut haben. Allgemein nur «Miss Hedda» genannt, ist die Unternehmerin bereits Ende März an ihrem Wohnsitz in Bay Ridge/Brooklyn im Alter von 99 Jahren verstorben.

Kleinfeld wurde 1924 in Wien geboren. Der Vater Isidor war im Pelzgeschäft der Familie Regina tätig, die Mutter als Hutmacherin. Nach dem «Anschluss» an Hitler-Deutschland im März 1938 deportierten Nazi-Behörden den Vater in das KZ Dachau. Die Familie konnte nach seiner Entlassung zunächst auf Kuba entkommen und 1940 in die USA einreisen. Die Kleinfelds liessen sich in Brooklyn nieder und wurden erneut im Pelzgeschäft tätig. Dabei stellte Isidor Kleinfeld einen jungen Mann namens Jack Schachter als Helfer an. Jack und Hedda verliebten sich ineinander und heirateten 1941, als die 17-Jährige noch zur Schule ging.

Der Pelzhandel ging so gut, dass die Familie bald einen eigenen Laden eröffnete, I. Kleinfeld & Son. Der Sohn war Jack Schachter. Auf Heddas Drängen erweiterte das Geschäft das Sortiment 1968 um Brautkleider. Hedda wurde für den Einkauf zuständig und bald war die Sparte so erfolgreich, dass die Kleinfelds fünf Läden an der Fifth Avenue kauften und diese zu einem «Superstore» für Brautkleider zusammen legten. In den 1980er Jahren setzte Kleinfeld´s pro Jahr 7 500 Brautkleider und 10 000 Kleider für Brautjungfern ab.

Das Sortiment umfasste rund 800 verschiedene Designs und den bald aus aller Welt und häufig in Begleitung von Müttern, weiblichen Verwandten und Freundinnen anreisenden Bräuten standen nervenstarke und kompetente Beraterinnen bei der schwierigen Auswahl bei. Berühmt war das Haus neben dem enormen Sortiment für die persönliche Beratung und die Offenheit für Änderungs- und Ergänzungswünsche an Kleidern jeder nur denkbaren Art. Dafür stand ein Heer von Spezialistinnen parat.

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