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Geldwert

Aus Jewiki
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Der Geldwert bedeutet zumeist Nennwert oder Nominalwert eines gesetzlichen Zahlungsmittels (Währung) und definiert somit seinen Wert im Ware-Geldhandel und wird in der Regel durch die Nationalbank festgelegt. Davon zu unterscheiden ist der Marktwert des Geldes, der meist mit der Kaufkraft des Geldes gleichgesetzt wird.

Bei Sammlerobjekten wie Barren (Metall) oder Münzen, die besonders für den Numismatiker oder als Geldanlage interessant sind, nicht nur wegen des hohen Wertes des Edelmetalls (Silber, Gold, Platin), übersteigt in der Regel jedoch der Warenwert den Nennwert dieser Objekte als gesetzliches Zahlungsmittel.

Bestimmung des realen Geldwerts

Zur Bestimmung des Geldwerts muss man zunächst zwischen einem Geldsystem mit einem nicht-monetären Wertmaßstab und einem Geldsystem mit monetärem Wertmaß unterscheiden. Weiterhin wird mit Indikatoren gearbeitet.

Geldwert bei nicht-monetärem Wertmaßstab

Ist das Geld nicht selbst Wertmaßstab, sondern dient es lediglich als Tauschmittel, so kann man den Marktwert des Geldes als Preis ausgedrückt in dem Wertstandard messen. So diente im frühen römischen Reich zum Beispiel ein Standard-Rind als Wertmaßstab, als Tauschmittel wurden Münzen verwendet. Auch in Ländern mit hoher Inflation kann man beobachten, dass das Geld seine Tauschmittelfunktion behält, aber ein anderes Gut als Wertmaßstab verwendet wird. So diente etwa in Argentinien lange der US-Dollar als Wertmaßstab, mit dem die Wirtschaftseinheiten rechneten und planten, während mit dem Peso weiterhin bezahlt wurde. In der Türkei wurde auch bis vor wenigen Jahren der US-Dollar und die Deutsche Mark als Wertstandard angesehen, während die Türkische Lira nur noch als Tauschmittel benutzt wurde. Der Geldwert des Peso und der Lira konnte also am Devisenmarkt über den Dollarkurs gemessen werden.

Geldwert bei monetärem Wertmaßstab

Meist dient Geld aber selbst als Wertmaßstab, daher kann der Geldwert in diesem Fall nicht gemessen werden, vielmehr ist er definiert. In einer solchen Wirtschaft herrscht Geldillusion. Man behilft sich zur Bestimmung des Geldwertes meist mit der Messung der Kaufkraft des Geldes, die man über die Ermittlung des Preisniveaus erhält. Wird in einer Währung der Geldwert so gemessen, so handelt es sich um eine Indexwährung. Der Euro ist daher eine Indexwährung. Der so bestimmte Geldwert ist allerdings nicht immer der Marktwert des Geldes, der sich aus der Geldnachfrage und dem Geldangebot ergibt. Die Geldnachfrage ist die Menge Geldes, gegen die die Wirtschaftseinheiten in einer bestimmten Periode planen, Güter zu verkaufen. Das Geldangebot ist die Menge Geldes, mit der die Wirtschaftseinheiten in einer Periode planen, Güter zu kaufen.

Siehe auch

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Geldwert aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.