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Felix Kopfstein

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Felix Kopfstein (* 1886 in Elbing / Westpreußen, gestorben 1940 an Bord der MS Patria) war Jurist.

Leben

Er ist der Vater von Benjamin Kedar-Kopfstein.

Sein Leben wurde nach Schilderungen seines Sohnes Benjamin von Schülern einer Braunschweigern Realschule auf einer Website namens "DENKT@G" festgehalten.[1]

Felix Kopfstein, der zunächst als Anwalt und später als Richter in Braunschweig tätig ist, wird nach dem Gesetz vom 7.4.1933 zur „Wiederherstellung des Berufsbeamtentums” aus dem Staatsdienst entlassen. Er muss Braunschweig verlassen und findet zunächst mit seiner Frau und seinen drei Kindern Unterschlupf in Berlin. Seine Hoffnung auf Rettung erfüllt sich nicht. Er gehört zu den 250 Menschen, die 1940 vor Haifa mit einem Schiff untergehen.

Jugend und Jurastudium

Richteramt

Nazi-Zeit

Flucht nach Palästina

Felix Kopfstein gehört 1940 zu den 500 deutschen Juden, die mit einem Sammeltransport Deutschland verlassen können. Dazu schreibt Frau Kopfstein: „Im August 1940 kam mein Mann in einen – unter Aufsicht der Gestapo zusammengestellten – Palästina-Transport; dabei ist er ums Leben gekommen.“ (Brief von Frau Kopfstein an Herrn Moderhack, Braunschweig, 21.01.1966, Stadtarchiv Braunschweig)

Mit Hilfe der Reichsvereinigung der Juden geht es von Wien aus mit Donauschiffen nach Rumänien und von dort aus mit der griechischen „Pacific“ in den Hafen von Haifa. Dort will die britische Mandatsverwaltung die 500 deutschen Juden abschieben. Sie sollen mit der MS Patria nach Mauritius gebracht werden und nicht in Palästina an Land gehen. Sie befürchten, dass die Juden in Palästina an Macht gewinnen könnten.

Deshalb versucht die jüdische Untergrundorganisation „Hagana“, ihre Landsleute zu retten, indem sie am 25.11.1940 Sprengstoff auf das Schiff bringt. Ziel ist es, durch eine Explosion das Schiff zu beschädigen, sodass die Flüchtlinge in Palästina an Land gehen müssen. Durch die von der „Hagana“ verursachte Explosion wird das Schiff jedoch so stark zerstört, dass es sehr schnell sinkt. So ertrinken 250 Passagiere – unter diesen befindet sich auch Felix Kopfstein. Seine Familie erfährt erst 1941 von seinem Tod. Am 5.7.1946 wird Felix Kopfstein gerichtlich für tot erklärt.

Rückblick

(Auf der Website DENKT@G gehört dieser Abschnitt noch zur "Flucht nach Palästina".)[2] Wenn man einen Rückblick auf Felix Kopfsteins Leben wirft, sieht man, dass er am Anfang ein ganz normales Leben geführt hat. Dies ändert sich, als er von einem Tag auf den anderen alles verliert. Damit ist gemeint, dass er seine Stellung und seine Wohnung einbüßt und schließlich aus Deutschland ausgewiesen wird. Er will sich ein neues Leben in Palästina aufbauen. Aber es kommt nichts wie geplant, und Felix Kopfstein stirbt durch einen Fehler der jüdischen Untergrundorganisation „Hagana“.

Familie Kopfstein

Auch dieser Abschnitt beruht auf den Schilderungen Benjamin Kedar-Kopfsteins gegenüber den Braunschweiger Schülern.[3]

Gertrud Kopfstein

Felicitas Kopfstein

Benjamin Kopfstein

Hanna Kopfstein

Einzelnachweise