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Edith Aron

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Edith Aron (* 1923 in Homburg) ist eine deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin.

Vita

Edith Aron wuchs als Kind jüdischer Eltern im saarländischen Homburg auf, wo sie auch die jüdische Schule besuchte. Noch vor der Saarabstimmung 1935 war sie mit ihrer Mutter ins Exil nach Buenos Aires emigriert; ihr Vater verblieb während der Kriegszeit in Südfrankreich. In Buenos Aires besuchte sie die Pestalozzi-Schule. 1950 siedelte sie um nach Paris. In Paris übersetzte sie Anfang der 1950er Jahre als erste Werke von Julio Cortazar ins Deutsche. Anfang der 1960er Jahre kehrte sie kurz nach Berlin zurück und arbeitete dort für den Hessischen Rundfunk über lateinamerikanische Literatur.

Edith Aron wurde bekannt als Autorin von autobiografisch gefärbten Erzählungen, in denen sie die Erfahrungen ihrer Emigration literarisch verarbeitete. Darüber hinaus machte sie sich einen Namen als Übersetzerin von literarischen Werken aus dem lateinamerikanischen Sprachkreis. Ihr ist es zu verdanken, dass lateinamerikanische Schriftsteller wie Julio Cortazar, Jorge Luis Borges oder Octavio Paz ins Deutsche übersetzt wurden.

Edith Aron lebt in London.

Ehrungen - Würdigungen

  • Die Geburtsstadt von Edith Aron, die saarländische Kreisstadt Homburg, hat einen "Edith-Aron-Schulpreis" gestiftet, der erstmals im Jahr 2011 vergeben wurde. Der Preis soll im Turnus von zwei Jahren für Schüler-Projekte, die sich mit Migration und Integration befassen, verliehen werden. Der Preis ist mit 1500 Euro dotiert.[1]
  • Die Saarbrücker Filmproduzentin Barbara Wackernagel-Jacobs arbeitet an einem Dokumentarfilm über das Leben und Wirken von Edith Aron-Bergin. Regie führt der frühere künstlerische Leiter des Filmfestival Max Ophüls Preises, Boris Penth.[2]

Werke (Auswahl)

Eigene Werke

  • Der Obstkorb. Erzählungen. In: Neue deutsche Hefte. Nr. 185. NDH, Berlin 1985.
  • Die Zeit in den Koffern - Erzählungen. Wassmann, Bremen 1989, ISBN 3-926182-10-5.
  • Geschichten von damals. In. Die Horen. 37 (1992),2. S. 9-21.
  • Die falschen Häuser. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 1999, ISBN 3-88423-156-1.

Übersetzungen

  • Xavier Domingo: Villa Milo oder das Haus der frommen Freuden. Roman. [Deutsche Erstausgabe]. Luchterhand, Neuwied 1962.
  • Julio Cortázar: Das besetzte Haus. Erzählungen. dtv München 1971, ISBN 3-423-05394-1.
  • Cortázar, Julio: Der andere Himmel. Erzählungen. Aufbau-Verlag, Berlin 1973. (Edition Neue Texte)
  • Jorge Luis Borges: Einhorn, Spinx und Salamander. Fischer, Frankfurt/M. 1993, ISBN 3-596-10584-6. (Werke; 8)
  • Jorge Luis Borges: Die Anthologien. ("Handbuch der phantastischen Zoologie" - "Das Buch von Himmel und Hölle" - "Buch der Träume"). Hanser, München 2008, ISBN 978-3-446-23077-4. (Borges: Gesammelte Werke; Bd. 10)

Quellen - Literatur

  • Ludwig Harig: Könnten wir nicht tauschen? Edith Aron, ein jüdisches Mädchen aus dem Saarland. In: Die Horen. 37(1992),2.

Einzelnachweise

  1. Homburg verleiht Edith-Aron-Pries. In: Saarbrücker Zeitung. 27. Dezember 2010, S. B3.
  2. Film über vor Nazis geflüchtete Homburgerin: Drehteam reist auf den Spuren der Autorin Edith Aron um die Welt – Würdigung ist Thema im Stadtrat. In: Pfälzischer Merkur. 8. April 2010.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Edith Aron aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.