| Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.
Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ... Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten) |
How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida |
David Dees
David Dees ist ein amerikanischer Grafiker aus Louisville im US-Staat Kentucky.[1] Er zeichnete seit 1996 für die Kinderzeitschrift Sesamstraße und die Kulturindustrie von Hollywood.
Leben
Neben der Sesamstraße zeichnete er auch Cartoons und Bilder für Kinder und arbeitete für die Konzerne Warner Brothers Animation und Disney Home Video.
Nach Dees’ eigenen Angaben will er von 2003 bis 2010 an einem geheimen Ort in Schweden gelebt haben, bis ihn die schwedische Regierung im Herbst 2010 aufgefordert habe, das Land zu verlassen. Der amerikanische Verschwörungstheoretiker Jeff Rense soll Dees daraufhin Unterstützung und eine Unterbringung in Oregon (USA) angeboten haben.[2]
Rezeption
Die Anti-Defamation League hält Dees für einen Verschwörungstheoretiker, Holocaustleugner und Antisemiten.[3][4] Die Verwendung einer seiner Illustrationen für ein Schulbuch des Klett-Verlages sorgte Anfang 2017 international für Aufsehen.[5][6] Nachdem die ak[due]ll - Studentische Zeitung für Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet einen Artikel über die antisemitische Karikatur veröffentlicht hatte,[7] erschienen auch Artikel im Vice-Magazin[8] und der taz,[9] wodurch öffentlich wurde, dass Klett zur Erläuterung der Bankenkrise 2007 eine Illustration Dees verwendete, bei der ein von der Rothschild-Bank gesteuerter Pacman den europäischen Kontinent verschlingt.[8] Der Klett-Verlag stoppte die Auslieferung des Buches. Der Grünen-Abgeordnete Volker Beck kritisierte, dass „die Illustration vier Jahre lang an Schulen genutzt werden konnte, ohne dass jemand ihren deutlichen Antisemitismus bemerkt oder etwas gegen das Lehrbuch unternommen hätte.“[10][11]
Veröffentlichungen
- The Political Art of David Dees. Band 1, 2006-2013: Karikaturenbuch. Verlag Der Schelm, Leipzig 2016, ISBN 978-3-9818167-5-4.
Weblinks
- The Art of David Dees
- Ashley Feinberg: How a Sesame Street Illustrator Became the Truther Scene's Golden Boy, Gawker, 15. Juli 2015
- Eine antisemitische Karikatur ist in einem deutschen Schulbuch gelandet, The Huffington Post, 26. Januar 2017
Einzelnachweise
- ↑ David Dees auf Psiram
- ↑ David Dees – Psiram. Abgerufen am 12. Februar 2017.
- ↑ David Dees: Conspiratorial Artist, Anti-Defamation League, 20. Juni 2008, abgerufen am 30. Januar 2017
- ↑ Un éditeur de livres scolaires allemand s’excuse pour un contenu antisémite. In: The Times of Israël. (http://fr.timesofisrael.com/un-editeur-de-livres-scolaires-allemand-sexcuse-pour-un-contenu-antisemite/).
- ↑ Menachem Rephun: German publisher apologizes for anti-Semitic illustration, JPUpdates.com, 29. Januar 2017, abgerufen am 30. Januar 2017
- ↑ Un éditeur de livres scolaires allemand s’excuse pour un contenu antisémite, The Times of Israel, 27. Januar 2017, abgerufen am 30. Januar 2017
- ↑ Abitur mit Antisemitismus, ak[due]ll, 21. Januar 2017
- ↑ 8,0 8,1 Philipp Frohn: Wie es eine antisemitische Karikatur in deutsche Schulbücher geschafft hat, Vice, 26. Januar 2017, abgerufen am 30. Januar 2017
- ↑ Philipp Frohn: Antisemitische Karikatur in Schulbuch: Ein „bedauerlicher Fehler“, die tageszeitung, 31. Januar 2017, abgerufen am 30. Januar 2017
- ↑ Hannelore Crolly: Wenn im Schulbuch jüdische Banker die EU auffressen, Die Welt, 29. Januar 2017, abgerufen am 30. Januar 2017
- ↑ Anja Kühne: "Unsägliches Elaborat": Schulbuchverlag druckte antisemitische Grafik, Der Tagesspiegel, 31. Januar 2017, abgerufen am 1. Februar 2017
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dees, David |
| KURZBESCHREIBUNG | Illustrator |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
| GEBURTSORT | Louisville (Kentucky) |
| Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel David Dees aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar. |