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David-Michel Krewer
David-Michel Krewer auch Aron Krewer (geb. 1904 in Vilnius; deportiert und ermordet 1942) war ein jüdisch/litauischer Maler, der in Paris tätig war.
Leben
Krewer wuchs in einer Familie von Musikern auf. Sein Vater unterrichtete Klavier und Gesang an einer progressiven jüdischen Schule in Vilnius. An dieser Schule hatte Krewer auch Unterricht in Jiddisch. Im Alter von zwölf Jahren fing er an Klavierunterricht bei seinem Vater zu nehmen und er zeigte er zunehmend großes Interesse an der Bildhauerei. Sein erstes Werk zeigt einen Rabbiner mit drei dessen jungen Schülern. Während seines Deutschunterrichts an der Schule arbeitete er an Skulpturen und sein Lehrer ermutigte ihn zur Weiterentwicklung in diese Richtung.
1924 kam Krewer nach Paris wo er sich der Malerei widmete. Er siedelte sich am Montparnasse an und beschäftgte sich ohne Unterlass mit Zeichnung und Malerei. Ein Biograf schreibt über ihn «…il peint et dessine n’importe où et n’importe quand». In Paris besuchte Krewer akademische Kurse an der Kunstakademie und an der Académie de la Grande Chaumière bei Antoine Bourdelle. Dort erhielt er den Spitznamen « le petit Krewer ». Mit dem jüdischen Intellektuellen Charles Rappoport traf er sich häufig im Café du Dôme zu ausgiebigen Gesprächen.
Bei Ausbruch des Krieges befandet sich Krewer in seinem Atelier in Cachan. Ohne sich der Gefahr in der er sich befand bewußt zu sein, ließ er sich auf ein Gepräch mit einem französchen Polizeikommisar ein, der ihn den Nazis auslieferte. Krewer wurde im Lager Beaune-la-Rolande interniert. Noch während der Lagerhaft zeichnete er weiter. Am 18. September 1942 wurde David-Michel Krewer mit dem Convoi Nr. 34 deportiert und später ermordet. .[1]
Einzelnachweise
- ↑ Artistes D’Europe – Montparnasse déporté; Musée du Montparnasse 2005, Seite 73