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Ármin Langer
Armin Langer (geb. 1990 in Ungarn), zum Judentum übergetretener Rabbinerstudent am Abraham Geiger Kolleg
Leben
Armin Langer ging in Ungarn zur Schule und hat, bevor er nach Berlin kam, an der Universität Budapest 2013 seinen ersten Studienabschluss in Philosophie gemacht.
2013 gründete er die »Salaam-Schalom«-Initiative in Berlin-Neukölln.
Im Sommer 2014 äusserte er die These, Muslime seien »die neuen Juden«.
Im März 2015 hielt er einen Vortrag beim deutschen Zweig der islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (deren Gründer, der türkische Ex-Premier Necmettin Erbakan, Zionisten als »Bakterien« bezeichnete).
Ende des Jahres 2015 warf er in der »taz« dem Zentralratspräsidenten Josef Schuster »Rassismus« vor (Langer bezeichnete den Zentralrat, dem Schuster vorstehe, wörtlich als „Zentralrat der rassistischen Juden“).
2016 führte er die Aktion »Nicht in meinem Namen« durch, bei der ein paar Dutzend Menschen in Berlin gegen den Zentralrat der Juden protestierten – auf Plakaten wurde u. a. die Aufnahme von »sechs Millionen Flüchtlingen« gefordert.
Homosexualität
Armin Langer lebt offen homosexuell. In Ungarns Hauptstadt Budapest gibt es u. a. vier progressive Gemeinden, in denen Homosexuelle gleichberechtigt sind. In einer dieser Gemeinden, Sim Schalom, sitzt Armin Langer im Vorstand. „Obwohl schwule Rabbiner in Ungarn meist abgelehnt werden, habe ich in Budapest schon sogenannte schwulenfreundliche Gottesdienste geleitet“, sagt er. Auch in Berlin respektive in Potsdam möchte Langer nicht verbergen, dass er schwul ist. Vor Ablehnung oder möglichen Anfeindungen hat er keine Angst, sagt er.
„Wohin ich nach meiner Rabbinerordination gehe“, sagt Langer, „weiß ich noch nicht. Aber das Umfeld muss schon LGBTQ-freundlich sein.“ LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bi- und transsexuell und queer und meint alle Menschen, die von der heterosexuellen Norm abweichen.