Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Antwort Ari Lipinskis auf Fragen eines jungen Umweltaktivisten bezüglich des "Problems jüdischen Siedlungsbaus" (30. November 2022)

Aus Jewiki
Version vom 1. Dezember 2022, 16:42 Uhr von Michael Kühntopf (Diskussion | Beiträge) (→‎Weblinks)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Clipboard FfF plus Ari L.png

Ari Lipinski antwortet Fridays for Future ...

Vortrag

Zoom-Vortrag Elazar Ari Lipinski, 29. November 2022, unter dem Titel:

Deutsch-Israelische Sicherheitsbeziehungen im Wandel der Zeit

Frage und Antwort

Der Studierende A. K., TU Dresden, fragt im Anschluss an den Vortrag:

"Wir sprachen kurz über Informationskriegsführung mittels Propaganda. Als bundesweiter Strategiesprecher von Fridays for Future Germany muss ich mich zunehmend mit antiisraelischen Forderungen intern auseinandersetzen, welche vor allem mit dem Siedlungsbau und den militärischen Interventionen begründet sind. Allgemein sehe ich diese Tendenzen in der deutschen "linken" Szene, daher meine Frage: Wie stark sehen Sie Israel diesem Narrativkampf entgegenwirkend gut aufgestellt?


Antwort Ari Lipinskis (30.11.2022):

Sehr geehrter Herr K., Schalom.

Danke für Ihre interessanten Fragen eines engagierten Aktivisten.

Aus der Webseite von Fridays for Future Sachsen entnehme ich, dass Ihre Hauptforderungen darauf zielen sollten, Klimaschutz zu verstärken.

Laut Ihren Hauptpunkten zählen dazu u.a.: Kohleausstieg, erneuerbare Energien, Landwirtschaft, Biodiversität, Verkehr, Bildung, Jugend u.Ä.

"Das, was man liest, ist nicht nur das, was man liest..."

Hier einige Fakten zum Thema von Israels Aufstellung zum medialen "Narrativkampf": Wir tun Gutes, während andere Negatives als Narrativ verbreiten... Israel ist das erste Land der Welt, das seit den 1960-er Jahren per Gesetz auf allen Wohnhäusern Solarpanels für Warmwasser baute!

Israel entwickelte als erstes Land der Welt die Entsalzungsanlagen, die umweltschonend mit Gas statt Kohle bzw. Erdöl Strom und mit der sparsamen umgekehrten Osmose erstmalig betrieben werden!

Die israelische Landwirtschaft war die welterste, die Wasser, Strom und Pestizide sparende Tröpfchenbewässerung erfunden hat und seither massiv einsetzt!

Israel ist der absolute Weltrekordhalter darin, dass 85% der Abwässer des Landes dreifach zu Trinkqualität geklärt werden, womit ein Weltrekord von Nachhaltigkeit aufgestellt ist!

Israels Landwirtschaft hält den absoluten Weltrekord in Nachhaltigkeit, darin, dass über 90% der Landwirtschaft mit wiederaufbereitetem Wasser bewässert wird!

Israel hält den Weltrekord von 13.000 Liter Milch pro Kuh pro Jahr! Und dadurch auch den Weltrekord in der Reduktion (!) des umweltschädlichen Methangassausstosses pro Kuh in der Milchwirtschaft!

Israel hat dem weltweiten Verkehrswesen die weltweit meistverkaufte (weil wohl effizienteste...) Navigationssoftware Waze geboten, die enorm viele Staus weltweit REDUZIERT!

JUGEND UND BILDUNG:

Pro Kopf der Bevölkerung hat Israel die meisten High-Tech-Firmen und High-Tech-Patente. Weltweit ist Israel als Start-Up-Nation anerkannt.

Die Palästinenserregime in Gaza und in der Palästinensischen Autonomie sind hingegen weltweit als Brutstätten nationalen Terrors bekannt.

In der Corona-Krise war Israel Weltrekordhalter sowohl in der Erstimpfung als auch in der Zweit- und Dritt-Impfung der gesamten Bevölkerung!

Israels exzellent digitalisiertes Medizinwesen hat der Menschheit in allen Ländern als Erstes lebensrettende Daten zur Pandemiebekämpfung kostenlos geschenkt!!!

Soviel nur im Telegrammstil, was Israel zu den eigentlichen von Fridays for Future (FfF) fokussierten Umweltthemen mit Taten leistet! Die FfF-Bewegung könnte und sollte sich davon eine Scheibe abschneiden ... Oder zuerst darüber lesen und lernen!

Die antisemitische Ablenkung mit dem leeren Wort "Siedlungsbau" hat mit Energiewende nichts zu tun. Es ist ein schönes Beispiel von antisemitischer Hetzpropaganda.

Sie haben ja auch nach Propaganda gefragt.

Es waren Römer aus Europa, die die Juden aus Israel vor 2000 Jahren vertrieben haben.

Also natürlich ist die Rückkehr der Juden zu ihrem biblischen Heimatland mit Siedlungsbau im Land Israel verbunden.

Das Heimatland, in dem es von 1250 vor der Zeitrechnung bis 70 nach der Zeitrechnung einen jüdischen Staat bzw. Judäa und Israel als zwei jüdische Königreiche gab.

Abraham lebte im Land 1800 v.d.Z.

Die Juden kamen mit Josua ins Land 1250 v.C. also 900 Jahre, bevor der erste Moslem ins Land als Eroberer von draußen kam.

Die Juden kamen, um Brachland, Wüste und verkommene Sümpfe zu besiedeln, sie urbar zu machen, um dort u.a. auch jüdische Überlebende der Shoa, also des Holocausts anzusiedeln, des Holocausts, den Deutsche verursacht und europaweit umgesetzt haben, sie kamen, um für jüdische Flüchtlinge aus Verfolgungen in ganz Europa seit dem 19. Jahrhundert eine Zufluchtsstätte zu bauen. Das ist doch an sich höchst positiv!

Warum stellt sich die Frage eines Siedlungsbaus an sich als negativ dar, so dass man sich dafür rechtfertigen müsste?

Fridays for Future sollte doch vielmehr fragen, was haben arabische Palästinenser der Welt oder der Umwelt außer Terrorismus, Flugzeugentführungen und Ermordung von Zivilisten in Olympischen Spielen (wie 1972 in München) oder durch Bombardierung von hunderten von zivilen Ortschaften mit Zigtausenden Raketen und mit unzähligen Selbstmordanschlägen gegeben?

Wenn jemand bei Fridays for Future interessiert ist, sich zum Thema Umwelt-Innovation zu erkundigen, sollte die Person bald zum Judenstaat Israel reisen, um zu lernen, statt verlogene palästinensische Pauschalkritik gegen jüdischen Siedlungsbau weiterz verbreiten, was mit Umweltschutz Null zu tun hat!

Zum Thema des jüdischen Siedlungsbaus in Israel, Judäa und Samaria, kann man auch u.a in der empfehlenswerten Online-Enzyklopädie JEWIKI lesen.

Siehe zum Beispiel den Artikel Legalisierung von Siedlungsbau in Israel.

In den 1970-er und den 1980-er Jahren sind Tausende junge Deutsche aus Westdeutschland (damalige BRD) und andere aus aller westlichen Welt nach Israel gereist, um wochenlang oder gar monatelang als Freiwillige in den Kibbuz-Siedlungen beim Aufbau eines Landes mitzuhelfen! Das war ein konstruktiver Beitrag zur Völkerverständigung und zum Weltfrieden durch gegenseitiges Kennenlernen der Jugend, auf Grund von Fakten und Taten und nicht auf Grund von Greuel-Propaganda. Ich war 1985 bis 1988 Gesandter der Kibbuzbewegung in Deutschland und habe persönlich mit dem Büro-Team in Frankfurt/Main ca. 3500 jungen deutschen Volontären zum Einsatz in Kibbuzim koordinierend geholfen. Dazu verfasste ich gemeinsam mit einem jungen Deutschen unser Buch „Kibbuz konkret 1988“, das bis heute per Amazon erhältlich ist.

Weblinks

Dieser Artikel wurde in Jewiki verfasst und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Die an diesem Artikel beteiligten Autoren sind in der Autorenliste einsehbar.