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Abraham Isaak Kook

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Raw Abraham Isaak Kook
Großrabbiner Kook am 15. April 1924

Großrabbiner Abraham Isaak Kook (Kuck) (geb. 8. September 1865 in Daugavpils; gest. 1. September 1935 / 3. Elul 5695 in Jerusalem), hebräisch הרב אברהם יצחק הכהן קוק, HaRav Avraham Yitzchak HaCohen Kook, auch unter dem Akronym HaRaIyaH bekannt, war ein bedeutender und berühmter jüdischer Gelehrter, Halachist und Kabbalist und gilt als einer der geistigen Väter des modernen religiösen Zionismus.

Leben

Im Alter von neun Jahren musste sein Vater ihn schon aus der Talmud Tora nehmen und ihn persönlich unterrichten, da seine Lehrer ihm nichts mehr beibringen konnten.

An der berühmten Jeschiwa von Waloschyn (heute in Weißrussland) studierte er Talmud und Kabbala.

Der Raw von Ponivez, der "Aderet", Reb Elijahu David Rabinowitz-Te'umim, nahm ihn zum Schwiegersohn. Die Verlobungszeit dauerte anderthalb Jahre. Während dieser Zeit lernte Rabbi Awraham Jitzchak mit übergrosser Hatmada in der Wolozhiner Jeschiwa. Er vertiefte sich täglich während achtzehn Stunden in die Gemara und konnte dabei jeden Tag sechzig Daf Gemara lernen. Das brachte ihn aber ans Ende seiner Kräfte und nach einiger Zeit fiel er in Ohnmacht. Sein Rebbe, der Rosch Jeschiwa der Wolozhiner Jeschiwa, wies ihn daraufhin zurecht: "In meinen jungen Jahren war ich auch solch ein Matmid, wie du es bist. Dann beschloss ich aber aus gesundheitlichen Gründen, dass ich mein Studium auf sechzehn Stunden zurückschrauben muss. Du hast vergessen, Grenzen zu setzen!"

Als erster offizieller aschkenasischer Großrabbiner Palästinas unter britischem Mandat (eine Position, die später vom Großrabbiner Israels übernommen wurde) gründete Raw Kook die Vereinigung der Großrabbinate von Israel, die Rabbanut und Israels nationale Rabbinergerichte (Av Bet Din), die mit der israelischen Regierung zusammenarbeiten und für Rechtsangelegenheiten wie Ehe, Scheidung, Konversion und Bildung zuständig sind.

Er baute Brücken der Kommunikation und politische Allianzen zwischen säkularen jüdischen Zionisten und Anhängern des religiösen Zionismus. Seinem theologischen System zufolge sah er die jugendlichen, säkularen und sogar anti-religiösen, sozialistischen Pioniere, die Chalutzim, als Teil eines großen göttlichen Planes, durch den das Land und das Volk Israel aus seinem zweitausendjährigem Exil (hebr. Galut) erlöst würden.

Sein Einfühlungsvermögen für anti-religiöse Juden erregte den Verdacht seiner charedischen Gegner, die teilweise dem alten rabbinischen Establishment angehörten, das seit der Zeit der türkischen Kontrolle über Palästina existierte. Deren Oberhaupt, Rabbiner Joseph Chaim Sonnenfeld, war Rabbiner Kooks größter rabbinischer Rivale.

Rabbiner Kook ist Autor eines weitgefächerten Themenkatalogs von Werken über jüdisches Gedankengut und Mystizismus. Er gründete eine der angesehensten religiösen Schulen Israels, die Jeschiwa Merkaz HaRav in Jerusalem. Gemeinsam mit seinem Sohn Zvi Yehuda Kook gilt Abraham Isaak Kook als geistiger Vater der messianistischen Siedlerbewegung Gusch Emunim[1].

Er ist der Vater von Zvi Yehuda Kook (1891–1982) und der Onkel von Peter Bergson (1915–2001).

Literatur

  • Abraham Isaak HaCohen Kook: Die Lichter der Tora. = Ôrôt hat-tôrā. Herausgegeben von Christoph Schulte und Eveline Goodman-Thau. Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Timotheus Arndt. Mit einem Nachwort von Joseph Dan. Akademie Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-002515-8 (Jüdische Quellen 4), (hebräisch-deutsch).

Quellen

  1. Stephen Lendman übersetzt für Znet 2009: Religiöser Fundamentalismus in Israel
  • Lexikon des Judentums, Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh 1971, ISBN 3-570-05964-2, Sp. 390

Weblinks

 Commons: Abraham Isaak Kook – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Andere Wikis

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