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Ereignisse
- 15.1.2022: Geiseln aus Synagoge in Texas befreit. Eine Geiselnahme in einer Synagoge hat die Polizei im US-Staat Texas in Atem gehalten. Nach stundenlangen Verhandlungen mit dem Geiselnehmer drangen Spezialkräfte am Samstagabend (Ortszeit) in die Reform-Synagoge Congregation Beth Israel in der Stadt Colleyville nahe Fort Worth ein und befreiten die Geiseln, die unverletzt blieben. Der Täter, ein 44 Jahre alter Brite, wurde erschossen. Der Geiselnehmer hatte eine in Texas inhaftierte pakistanische Wissenschaftlerin, Aafia Siddiqui, freipressen wollen, die 2010 wegen versuchten Mordes an US-Soldaten in Afghanistan verurteilt wurde. Der Mann, den die Polizei als Malik Faisal Akram aus Blackburn identifizierte, hatte vormittags während eines Gottesdienstes in der Synagoge der 26.000-Einwohner-Stadt vier Geiseln genommen und sich über Stunden mit ihnen verschanzt. Unter ihnen war auch der Rabbiner, Charlie Cytron-Walker. In Akrams Heimat verkündete man auf der Website der Blackburn Muslim Community, dass „Faisal Akram auf traurige Weise diese vorübergehende Welt verlassen hat“ und betete, dass Allah ihn „mit den höchsten Rängen des Paradieses segnet“. Blackburn hat zahlreiche Dschihadisten hervorgebracht, darunter den jüngsten Terroristen des Vereinigten Königreichs, mehrere Dschihadisten, die sich dem Islamischen Staat angeschlossen haben, einen Komplizen des Schuhbombenlegers Richard Reid und einen Terroristen, der eine Schlüsselrolle in einem Al-Qaida-Komplott spielte, das sich gegen New York und Washington D.C. richtete. Aafia Siddiqui, auch bekannt als Lady Al-Qaida, in deren Auftrag der Anschlag auf die Synagoge in Texas verübt wurde, war mit dem Neffen des Drahtziehers des 11. Septembers, Khalid Sheikh Mohammed, verheiratet und hatte bei ihrer Festnahme verschiedene Anleitungen für die Durchführung von Anschlägen in ihrem Besitz. Bei ihrem Prozess verlangte sie, dass sich die Geschworenen einem DNA-Test unterziehen, um zu beweisen, dass sie keine Juden sind. Und die Aafia Stiftung veröffentlichte bizarre antisemitische Tiraden über den „Grad des giftigen Gifts [sic] im Herzen des amerikanischen Mainstream-Judentums“.
- 22. März 2022: Be’er Scheva. Ein Sympathisant der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ ermordet vier Israelis. Einen überfuhr er, die drei anderen erstach er. Zudem erlitten zwei Frauen bei dem Anschlag Verletzungen. Der Attentäter wurde erschossen. Bei dem Angreifer handelte es sich um Mohammad Ghaleb Abu al-Qian. Der 34-Jährige stammte aus der Beduinenortschaft Hura in der Wüste Negev. Er arbeitete ursprünglich als Grundschullehrer. Von 2015 bis 2019 war er im Gefängnis. Denn er wollte sich in Syrien Kämpfern des IS anschließen. Dafür versuchte er, Anhänger zu rekrutieren. Er gestand, eine geheime Gruppe gebildet zu haben. Nach eigener Aussage wollte er eine angebliche Pilgerreise nach Mekka vorschützen, um nach Syrien gelangen zu können. In Be’er Scheva rammte er zuerst einen Radfahrer: Rav Mosche Kravitzki. Der verheiratete Vater von vier Kindern zwischen zehn und 22 Jahren gehörte der orthodoxen Chabad-Bewegung an. Zehn Jahre lang leitete er in der Wüstenhauptstadt eine Synagoge und eine Suppenküche. Jeden Tag erhielten dort viele Alte und Bedürftige eine Mahlzeit. Vor der Tätigkeit in Israel war Kravitzki Chabad-Gesandter in der Republik Moldau gewesen. Das zweite Opfer des Attentäters wurde Laura Jitzchak (Laura Yitzhak). Die 43-Jährige wollte an einer Tankstelle ihren Ehemann Tal treffen. Abu al-Qian fiel von hinten über sie her und stach mehrere Male auf sie ein. Sie kämpfte vergeblich um ihr Leben. Neben ihrem Gatten hinterlässt sie drei Töchter zwischen sechs und 14 Jahren. Doris Jachbas (Doris Yahbas) wurde in einem Kleidergeschäft ermordet. Die 49 Jahre alte Mutter von drei Kindern lebte in einer landwirtschaftlichen Gemeinschaftssiedlung, dem Moschaw Gilit, bei Ofakim. Das vierte Opfer, Menachem Jecheskel Menuhin (Menahem Yehezkel), tötete der Beduine auf einem Platz vor einem Einkaufszentrum. Er stach zig Male auf den 67-Jährigen ein. Schließlich erschossen ihn zwei Zivilisten. Zwischen dem Rammen des Radfahrers und den tödlichen Schüssen auf den Angreifer vergingen acht Minuten.
- 27. März 2022: In Hadera werden an einer Bushaltestelle bei einem Terroranschlag von israelisch-arabischen Sympathisanten des IS zwei Israelis ermordet. Bei den 19-jährigen Opfern handelt es sich um die beiden Grenzpolizisten Yezen Falah und Shirel Abukarat. Die israelischen Araber eröffneten das Feuer auf eine Gruppe an einer Bushaltestelle aussteigender Menschen in der nordisraelischen Küstenstadt. Mehrere Menschen erlitten Verletzungen, fünf von ihnen wurden im Hillel-Jaffe-Krankenhaus behandelt. Einer von ihnen war schwer verwundet. Die Attentäter wurden bei einem anschliessenden Schusswechsel getötet. Die Attentäter kamen aus der arabischen Stadt Umm el-Fahm in Zentralisrael und waren Cousins. Die israelische Polizei gab an, dass die Angreifer mit über 1100 Patronen sowie mit mindestens drei Handfeuerwaffen und sechs Messern am Tatort erschienen waren.
- 29. März 2022: Fünf Israelis werden am Dienstagabend bei einem Terroranschlag in Bnei Brak getötet. Der Schütze, bei dem es sich um einen Palästinenser aus Jenin handelte, fuhr auf einem Motorrad und schoss mit einem M-16-Gewehr. Vier Opfer sind noch am Tatort für tot erklärt worden, eine fünfte Person verstarb im Krankenhaus. Der Täter wurde von einem Polizisten, der mit einem Motorrad am Tatort eintraf, in der Jabotinsky-Strasse erschossen. Anwohner strömten zum Ort des Anschlags und einige riefen „Bennett Go Home!“. Die Anwohner wurden gebeten, in ihren Häusern zu bleiben, während die Polizei nach weiteren möglichen Terroristen in der Gegend suchte. Viele ignorierten die Anweisung und versammelten sich, um ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen. Die fünf Opfer des Terroranschlags folgen auf zwei weitere, die am Sonntag zuvor in Hadera getötet wurden, und vier weitere, die am Dienstag in der Woche zuvor bei einer Schiesserei in Be’er Scheva ums Leben kamen. Elf Terroropfer in einer Woche sind die höchste Anzahl seit 2006, als bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus in Tel Aviv 11 Israelis getötet wurden. Und mehr als in den Jahren 2020 und 2021 zusammen. Weitere Einzelheiten zum Terroranschlag: Ein palästinensischer Terrorist hat Bnei Brak fünf Menschen auf der Straße erschossen. Er ging durch die Straßen und nahm wahllos Passanten ins Visier. Ein Polizist stoppte ihn, indem er den Attentäter tötete. Zwei der Todesopfer waren Gastarbeiter aus der Ukraine. Zunächst hatten die Behörden nur deren Alter bekanntgegeben: 23 und 32 Jahre. Informationen zu Name und Aufenthaltsdauer lagen noch nicht vor. Die drei anderen Todesopfer waren israelische Staatsbürger: >> Ja’akov Schalom (36) aus Bnei Brak war gerade auf dem Weg nach Hause. Der Attentäter stoppte sein Auto und feuerte aus nächster Nähe. Schalom hinterlässt seine Mutter, seine Frau und vier Kinder. Er war der Sohn des im vergangenen Jahr an COVID-19 verstorbenen Rabbis Meir Schalom. Dieser war eine Führungsfigur der jemenitischen Gemeinschaft in Bnei Brak. >> Avischei Jecheskel (29) befand sich gerade auf einem Abendspaziergang mit seinem zweijährigen Sohn. Der Talmud-Student wurde laut Medienberichten erschossen, während er versuchte, seinen Sohn zu schützen. Er hinterlässt außerdem seine im achten Monat schwangere Frau. >> Amir Churi (32): Der Polizist gehörte der Wache von Bnei Brak an. Er war mit seinem Partner auf Motorrad-Streife und starb infolge des Schusswechsels mit dem Terroristen. Der christlich-arabische Israeli stammte aus Nof HaGalil im Norden Israels. Er hinterlässt seine Eltern und zwei Schwestern. Sein Vater sagte nach der Tat, es handele sich um eine Polizistenfamilie, er selbst sei Polizist in Tel Aviv gewesen. Der israelische Polizeichef Kobi Schabtai sagte im Gespräch mit dem Vater, der Tod Churis sei eine „große Tragödie für die Polizei“. Sein Sohn habe aber das Leben vieler Zivilisten gerettet. „Seine Taten werden Vermächtnis und ein heldenhaftes Gedenken im ganzen Land werden.“ Die Sicherheitsbehörden machten inzwischen auch Angaben zu dem Täter. Demnach handelt es sich um Dia Hamarscheh. Der 26-jährige Palästinenser stammte aus Jabad bei Dschenin im Norden Samarias. Er hielt sich illegal in Israel auf und arbeitete auf dem Bau in Bnei Brak. Einwohner seines Heimatdorfes feierten die Terrortat. Auch in anderen palästinensischen Ortschaften kam es laut Fernsehberichten zu Feierlichkeiten. Nach ersten Erkenntnissen kam der Täter gegen 20 Uhr Ortszeit mit einem Auto in Bnei Brak an. Es hatte israelische Kennzeichen; die Polizei vermutet, dass er das Auto von einem Komplizen erhalten oder gestohlen hat. Er stieg an der Se’ev-Jabotinsky-Straße aus. Dort feuerte er mit einem Gewehr zunächst auf einen Fußgänger und einen Fahrradfahrer, traf aber nicht. Dann betrat er die Bialik-Straße, wo er aber keine Ziele fand. Er ging in einen Lebensmittelladen und tötete dort zwei Menschen. Er schoss weiter auf Passanten, zwischenzeitlich stockte aber seine Waffe. Dann stoppte er das Auto von Ja’akov Schalom und schoss durch die Scheibe. In der Herzl-Straße, die parallel zur Bialik-Straße verläuft, erschoss er Avischei Jecheskel. Der Täter ging weiter die Straße entlang. Er begegnete schließlich zwei Polizisten auf Motorrädern, die auf ihn feuerten. Er erwiderte die Schüsse und traf dabei Amir Churi, der später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Der andere Polizist konnte Hamarscheh töten und damit weiteres Unheil stoppen. Der israelische Regierungschef Naftali Bennett (Jamina) erklärte am Dienstagabend, Israel sei wieder mit einer „Welle arabischen Terrorismus“ konfrontiert. „Mein Herz ist mit den Familien, die ihre Lieben an diesem Abend verloren haben. Ich bete für die Genesung der Verwundeten. Wir werden Terrorismus mit Hartnäckigkeit, Sorgsamkeit und einer eisernen Hand bekämpfen. Wir werden obsiegen.“ Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz (Blau-Weiß) rief Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (Fatah) auf, die Anschläge zu verurteilen. Andernfalls würden die geplanten Zugangserleichterungen während des anstehenden Fastenmonats Ramadan zurückgenommen. Laut der Nachrichtenseite „Times of Israel“ veröffentlichte Abbas eine Verurteilung eine Stunde nach Erhalt der Aufforderung.
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