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2014

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Ereignisse

  • 2014: Nobelpreis für Literatur an: Patrick Modiano
  • Anfang Januar 2014: Der Immobilienunternehmer Menachem Stark aus Brooklyn wird auf grausame Weise ermordet. Das Boulevardblatt «The Sun» bezeichnete den Satmarer Chassid als ausbeuterischen «Miethai» und löste damit eine Welle der Empörung aus. Sein Leichnam wurde bei einer Trauerfeier beigesetzt, an der Tausende von Satmarern teilnahmen. Rabbiner und andere Sprecher rühmten Starks Grosszügigkeit und sein Engagement in der Gemeinschaft. Tags darauf sorgte das auflagenstarke Boulevardblatt «The Sun» mit einem Foto Starks auf der Frontseite für Furore, welche die Schlagzeile trägt: «Wer hätte ihm nicht den Tod gewünscht?». Die Zeitung aus dem Medienimperium von Rupert Murdoch bezeichnete Stark als skrupellosen «Slumlord», der Mieter ausgebeutet habe, in dunkle Geschäfte verwickelt gewesen sei und zahlreiche Feinde gehabt habe. Die New York Times berichtete, Stark und sein Geschäftspartner Israel Perlmutter seien in den letzten Jahren wiederholt verklagt worden, da sie Schulden in Millionenhöhe nicht bezahlt hätten. Im Jahr 2009 hätten Stark und Perlmutter Konkurs erklärt, da sie ein Darlehen von 29 Millionen Dollar für den Ankauf grösserer Liegenschaften mit Mietwohnungen nicht mehr hätten bedienen können. Stark hinterliess bei seinem Tod fünf Töchter und zwei Söhne.
  • Mitte Januar 2014. Kanada: Ein Gericht in Winnipeg entscheidet nach dreijähriger Gerichtsverhandlung, dass das Anzünden der Haare eines jüdischen Mädchens unter dem Ausruf "Verbrennen wir die Jüdin" nicht als rassistisches Vergehen gilt. Der Angreifer wurde dennoch der bewaffneten Körperverletzung schuldig gesprochen und zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.
  • Mitte Januar 2014. Kiew: Ein Kollel-Student, der 28-jährige Dov Ber Glickman, wird von drei Jugendlichen aus einem Hinterhalt angegriffen, als er von der Synagoge im Podil-Viertel nach Hause zurückkehren wollte, sie schlugen ihn und stachen mit einem Messer dreimal auf seine Füsse ein und flüchteten dann. Glickman ging zur Synagoge zurück, wo er zusammenbrach. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und musste sich dort einer Notfalloperation unterziehen. - Dies war der zweite Anschlag auf eine jüdische Person in der ukrainischen Hauptstadt in weniger als einer Woche. Zuvor verfolgten vier Männer Hillel Wertheimer, einen in Israel geborenen jüdischen Lehrer, auf seinem Heimweg und schlugen ihn.
  • Ende Januar 2014. Rom: Drei in Schachteln versandte Schweineköpfe sind Gegenstand einer Untersuchung der italienischen Polizei, deren Anti-Terrorabteilung sich mit dem Fall befasst. Die Köpfe waren am Vorabend des Holocaust-Gedenktags von einer Verteilfirma, die vom makabren Inhalt der Schachteln keine Ahnung hatte, an die Grosse Synagoge von Rom, an die israelische Botschaft in der Stadt und an ein Museum geschickt worden, das eine Ausstellung über den Holocaust veranstaltete.
  • Anfang Februar 2014: Itzhak Bergil, 47, Mitglied der virulent anti-zionistisch-charedischen Sekte der Neture Karta, wird vom Jerusalemer Distriktsgericht zu einer Gefängnisstrafe von 4,5 Jahren verurteilt; er hatte den Iranern das Angebot unterbreitet, für den Iran zu spionieren; in Gesprächen mit Iranern zeigte er auch seine Bereitschaft, "einen Zionisten zu ermorden"
  • Anfang Februar 2014: Pittsburgh. Susan Wolfe und ihre Schwester, die Kinderärztin Sarah Wolfe, werden im Keller ihres Hauses in East Liberty erschossen aufgefunden. Susan Wolfe arbeitete in einer jüdischen Tagesschule in der Region Pittsburgh als Lehrerassistentin.
  • Februar 2014: Dänemark verbietet die koschere Schechita.
  • 23. Februar 2014: In der ukrainischen Ortschaft Zaporizhia, rund 380 Kilometer südöstlich von Kiev, wird auf die Synagoge Glymat Rosa ein Feueranschlag verübt (insgesamt sieben Brandbomben wurden geworfen);die Schäden sind weniger schwer, und auch Menschen werden nicht in Mitleidenschaft gezogen.
  • 2.3.2014. Jerusalem: Laut Schätzungen der Polizei versammelten sich rund eine halbe Million ultra-religiöser Israeli am Eingang von Jerusalem und in den anliegenden, vorwiegend von diesem Bevölkerungsteil bewohnten Vierteln, um gegen das Gesetz zu demonstrieren, das den Militärdienst auch für Jeschiwa-Studenten obligatorisch macht. Die Kundgebung verlief weitgehend friedlich. Erstmals in der Geschichte des Staates hatten die charedischen Rabbiner auch Frauen und Mädchen ausdrücklich aufgefordert, auf die Strasse zu gehen. Die Grossdemonstration riegelte die israelische Hauptstadt während Stunden praktisch von der Aussenwelt ab.
  • 9.3.2014: Der Süden Manhattans wird zum Schauplatz einer der grössten Demonstrationen strenggläubiger Juden in den USA. Sie protestieren gegen die Ausweitung des Wehrdienstes auf ihre Glaubensgenossen in Israel. Die jüdische Medienplattfom «Forward» sprach von «komplett surrealen Szenen»: etwa 50'000 Haredim aus dem ganzen Grossraum New York kamen zusammen, um gegen die in Israel debattierte Ausdehnung der Wehrpflicht auf Strenggläubige zu demonstrieren. Die Protestveranstaltung war als «grosse Gebets-Versammlung» annonciert und bestens von den Organisatoren vorbereitet worden. Zu diesen zählen die ultraorthodoxe Gruppierung «Agudath Israel of America» sowie ein Teil der Satmar-Haredim unter Rabbiner Aaron Teitelbaum. Teilnehmer trafen unter anderem mit Bussen aus New Jersey ein. Die Demonstration wurde von Kantoren geleitet, in deren Gebete die Teilnehmer in eisiger Kälte einstimmten. Etliche von ihnen äusserten den Medien gegenüber eine Generalkritik am Zionismus und an der israelischen Regierung: Diese raube den Arabern das Land und wolle die orthodoxe Jugend nun «ihre Kriege ausfechten lassen». Von Touristen staunend, seitens der New Yorker Polizei eher nervös beobachtet, löste sich die Veranstaltung schwarzgekleideter Männer nach einer guten Stunde bereits auf. Dann kehrten die Demonstranten zurück in ihre Busse. Die strenggläubigen Frauen hatten eine separate Demonstration abgehalten.
  • 12.3.2014: Mehr als 30 Raketen und Mörsergranaten werden aus dem Gazastreifen auf Gemeinden in Südisrael abgefeuert, vorwiegend gegen Sderot und Netivot. Acht davon schlugen in Wohnquartieren ein.
  • 12.3.2014: Die Knesset beschliesst mit 65 zu einer Stimme die Gesetzesvorlage, gemäss der nun auch ultraorthodoxe Jeschiwa-Studenten dem Wehrpflichtobligatorium unterstellt werden. Die Abstimmung über die heftig umstrittene Vorlage wurde von der Opposition boykottiert. Die eine Gegenstimme stammte von Yoni Chetboun der Partei «Jüdisches Haus», der dafür von der Koalition sanktioniert wurde. Nach dem neuen Gesetz werden Charedim, welche den Dienst verweigern, strafrechtlich verfolgt; die Strafen werden jedoch erst ab dem Jahr 2017 rechtswirksam. Die Aufgebote zum Dienst an ultraorthodoxe Männer bis zum 26. Altersjahr werden ferner erst ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes erfolgen. Das bisher gültige Tal-Gesetz, wonach Charedim ihre Dienstpflicht auf unbestimmte Zeit verschieben lassen konnten, wurde im Februar 2012 vom höchsten israelischen Gerichtshof als ungültig erklärt und erlosch im August des gleichen Jahres.
  • Mitte März 2014: Stockholm. Antisemitische Parolen und Hakenkreuze werden an die Wände der jüdischen Schule (Wasa-Realschule) von Stockholm geschmiert: "Juden sind ekelhaft", "Schweine" etc. Die jüdische Gemeinde von Schweden hat etwa 18 000 Mitglieder, von denen die allermeisten in Stockholm leben. Schon früher kam es zu Vorfällen, bei denen Hakenkreuze und Parolen an Friedhofmauern geschmiert wurden.
  • Mitte März 2014: Schändung des jüdischen Friedhofs in der ungarischen Ortschaft Tatabanya. Zu den antisemitischen Slogans, die auf Grabsteinen entdeckt worden sind, gehören «stinkender Jude» ebenso wie «Hololie» oder «Den Holocaust hat es nie gegeben, doch wird es ihn bald geben». Die unbekannten Täter schmierten darüber hinaus Hakenkreuze und das von den Nazis im Krieg oft benutzte schwarze Kreuz auf die Grabsteine.
  • Ende März 2014: Paris. Drei nordafrikanische junge Männer malträtieren im Norden von Paris einen jüdischen Lehrer derart, dass das Opfer einen Nasenbeinbruch und weitere Gesichtsverletzungen (u. a. Schnittwunden) davonträgt. Zuvor hatten die Angreifer den eine Kippa tragenden Mann auf Arabisch und Französisch mit Slogans wie "Tod den Juden" oder "Dreckjude" beschimpft und ihm mit schwarzer Farbe ein Hakenkreuz auf die Brust geschmiert. Der Mann hatte in einem koscheren Restaurant in der Rue Manin unweit von Gare du Nord gegessen und wollte sich auf den Heimweg begeben. Die Täter konnten entkommen.
  • Anfang April 2014: Das Kloster in Deir Rafat bei Beit Shemesh, rund 30 Kilometer westlich von Jerusalem in Zentral-Israel, wird das Opfer von Vandalenakten mit anti-amerikanischen und anti-christlichen Slogans. Urheber sind radikale jüdische Siedler.
  • April 2014: New York. Verurteilung von William Rapfogel wegen Betrugs, Geldwäsche und Steuerhinterziehung
  • Mitte April 2014: Palästinensische Terroristen beschiessen zwei israelische Autos in der Nähe von Hebron. Die Familie war auf dem Weg von Modiin nach Kirjat Arba zum Seder-Abend. Der 47-jährige Familienvater Baruch Misrachi wird dabei getötet. Zwei weitere Personen, Baruch Misrachis schwangere Frau Hadas und ein 9-jähriger Junge, werden verletzt. Hadas beschrieb den Vorfall: “Wir sind von zuhause in Modiin zum Seder losgefahren. Nach dem Tarkmia Checkpoint und einem Kreisverkehr hat Baruch einen Terroristen gesehen. Er rief “sie schießen, sie schießen, sie schießen, da ist ein Terrorist.” Ich habe einen Schmerz im Rücken gefühlt. Ich sagte den Kindern, schnallt euch ab und legt euch auf den Boden. Ich habe das Lenkrad übernommen und in einen niedrigen Gang geschaltet und die Handbremse benutzt, um langsamer zu werden. Ich habe gesehen, dass Baruch tot ist. Als die Soldaten kamen, sagte ich ihnen, sie sollten mich versorgen und die Kinder in ein geschütztes Auto bringen, so dass sie ihren Vater nicht tot liegen sehen.” - Kriminalhauptkommissar Baruch Misrachi (geb. 1967 in Tel Aviv) diente 25 Jahre lang in der Geheimdiensteinheit der israelischen Armee und arbeitete in einer Spezialeinheit der Polizei. Die Beerdigung fand wenig später statt. Er hinterliess neben seiner Frau Hadas fünf Kinder.
  • 19.4.2014: Die Hauptsynagoge in der ukrainischen Stadt Nikolayev wird in den frühen Morgenstunden mit Brandbomben angegriffen. Zwei Molotow-Cocktails wurden dabei gegen die Türe und ein Fenster des Gebäudes geschleudert, in dem sich zur Zeit der Attacke glücklicherweise keine Menschen aufgehalten hatten. Ein Passant bekämpfte die entstandenen Brände mit einem Feuerlöscher. Der Anschlag ist von der Sicherheitskamera der Synagoge aufgenommen und auf YouTube geladen worden. Nikolayev, eine Stadt mit rund 500000 Einwohnern, liegt in der südöstlichen Ukraine, rund 100 Kilometer von Odessa entfernt. Ende Februar war schon die Synagoge Giymat Rosa in Zaporizhia, über 350 Kilometer südöstlich von Kiew, mit Brandbomben angegriffen worden, im April 2014 waren in Donetsk in der östlichen Ukraine offenbar gefälschte Flugblätter aufgetaucht, welche die Juden auffordern, sich bei pro-russischen Separatisten zu registrieren und besondere Steuern zu zahlen. – Ein weiterer Gewaltakt: In Dnjepropetrowsk ist laut Meldungen des Radiosenders «Arutz Sheva» das Grab von Dov Beer Schneerson, dem Bruder des letzten Lubawitscher Rebben Menachem Mendel Schneerson, mit Hakenkreuzen verschmiert worden.
  • Ca. 20.4.2014: Das Holocaustdenkmal in der Stadt Sevastopol auf der Halbinsel Krim wird mit pro-russischen Symbolen beschmiert. Auf dem Mahnmal, das zur Erinnerung an die 4200 Juden errichtet worden ist, die im Jahr 1942 dort ermordet worden sind, wurden Darstellungen des roten Sterns, ein Hammer und eine Sichel entdeckt sowie die Aufschrift "USSR". Das jüdische Wohlfahrtszentrum Chesed Shachar hat den Zwischenfall den Behörden gemeldet, die zunächst nicht reagierten. Bereits 2006 war das Denkmal geschändet worden, als Vandalen es mit neo-nazistischen Slogans besprayt hatten. – Der Zwischenfall von Sevastopol ist einer der vielen in einer nicht abreissenden Reihe von Ereignissen mit antisemitischem Beigeschmack in der Ukraine.
  • Ende April 2014: Unmittelbar vor dem Holocaust-Gedenktag wurden auf eine Synagoge und fünf Schulen in der kanadischen Stadt Calgary Hakenkreuze und andere Graffiti geschmiert. Die Synagoge, ein Zentrum der Lubawitscher Chassidim, ist bereits zum zweiten Mal das Opfer von antisemitischen Schmierereien geworden. Die Überwachungskamera gab der Polizei Hinweise auf drei Verdächtige.
  • Ende April 2014: Schändung des alten jüdischen Friedhofes in Split. Auf dem über 400 Jahre alten Friedhof entstand ein äusserst grosser Schaden.
  • Ende April 2014: Die israelische Polizei lässt einen kriminellen Organhandelsring hochgehen, der mehrere Länder umspannte. Junge Frauen aus Israel, die allesamt in finanziellen Schwierigkeiten waren, wurden in die Türkei gelockt, um sich dort gegen Zahlung eines grösseren Geldbetrags eine Niere entfernen zu lassen, die anschliessend anderen israelischen Patienten eingepflanzt wurde. Hauptbeschuldigter war ein Mann aus Beer Sheva (Uzi Shmueli?), der bei der Polizei bereits wegen anderer Vergehen bekannt war.
  • 28.4.2014: Phnom Penh. Daphna Beerdsen und ihre 19 Monate alte Tochter werden in ihrer Wohnung mit zahlreichen Messerstichen ermordet. Beerdsen und ihr Gatte Joris Oele hatten in Kambodscha für die UNO gearbeitet und sind bzw. waren Anhänger der Chabad-Lubawitsch-Bewegung.
  • Anfang Mai 2014: Der russische Präsident Vladimir Putin unterzeichnet ein Gesetz, das die Leugnung des Holocausts für illegal erklärt. Das Gesetz macht die Leugnung von Naziverbrechen oder die falsche Darstellung der Rolle der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg strafbar mit maximal fünf Jahren Gefängnis oder einer Busse von bis zu 14 000 Dollar. Zudem ist die öffentliche Zurschaustellung von Nazi-Symbolen in Russland bereits untersagt.
  • Anfang Mai 2014: Vandalenakte in der Synagoge Bet El im tunesischen Sfax. Nach August 2011 und Dezember 2012 handelt es sich bereits um den dritten Angriff auf die Synagoge von Sfax.
  • Mitte Mai 2014: Ein Gericht in Tel Aviv verurteilt den früheren israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert wegen Korruption zu sechs Jahren Haft.
  • Mitte Mai 2014: mehr als fünfzig Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof in der Stadt Szikszo in Nordost-Ungarn geschändet (entweder zerschlagen oder umgeworfen)
  • Mitte Mai 2014: Verwüstung des jüdischen Friedhofes in Lüdinghausen durch Vandalenakte
  • Mitte Mai 2014: Kanada. Schändung des jüdischen Friedhofs in Winnipeg. Über zwanzig Grabsteine waren zu Trümmern zerschlagen und überall auf dem Friedhof zerstreut worden. Andere Grabsteine wurden ausgerissen, ohne dass man weiss, wo sie eigentlich hingehören.
  • Mai 2014: Rücktritt von Rabbiner Barry Starr unter skandalösen Umständen
  • Mai 2014: Millionendiebstahl in New York. Vier New Yorker Männer, darunter ein Rabbiner, werden unter dem Verdacht angeklagt, über 12 Mio USD gestohlen zu haben, die für Kinder mit Sonderbedürfnissen bestimmt waren. Rabbiner Samuel Hiller von Far Rockaway wird unter anderem des Diebstahls beschuldigt. Bei den anderen Männern handelt es sich um Ira Kurman von Hewlett, den ehemaligen Exekutivdirektor des gemeinnützigen Zentrums in Far Rockaway, Daniel Laniado, den Besitzer eines Koscher-Supermarktes in Brooklyn, und um Roy Hoffmann aus Woodmere. Die Anklageschrift macht ihnen den Vorwurf, sie hätten Gelder abgezweigt, die für das Island Child Development Center bestimmt waren. Dieses Zentrum dient behinderten orthodoxen Kindern im Vorschulalter. Im Falle einer Verurteilung drohen den Männern Hafstrafen von bis zu 25 Jahren.
  • 24.5.2014: Ein unbekannter Schütze tötet am Nachmittag des 24. Mai, einem Samstag, im Brüsseler Jüdischen Museum vier Menschen.
  • 24.5.2014: Créteil. Zwei jüdische Brüder werden in Créteil, einem Vorort von Paris südöstlich der französischen Kapitale, beim Verlassen einer Synagoge von zwei Männern angegriffen und dabei so erheblich verletzt, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen.
  • Ende Mai 2014: Syrien. Truppen von Präsident Bashar bombardieren die über 400 Jahre alte Elijahu-Hanavi-Synagoge am Stadtrand von Damaskus, wobei die Synagoge bis auf die Grundfesten vernichtet wird. Tausende von jüdischen Kunstgegenständen werden ebenfalls vernichtet oder zumindest beschädigt, darunter hunderte Jahre alte Torahrollen, historische Texte, Geschirr und antike Judaica. Die Synagoge galt als jüdischer Pilgerort, besagt die Legende doch, dass sie an der Stelle gebaut worden war, wo sich die Höhle befunden hatte, in der der Prophet Elijah sich vor seinen Verfolgern versteckt hielt.
  • Ende Mai 2014: Tunis. Gavriel Osen, ein Schmuckhändler aus Djerba, wird auf dem lokalen Markt von einem Muslim angegriffen, als er seine Einkäufe für Schabbat tätigte. Der Moslem stach mehrmals auf Osens Brust ein, während er antisemitische Parolen ausrief. Osen wurde mit mittelschweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Moslem wurde von der Polizei gefasst, jedoch zum Entsetzen der jüdischen Gemeinde wieder freigelassen, nachdem eine grosse Gruppe Moslems gegenüber der Polizei demonstrierte und damit drohte, das Gebäude in Brand zu setzen.
  • Anfang Juni 2014: Vandalen brechen in den jüdischen Friedhof in der griechischen Stadt Thessaloniki ein, nachdem sie den Zaun um das Gelände durchschnitten hatten. Sie zerstörten Vasen und Ornamente und warfen etwa fünfzehn Grabsteine um und warfen Gedenkschilder zu Boden.
  • Anfang Juni 2014: Gegen den hölzernen Teil des Bodens der ehemaligen Synagoge im rumänischen Sighisoara wird eine Brandbombe geschleudert. Das Gebäude, das in ein Kulturzentrum umgewandelt worden ist, steht unweit der Stätte einer früheren Attacke in Ploiesti bei Bukarest. Dort waren die Fenster einer lokalen Synagoge in die Brüche gegangen, als Vandalen sie mit Steinen bewarfen.
  • Anfang Juni 2014: In Romainville, einem nordöstlichen Vorort der französischen Hauptstadt Paris, entgehen zwei jüdische Jugendliche nur knapp einem Anschlag durch einen Beil-schwingenden Mann und seitens drei weiterer Männer, die die Verfolgung auf die Jugendlichen aufgenommen hatten, die sich auf dem Weg zur Lilac-Synagoge befanden.
  • 12.6.2014: Drei israelische Jugendliche – Eyal Yifrach (19) aus Elad, Gilad Sha‘er (16) aus Talmon und Naftali Frenkel (16) aus Nof Ayalon – werden von Mitgliedern der Hamas entführt, als sie sich auf ihrem Heimweg von der Schule in Kfar Etzion in Judäa zurück zu ihren Familien befanden. Dutzende ähnliche Entführungsversuche konnten allein im voraufgegangenen Jahr verhindert werden. Am 30. Juni 2014 werden die Leichen der drei Schüler unter einem Gebüsch auf einem Feld in der Nähe Hebrons gefunden. Die Jugendlichen wurden bereits kurz nach der Entführung erschossen. Ca. Mitte Juli 2014 gelang es dem israelischen Shabak-Geheimdienst, Hussam Kawasme aus Hebron zu verhaften, der die Entführung und Ermordung der drei israelischen Jeschiwa-Schüler organisiert und geleitet hatte. Kawasme wurde beim Versuch verhaftet, unter falscher Identität mit Hilfe seiner Familie nach Jordanien zu flüchten. Dem Vernehmen nach hat der Mann bereits gestanden, als Leiter der Terroristenzelle fungiert zu haben, die Gilad Shaer, Naftali Fraenkel und Eyal Yifrach unmittelbar nach deren Entführung ermordet hatte. Die nötigen Gelder zur Vorbereitung und Durchführung des Verbrechens, unter anderem zum Kauf der nötigen Waffen, will Kawasme von der Hamas im Gazastreifen erhalten haben. Kawasme gab auch zu, beim Vergraben der drei Leichen auf einem Grundstück geholfen zu haben, das er zwei Monate vor der Tat erworben hatte. Dann unterstützte er die Flucht der beiden Täter, die das Tatfahrzeug fuhren und die drei Jugendlichen erschossen. Die Namen der Terroristen sind bekannt. Es handelt sich um Hussams Bruder Marwan Kawasme und um Omar Abu Aysha. Marwan Kawasme, ein aktives Hamas-Mitglied, wurde im Zuge der Austauschaktion für Gilad Schalit freigelassen und in den Gazastreifen abgeschoben.
  • Juni 2014: Der Süden Israels steht weiterhin unter massivem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen. Auch wenn das israelische Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ immer wieder Angriffe abfangen kann, sind aufgrund der Reichweite der Angriffe mehr als eine halbe Million Israelis in den großen Städten im Süden akut bedroht.
  • 22. Juni 2014: Von Syrien aus wird ein israelisches Fahrzeug auf den Golanhöhen beschossen. Dabei kommt der 13-jährige arabisch-israelische Teenager Muhammad Karkara ums Leben. Zwei Männer in dem Fahrzeug, darunter der Vater des getöteten Jungen, erlitten Verletzungen.
  • 25. Juni 2014. Manchester: Grabsteine auf einem jüdischen Friedhof werden mit Hakenkreuzen und antisemitischen Graffiti beschmiert und einige der Steine umgestossen. Laut einem Bericht der Zeitung «Manchester Evening News» war es einige Wochen zuvor bereits zu einem ähnlichen Vandalenakt gekommen.
  • Ende Juni 2014. Deutschland: Juden, die in Hamburg gegen die Entführung der drei israelischen Teenager demonstrierten, wurden von Antisemiten angegriffen. Ein 85-jähriger jüdischer Mann, der bei einer Gruppe von 50 Juden stand, wurde angegriffen und von einem antisemitischen Mann verprügelt, der dort stand. Die Tochter, die eintraf, um ihm zu helfen, wurde ebenfalls geschlagen. Der Greis wurde zur Behandlung ins lokale Krankenhaus gebracht.
  • Ende Juni/Anfang Juli 2014: Antisemitische Grafitti einschliesslich Drohungen gegen die jüdische Gemeinde werden auf das Holocaust-Denkmal in der griechischen Hauptstadt Athen geschmiert.
  • Ende Juni/Anfang Juli 2014. Stockholm: Mehrfach ereignen sich Vandalenakte gegen die Synagoge von Stockholm. Trotz umgehender Benachrichtigung greift die Polizei nur verspätet und widerwillig ein.
  • 6. Juli 2014: Israel. Festnahme von sechs nationaljüdischen Extremisten (darunter drei Minderjährige), die verdächtigt werden, im Zuge der Entführung und Ermordung der drei jüdischen Jugendlichen im Anschluss daran und als Rache einen 16-jährigen Araberjungen (Mohammed Abu Khdeir aus dem Jerusalemer Vorort Shuafat) entführt und ermordet zu haben. Die Obduktion hatte ergeben, dass der Junge bei lebendigem Leibe verbrannt worden war. Die Anschuldigungen stellten sich als zutreffend heraus, der Palästinenserjunge war von Juden grausam ermordet worden. Dieses abscheuliche unjüdische Verbrechen wurde von allen israelischen Spitzenpolitikern einschliesslich der beiden Oberrabbiner umgehend und einhellig verurteilt.
  • 6. Juli 2014: Malmö. Ein 38-jähriger Mann wird angegriffen, verfolgt und verprügelt, weil er an seinem Fenster eine israelische Fahne angebracht hatte.
  • 7. Juli 2014: Israel. Außenminister Avigdor Liberman, zugleich Vorsitzender der Partei Yisrael Beytenu, gibt die Trennung seiner Partei vom Likud bekannt. Damit endet die politische Partnerschaft, die die beiden Parteien im Vorfeld der Parlamentswahlen im Jahr 2013 eingegangen waren. Liberman begründete den Bruch mit grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten, die eine weitere Kooperation unmöglich machten. Die Regierungskoalition bleibt von der Auflösung der Fraktion unberührt.
  • 8.7.2014: Am Dienstag, dem 8. Juli 2014, werden 146 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen. Davon treffen 117 israelischen Boden und 29 werden vom Abwehrsystem Iron Dome abgefangen. Innerhalb von 24 Stunden waren Bewohner der folgenden Städte, Orte und Regionen gezwungen, nach Sirenenalarm Schutz in Bunkern zu suchen: Jerusalem (drei Einschläge in den Hügeln von Jerusalem), Tel Aviv (mindestens fünf Einschläge), die Städte im Süden Israels: Beer Sheva, Ashdod, Ashkelon (alle mehrfach angegriffen), Gemeinden in Südisrael: Sderot, Ofakim, Shaar HaNegev, Sdot Negev, Verwaltungsbezirk Eshkol, Merhavim, Kiryat Malachi, Hof Ashkelon und Beer Sheva (alle mehrfach angegriffen), Städte und Orte im Zentrum des Landes: Rehovot, Herzliya, Gadera, Ramat Hasharon, Yavne, Caesarea, Binyamina, Rishon Lezion, Hadera, Givatayim, Bat Yam und Holon. Diese Welle von Raketenbeschuss Israels aus dem Gazastreifen begann am 12. Juni, dem Tag, als drei israelische Teenager entführt und ermordet wurden. Der Beschuss steigerte sich am 30. Juni erheblich, noch bevor die Körper der drei Teenager später am selben Tag gefunden wurden und noch vor der Ermordung des Jugendlichen Muhammad Abu Khdeir aus dem Jerusalemer Stadtteil Shuafa durch jüdische israelische Extremisten. Israel hat während der dreiwöchigen kontinuierlichen Angriffe aus dem Gazastreifen große Zurückhaltung geübt und maßvoll reagiert, um eine große Militäraktion zu vermeiden und um die Ruhe in der Zivilbevölkerung zu wahren. Doch angesichts des anhaltenden Beschusses entschied die israelische Regierung am 7. Juli, die Operation „Schutzlinie“ („Protective Edge“/“Tzuk Eitan“/"Fels in der Brandung") ins Leben zu rufen. Die ständige Bedrohung mehrerer Millionen Bürgerinnen und Bürger war nicht länger hinnehmbar.
  • 11. Juli 2014. Casablanca: Moshe Ohayon, der Rabbiner der marokkanischen Stadt Casablanca wird attackiert, während er sich auf dem Weg zur Synagoge befindet. Der Zwischenfall brachte ihm eine gebrochene Nase und eine gebrochene Rippe. Passanten ignorierten die Bitten des Rabbiners um Hilfe. Der Angreifer, ein ca. 20 Jahre alter lokaler Muslim, habe Rabbi Ohayon erklärt, seine Handlung sei ein Akt der Vergeltung für die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen.
  • 13. Juli 2014: Paris. Synagoge von Demonstranten vorübergehend besetzt. Juden und anti-israelische Aktivisten liefern sich Strassenkämpfe: Dutzende junger Männer, die gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen protestierten, haben im Zentrum von Paris vorübergehend die Don Isaac Abravanel Synagoge (11. Arrondissement) besetzt und sich mit Sicherheitskräften Konfrontationen geliefert. Mindestens drei Juden mussten als Folge der Zusammenstösse in Krankenhäuser gebracht werden. Die Angreifer trennten sich von einer anti-israelischen Demonstration und marschierten auf die Synagoge zu, die zum Zeitpunkt des Geschehens mit fast 200 Personen besetzt war. Die Demonstranten waren entschlossen, in die Synagoge einzudringen, und die Polizei hatte nicht genügend Kräfte zur Stelle. Männer der Sicherheitseinheit SPCJ, der Jewish Defense League und der Betar-Bewegung lieferten sich mit den Angreifern Strassenkämpfe. In Belleville und in Aulnay-sous-Bois im Norden beziehungsweise Nordosten von Paris wurde jeweils eine Brandbombe gegen Synagogen geschleudert.
  • Mitte Juli 2014. Casablanca: Wenige Tage nach dem Angriff auf Raw Ohayon wird erneut ein Mitglied der jüdischen Gemeinde, der 65-jährige David Bitton, angegriffen, und zwar von einem muslimischen Jugendlichen, der ihm einen Stein an den Kopf warf, woraufhin Bitton einen Schädelbruch erlitt und in kritischem Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Der Täter gab an, Bitton attackiert zu haben, weil er Jude ist, und auch, um sich für die Aktion Zuk Eitan zu rächen.
  • 28./29. Juli 2014: Brandanschlag auf die Bergische Synagoge in Wuppertal
  • 4.8.2014: Jerusalem. Palästinensischer Terroranschlag, bei dem neben dem Attentäter ein weiterer Passant getötet wurde. Der Attentäter (Mohammed Naif Dschabis) überfuhr mit einem schweren Bagger gezielt einen Fußgänger und steuerte danach auf einen Reisebus zu, den er umstiess. Der 29-jährige Fußgänger, Raw Avraham Walles, der seine junge Frau und fünf Kinder hinterlässt, wurde schwer verletzt und erlag später seinen Verletzungen. Sechs weitere Personen, darunter der Busfahrer, erlitten leichte Verletzungen. Der Terrorist wurde von mehreren Polizisten erschossen, bevor er weiteren Schaden anrichten konnte. Der Anschlag trug sich im ruhigen Wohnviertel Shmuel Hanavi im Norden Jerusalems zu.
  • 4.8.2014: Jerusalem. Ein Zahal-Soldat bei einem Anschlag auf dem Skopusberg schwer verletzt. Ein Motorradfahrer eröffnete das Feuer auf den in der Nähe der Hebräischen Universität an einem Mitfahrer-Mitnahmepunkt wartenden Soldaten und traf ihn mehrfach im Bauch.
  • Anfang August 2014: Belgien. Bertha Klein, eine orthodoxe Jüdin in Antwerpen, brach sich ihr Hüftgelenk. Als die Schmerzen unerträglich wurden, rief sie vor Ort einen Arzt an, doch teilte dieser der Frau mit, er habe nicht die Absicht, zu ihr zu kommen, und hängte das Telefon auf. Der Sohn der Frau rief nochmals an und sagte dem Arzt, seine Mutter leide unter starken Schmerzen. Darauf sagte der Arzt: "Bringe sie zu einem Besuch nach Gaza, dann werden ihr die Schmerzen vergehen". Der Sohn, ein amerikanischer Staatsbürger, rief daraufhin den Leiter der Organisation Hazolo, Schmuel Markowitz, an und erzählte ihm von diesem Vorfall. Markowitz beeilte sich, den Arzt anzurufen, um festzustellen, ob er richtig verstanden worden sei. Der Arzt gab das zu, woraufhin Markowitz die Familie zur Polizei schickte, um Anzeige wegen Diskriminierung zu erstatten.
  • 9. August 2014: Zwei Männer erschiessen den 60-jährigen Rabbiner Joseph Raksin in Miami. Antisemitische Motive sollen angeblich nicht im Spiel sein, sondern es soll sich um einen ordinären Raubüberfall handeln. Die örtliche jüdische Gemeinde ist davon nicht überzeugt. Rabbiner Joseph Raksin war aus dem orthodoxen Viertel Crown Heights in Brooklyn nach Miami gekommen, um seine Enkelin und andere Verwandte zu besuchen. Auf dem Weg zu der Chabad-Synagoge Bais Menachem in North Miami Beach konfrontierten zwei junge afroamerikanische Männer den Rabbiner. Laut Polizeiangaben wurde Raksin nach einem kurzen Wortwechsel mit mehreren Schüssen niedergestreckt. Anschliessend flohen die Täter getrennt zu Fuss bzw. auf einem Fahrrad. Raksin wurde umgehend in ein Krankenhaus geflogen, erlag dort aber seinen Verletzungen. Am Tag darauf wurde er unter Teilnahme Tausender Trauergäste in Miami bestattet. Die Täter wurden nicht gefasst.
  • Mitte August 2014: Eine Gedenkplakette am Geburtshaus des ehemaligen israelischen Staatspräsidenten Chaim Herzog im irischen Belfast wird nach diversen antisemitischen Attacken entfernt. Die blaue Plakette zu Ehren von Herzog, der zwischen 1983 und 1992 Präsident des jüdischen Staates gewesen ist, wurde laut einem Bericht im «Belfast Telegraph» abmontiert, um das Leben von Nachbarn zu schützen. «Zu den Attacken gehören sowohl das Schmieren anti-israelischer Graffiti an das Gebäude als auch das Werfen von Gegenständen auf die Plakette und gegen das Haus», erklärte der Lokalbeamte Brian Kingston gegenüber dem «Telegraph». Unlängst habe man zudem Jugendliche dabei ertappt, wie sie versuchten, das 1998 angebrachte Gedenkschild mit einem Brecheisen gewaltsam zu entfernen. Einen Monat zuvor war eine Synagoge in Nord-Belfast beschädigt worden.
  • Mitte August 2014. Ungarn: Der Bürgermeister von Érpatak, einer Ortschaft im Osten des Landes, der Mitglied der rechtsextremen Jobbik-Partei ist, führt im Zentrum des Ortes eine antisemitische Veranstaltung durch, bei der Puppen mit Köpfen der israelischen Staatsoberhäupter an einen Galgen gehängt werden. Auch ein "Henker" mit schwarzer Maske hatte seinen Auftritt, der nach den Stühlen tritt, auf denen diese Puppen stehen, deren Köpfe an einem Galgen in der Schlinge stecken. Auch Jugendliche beteiligten sich an dieser fröhlichen "Hinrichtung". Diese Jugendlichen standen mit israelischen Fahnen um die Bühne herum. Der Bürgermeister war stolz auf seine Tat. Als er sich von der Presse interviewen liess, erklärte er, er habe diese "Hinrichtung" gewählt, um gegen die "Kriegsverbrechen Israels und ihrer Staatsführer" zu protestieren. "Der jüdische Terrorstaat versucht, die Palästinenser zu vernichten. Ich bin gegen den Versuch der Juden, die Welt zu beherrschen." Das ungarische Aussenministerium verurteilte das Spektakel. In dessen Mitteilung hiess es, dass "der Bürgermeister unschuldige Opfer dazu benutzt habe, Aufruhr zu schüren und Hass zu fördern." Jüdische Organisationen in Ungarn riefen die Behörden dazu auf, sich nicht nur mit einer Verurteilung zu begnügen, sondern die geltenden Gesetze mit Entschiedenheit durchzusetzen.
  • Mitte August 2014: Kopenhagen. Die jüdische Caroline-Schule in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen wird das Opfer antisemitischer und anti-israelischer Vandalen. Fenster des Gebäudes wurden zerbrochen, und an den Wänden fanden sich Grafitti wie «Kein Frieden in Gaza» oder «Kein Frieden für Euch zionistische Schweine». Der Zwischenfall folgte nur wenige Wochen, nachdem der Schulleiter aus «Sicherheitsgründen» Schüler aufgefordert hatte, in der näheren Umgebung des Schulgeländes keine religiösen Symbole zur Schau zu tragen. Eine Woche zuvor gingen hunderte von Demonstranten in einer von vielen Muslimen bewohnten Gegend von Kopenhagen auf die Strasse, um gegen den Antisemitismus zu protestieren. Viele Teilnehmer trugen demonstrativ Kippot und andere jüdische Symbole. Die Organisatoren nannten die Veranstaltung den «Yarmulke Protest». Die Caroline-Schule wurde 1805 gegründet und nennt sich die «älteste funkionierende Schule der Welt».
  • 22.8.2014: Istanbul. Jüdisches Ehepaar brutal ermordet. Jak Karako (auch: Karko), 77, und seine Ehefrau Georgia, 69,werden am 22. August 2014 in ihrer Wohnung in Istanbul ermordet aufgefunden. Sie wurden erstochen. Die Karakos waren in Istanbul und in der ganzen Türkei bekannt als die früheren Besitzer von Ören Bayan, einer bekannten und geachteten Textilfirma. Die Motive für den Doppelmord sind unklar. In den letzten Jahren wurden mehrere Morde an jüdischen Türken gemeldet, doch entweder konnten die Fälle nie gelöst werden oder die Motive waren in lokalen Disputen zu suchen.
  • 22.8.2014: Im direkt am Gazastreifen gelegenen Kibbuz Nachal Oz wird der 4 Jahre alte Daniel Tragerman auf dem Weg in den Sicherheitsraum nach Auslösung eines Raketenalarms von Splittern einer palästinensischen Mörsergranate (abgefeuert vom Gelände einer Schule) getötet. Seine Eltern und Geschwister hatten es gerade noch rechtzeitig in den Bunker geschafft. Daniel spielte im Garten, als der Raketenalarm ertönte. Seine Eltern schafften es nur, seine zwei jüngeren Geschwister in Sicherheit zu bringen. Daniel erreichte den Schutzraum nicht rechtzeitig. Er wurde von Splittern getroffen und tödlich verletzt.
  • Ende August 2014. Jerusalem: Der Bürgermeister von Jerusalem hat dem Druck nachgegeben. Nir Barkat beugte sich den verbalen und schriftlichen Attacken via Postern, Flyern und Zeitungsartikeln und lässt die Jeschiwa "Hochmei Lev" schliessen. Die Religionsschule in der Hauptstadt hatte 55 ultraorthodoxe Schüler, die neben religiösen auch säkulare Fächer lernen wollten. Die Schule hatte ein Jahr lang Unterricht erteilt, die Beschimpfungen und Drohungen hatten stetig zugenommen. Letzten Endes erklärte Barkat, dass die Schule schliessen und das ihr von der Stadtverwaltung überlassene Gebäude räumen müsse. Zwar gibt es einige solcher Schulen in Israel, in Jerusalem war es jedoch die erste Jeschiwa dieser Art. Dem Druck der ultraorthodoxen Vorkämpfer konnte sie nicht standhalten.
  • Mitte September 2014: In der Stadt Dnepropetrovsk wird für 19 jüdische Paare eine Gruppenhochzeit durchgeführt. Die meisten der Paare hatten bereits eine ukrainische Ziviltrauung hinter sich, doch noch keine Chuppa oder traditionelle jüdische Hochzeit. Zehn Rabbiner zelebrierten die Trauungen auf dem Balkon des Menora Zentrums, dem für 100 Millionen Dollar errichteten Gemeindezentrum der Stadt, das 2012 seinen Betrieb aufgenommen hat. Vorbereitet auf die Zeremonie wurden die Paare von Shmuel Kaminezki, dem Oberrabbiner und Chabad-Emissär von Dnepropetrovsk, und dessen Gattin Chana.
  • 16. September 2014: Brandanschlag auf die Synagoge in der Rue de la Clinique in Anderlecht. Unbekannte hatten an vier Stellen gleichzeitig Feuer entzündet.
  • 24. September 2014: Ukraine. Das Menora-Denkmal, das sich an jener Stelle befindet, wo sich in Babi Jar, nördlich von Kiew, ein jüdischer Massenmord ereignet hatte, wurde am Erev Rosch Haschana mit Hakenkreuzen und anderen Parolen beschmiert. Das geschah etwa eine Woche vor dem 73. Jahrestag des furchtbaren Mordes in Babi Jar. Die Polizei von Kiew sammelte Indizien zur Untersuchung, während Arbeiter viel Zeit damit verbrachten, das Denkmal wieder herzustellen. Laut Bericht Nr. 101 der Einsatztruppen wurden in nur zwei Tagen, am 8. und 9. Tischri 5702, in Babi Jar 33771 Juden ermordet. Es war wahrscheinlich die grösste Mordaktion des Holocausts, die in so kurzer Zeit durchgeführt wurde. Im ganzen folgenden Jahr wurden zusätzliche 15000 Juden aus umliegenden Ortschaften nach Babi Jar gebracht und dort ermordet.
  • Ende September 2014: Ukraine. In Kiew wird die Grosse Synagoge (Great Choral Synagoge) mit einer Flaschenbombe angegriffen. Die Bombe verfehlte das Ziel und detonierte ausserhalb der Synagoge. Rettungskräften gelang es, den Brand zu löschen, ohne dass die Synagoge Schaden erlitt.
  • Ende September 2014: Über vierzig Gräber werden auf dem jüdischen Friedhof auf dem Jerusalemer Ölberg beschädigt. Die Gräber befinden sich im Teil der Gerer Chassidim des Friedhofs. Viele Grabsteine waren umgestürzt oder zerstört, und Kupferlampen sowie andere Gegenstände wurden offensichtlich gestohlen. Eines der Gräber ist dasjenige von Rabbi Yitzchok Meir Levine, einem charedischen Politiker, der für die Agudat Israel in der Knesset gesessen hatte. Die Vandalen hatten vor ihrer Tat neu installierte Überwachungskameras zerbrochen. Nach Angaben von Ortsansässigen hatten vermummte arabische Jugendliche den Friedhof verwüstet, doch soll es über eine Stunde gedauert haben, bis die Polizei eingriff.
  • 3. Oktober 2014: Auf der Insel Korsika, die unter französischer Herrschaft steht, wurden am Erev Jom Kippur in der Stadt Bastia Hakenkreuze an die Bet Meir-Synagoge gesprayt. Die korsischen Juden bilden eine relativ kleine Gemeinde. Früher gab es dort eine grosse Gemeinde, viele von ihnen verliessen Korsika aber in den letzten Jahrzehnten und zogen nach Paris und in andere europäische Städte, in denen nach dem Zweiten Weltkrieg die Gemeinden neu aufgebaut wurden. Heute (2014) gibt es auf der Insel nur einige hundert Juden. Die Gemeinde wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet, als die ersten Juden zuwanderten. Die Tat löste bei den Juden der Stadt grosse Sorge aus, da sich so etwas seit vielen Jahren nicht ereignet hatte.
  • Oktober 2014: Die französische Stadt Lille hat ihre Partnerschaft mit Saffed in Galiläa eingefroren, um Druck auf Israel auszuüben, den Konflikt mit den Palästinensern beizulegen. Lille pflegt auch eine Partnerschaft mit der palästinensischen Stadt Nablus. Roger Cukierman, Präsident der CRIF, Schirmorganisation jüdischer Institutionen in Frankreich, schrieb dazu: "Der Beschluss entspricht der hasserfüllten Haltung gegenüber dem israelischen Volk."
  • Oktober 2014: Leonard Petlakh, Vorsitzender der jüdischen Y in Brooklyn, ist von palästinensischen "Friedensaktivisten" nach einem Vorzeigespiel von NBA's Nets und Maccabi Tel Aviv angegriffen worden. Seine Nase war gebrochen und er musste an acht Stellen genäht werden. Die Nets siegten 111-94.
  • Oktober 2014: Leslie W., 48, und sein Partner Akiwa H., 56, sind von einem Frankfurter Gericht angeklagt worden, während Jahren insgesamt über 88 000 Pfund nicht-koscheres Fleisch als «glatt koscher» (besonders strikten Koschervorschriften genügend) verkauft und entsprechend überzogene Gewinne einkassiert zu haben. Berichten zufolge haben die Profite aus der betrügerischen Etikettierung eine Höhe von 710 000 Dollar erreicht. Das Urteil gegen die Besitzer der inzwischen bankrott gegangenen Metzgerei «Aviv» wird für den November 2014 erwartet. Akiwa erklärte, Rind- und Lammfleisch vom grossen Super-Discounter Metro gekauft zu haben. Die Ware hat er koscher erscheinen lassen, indem er die Adern entfernte und das Fleisch in Salzwasser gewaschen hat. Darauf wurde das Fleisch in Tüten mit Koscher-Etiketten verpackt. Quasi als Trostpflaster für die betrogenen Kunden sagte Akiwa, seine Wurstware sei stets koscher gewesen. Die ersten Berichte über die Untersuchungen erschienen bereits im Jahre 2012. Zu den Kunden zählten neben jüdischen Einzelpersonen auch eine jüdische Schule und ein jüdisches Altersheim.
  • Oktober 2014: Erstmals seit 2003 wieder Oberrabiner für Israels Hauptstadt. Der Jerusalemer Stadtrat hat erstmals seit 2003 wieder je einen sefardischen und einen aschkenasischen Oberrabbiner für die Stadt gewählt. Als sefardischer Oberrabbiner wird Shlomo Amar, Jahrgang 1948, fungieren, der ehemalige sefardische Oberrabbiner Israels von 2003-2013. Das Amt des aschkenasischen Oberrabbiners wird der als modern-orthodox geltende Aryeh Stern, Jahrgang 1944, versehen. Beide Rabbiner geniessen die Unterstützung von Bürgermeister Nir Barkat. Zusätzlich dazu war Rabbi Stern von der Partei «Das Jüdische Haus» von Wirtschaftsminister Naftali Bennett unterstützt worden, während Amar den Support der Shas-Partei genoss. «Ich beabsichtige», sagte Rabbi Stern nach Bekanntwerden seines Siegs, «als Rabbiner aller Jerusalemer zu fungieren: Der säkularen, modern-orthodoxen und Charedim gleichermassen.» Es sei ein grosses Verdienst, das Jerusalemer Rabbinat zu leiten, aber auch eine schwere Verantwortung, fügte Stern hinzu. «Ich werde sicherstellen, dass die religiösen Dienstleistungen zugänglich und freundlich und zu einem hervorragenden Modell aller anderer Rabbinate in Israel werden.»
  • 22.10.2014: Eine Patrouille der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte wurde mit Geschützfeuer und Panzerabwehrraketen an der israelisch-ägyptischen Grenze angegriffen. Eine Offizierin und ein Soldat der Zahal erlitten mittlere bis schwere Verletzungen, als ihr Jeep aus dem Sinai beschossen wurde. Der Vorfall trug sich in der Nähe der Gemeinde Izuz im Zentralnegev zu. Das Feuer wurde durch Zahal-Soldaten erwidert. Der Angriff auf die Patrouille wurde vermutlich von Drogenschmugglern verübt.
  • 22.10.2014: Die drei Monate junge Chaya Zissel Braun stirbt und acht weitere Menschen werden in Jerusalem teils schwer verletzt, als ein 20jähriger, mehrfach vorbestrafter Palästinenser aus dem Dorf Silwan mit seinem Fahrzeug vorsätzlich in eine Gruppe von Personen raste, die an einer Haltestelle im Viertel French Hill aus der Schnellbahn stiegen. Die Hamas heftete sich die «Heldentat» rasch an ihre Fahne und lobte die Tat des Terroristen, der nach Angaben des israelischen Shabak-Geheimdienstes aber keiner Organisation angehört, sondern allein gehandelt hatte. Der Schmerz der Eltern des getöteten Mädchens war umso grösser, als dass das Ehepaar jahrelang vergeblich auf ein Kind gewartet hatte. Der Attentäter wurde auf seiner Flucht von der Polizei angeschossen und erlag später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen.
  • 28. Oktober 2014: Eröffnung des Museums der Geschichte der polnischen Juden

Bücher

  • Hans Mommsen, Das NS-Regime und die Auslöschung des Judentums in Europa, Göttingen 2014
  • Iris Fishof, Jewellery in Israel, Stuttgart 2014
  • Jacques Picard, Daniel Gerson (Hrsg.), Schweizer Judentum im Wandel: Religion und Gemeinschaft zwischen Integration, Selbstbehauptung und Abgrenzung, Zürich 2014
  • Yascha Mounk, Stranger in My Own Country: A Jewish Family in Modern Germany, New York 2014
  • Aharon Appelfeld, Auf der Lichtung, Berlin 2014
  • Laura Rosenzweig, "Spy versus Spy". Jewish Review of Books, 2014
  • Eva Christina Zeller, Ruth Werfel, Irene Habalik, Margrit Brunner, Poesie-Quadriga 3, Eggingen 2014
  • Arik Brauer, Die Brauer Haggada, Wien 2014
  • Exil: Dokumente zu Hans Sahl, Frankfurt 2014
  • Ilse Macek, Friedbert Mühldorfer (Hrsg.), Dies ist mein letzter Brief. Eine Münchner Familie vor der Deportation im November 1941, 2014
  • Weltuntergang. Jüdisches Leben und Sterben im Ersten Weltkrieg, Wien 2014
  • Katja Petrowskaja, Vielleicht Esther, Berlin 2014
  • Marie Jalowicz Simon: Untergetaucht. Eine junge Frau überlebt in Berlin 1940-1945, Frankfurt am Main 2014
  • Tanja von Fransecky, Flucht von Juden aus Deportationszügen in Frankreich, Belgien und den Niederlanden, Berlin 2014
  • Joseph Roth, Stefan Zweig: Jede Freundschaft mit mir ist verderblich, Zürich 2014 (Briefwechsel aus den Jahren 1927-1938)
  • Frank Schätzing, Breaking News, Köln 2014
  • Hans Croiset, Maskenball unter den Linden, Frankfurt am Main 2014
  • Jonathan Lethem, Der Garten der Dissidenten, Stuttgart 2014
  • Kathrin Gerlof, Das ist eine Geschichte, Berlin 2014
  • Urs Faes, Sommer in Brandenburg, Berlin 2014
  • Yali Sobol, Die Hände des Pianisten, München 2014
  • Rachel Shalev, Das Israel Wimmelbuch, Berlin 2014
  • Lutz Hachmeister, Heideggers Testament. Der Philosoph, der SPIEGEL und die SS, Berlin 2014
  • Andrea Sinn, Jüdische Politik und Presse in der frühen Bundesrepublik, Göttingen 2014
  • Vera Lourié, Briefe an Dich. Erinnerungen an das russische Berlin, Frankfurt/Main 2014
  • Emmanuèle Bernheim, Alles ist gutgegangen, Berlin 2014
  • Grace Paley, Ungeheure Veränderungen in letzter Minute. - Storys, Frankfurt a. M. 2014
  • Chaim Noll, Die Synagoge, Berlin 2014 (Roman)
  • Eberhard Wolff, Medizin und Ärzte im deutschen Judentum in der Reformära, Göttingen 2014
  • Billy Crystal, 65, Berlin 2014 (Autobiografie)
  • Anne Landsman, Wellenschläge, Frankfurt/M. 2014 (jüdische Familiengeschichte aus Südafrika)
  • Jean-Michel Guenassia, Eine Liebe in Prag, Berlin 2014
  • Charles Lewinsky, Gestorben wird immer rechts, Basel 2014
  • Charles Lewinsky, Kastelau, Zürich 2014
  • Stefan Litt (Hrsg.), Jüdische Gemeindestatuten aus dem aschkenasischen Kulturraum 1650-1850, Göttingen 2014
  • Anning Lehmensiek, Juden in Worpswede, Bremen 2014
  • Hubert Dreyfus, Sean Dorrance Kelly, Alles, was leuchtet, Berlin 2014
  • David Levithan, Letztendlich sind wir dem Universum egal, Frankfurt am Main 2014
  • David Safier, 28 Tage lang, Reinbek bei Hamburg 2014
  • Marci Shore, Der Geschmack von Asche. Das Nachleben des Totalitarismus in Osteuropa, München 2014
  • Erzähl es deinen Kindern - Die Torah in fünf Bänden, Band 1 Bereschit - Am Anfang (übertragen von Hanna Liss und Bruno Landthaler), Berlin 2014
  • Clemens Heni, Kritische Theorie und Israel, 2014
  • Geordie Greig, Frühstück mit Lucian Freud, München 2014
  • Jacques Picard, René Bloch (Hrsg.), Wie über Wolken, Zürich 2014 (über die 800-jährige Geschichte der Juden in Bern)
  • Ben Aaronovitch, Der böse Ort, München 2014
  • Glenn Greenwald, Die globale Überwachung. Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen, München 2014
  • Daniela Kuhn, Welche Heimat? Zwei jüdische Lebensgeschichten. Chaviva Friedmann und Emanuel Hurwitz, Zürich 2014
  • J. L. Witterick, Das Geheimnis meiner Mutter, München 2014
  • Andreas Lehnardt (Hrsg.), Wein und Judentum, Berlin 2014
  • Lloyd Kahn, Tiny Homes on the Move. Wheels and Water, Shelter Publications, 2014
  • Jim G. Tobias, Neue Heimat Down Under. Die Migration jüdischer Displaced Persons nach Australien, Nürnberg 2014
  • David Guterson, Zwischen Menschen, Hamburg 2014
  • Karin Wilhelm, Kerstin Gust (Hrsg.), Neue Städte für einen neuen Staat. Die städtebauliche Erfindung des modernen Israel und der Wiederaufbau in der BRD, Bielefeld 2014
  • Elmar P. Ittenbach, Samuel Hirsch. Rabbiner-Religionsphilosoph-Reformer. - Rabbi-Philosopher-Reformer (dt./engl.), Berlin 2014
  • Walter und Moshe Wolff, Das eigene Leben erzählen. Geschichte und Biografie von Hamburger Juden aus zwei Generationen, Göttingen 2014
  • Chaim Miller, Turning Judaism Outward: A Biography of the Rebbe M. M. Schneerson, New York 2014
  • Adin Even-Israel Steinsaltz, "My Rebbe", Jerusalem 2014
  • Joseph Telushkin, "Rebbe": The Life and Teachings of M. M. Schneerson, the Most Influential Rabbi in Modern History, New York 2014
  • Monika Grübel, Peter Honnen (Hrsg.), Jiddisch im Rheinland. Auf den Spuren der Sprachen der Juden, Essen 2014
  • Peter Lückemeier, Werner D'Inka, Ab heute heisst du Dieter! Graumann im Gespräch, München 2014
  • Lidia Ginsburg, Aufzeichnungen eines Blockademenschen, Berlin 2014
  • Paul Auster/J. M. Coetzee, Von hier nach da. Briefe 2008-2011, Frankfurt am Main 2014
  • Volker Menke, Nur durch die Wurzel blüht auch ihr! Kinderbibeln im Lichte des christlich-jüdischen Dialogs, Berlin 2014
  • Juden in Niedersachsen auf dem Weg in die bürgerliche Gesellschaft. Vorträge des Arbeitskreises Geschichte der Juden in der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. Hrsg. von Werner Meiners und Herbert Obenaus, Göttingen 2014
  • Karin Huser, Haltet gut Jontef und seid herzlichst geküsst. Feldpostbriefe des Elsässer Juden Henri Levy von der Ostfront (1916-1918), Zürich 2014
  • Integration versus Salafismus. Identitätsfindung muslimischer Jugendlicher in Deutschland. Analysen - Methoden der Prävention - Praxisbeispiele, Schwalbach/Ts. 2014
  • Fredy Gareis, Tel Aviv - Berlin. Geschichten von tausendundeiner Strasse, München 2014
  • Ron Segal, Jeder Tag wie heute, Göttingen 2014
  • Leonardo Padura, Ketzer, Zürich 2014 (Roman über das jüdische Leben auf Kuba)
  • Alan Lareau (Hrsg.), Victor Hollaender. Revue meines Lebens. Erinnerungen an einen Berliner Unterhaltungskomponisten um 1900, Berlin 2014
  • Thomas Medicus, Heimat. Eine Suche, Berlin 2014
  • Samuel Salzborn, Antisemitismus. Geschichte, Theorie, Empirie, Baden-Baden 2014
  • Wilhelm von Sternburg, Lion Feuchtwanger. Die Biographie, Berlin 2014
  • Andreas Heusler, Lion Feuchtwanger. Münchner, Emigrant, Weltbürger, St. Pölten 2014
  • Beni Frenkel, Der Jude lacht, Zürich 2014
  • Hillel Halkin, Jabotinsky. A Life, New Haven 2014
  • Alfred Bodenheimer, Kains Opfer, Zürich 2014 (Kriminalroman, spielt im jüdischen Milieu Zürichs)
  • Friedrich Dönhoff, Ein gutes Leben ist die beste Antwort. Die Geschichte des Jerry Rosenstein, Zürich 2014
  • Volker Koop, Wer Jude ist, bestimme ich. "Ehrenarier" im Nationalsozialismus, Wien 2014
  • Der Mann, der Tacheles redet, Hildburghausen 2014 (Biographie Wolfgang Nossens)
  • Clemens P. Sidorko, Basel und der jiddische Buchdruck (1557-1612), Basel 2014
  • Luca Crippa, Maurizio Onnis, Wilhelm Brasse. Der Fotograf von Auschwitz, München 2014
  • Solomonica de Winter, Die Geschichte von Blue, Zürich 2014
  • Marcel Cohen, Raum der Erinnerung. Tatsachen, Berlin 2014
  • Peter Orner, Liebe und Scham und Liebe, München 2014
  • Arnon Grünberg, Der Mann, der nie krank war, Köln 2014
  • Karen Armstrong, Im Namen Gottes, München 2014
  • Lori Nelson Spielman, Morgen kommt ein neuer Himmel, Frankfurt am Main 2014
  • Amos Oz, Unter Freunden, Berlin 2014
  • Arndt Engelhardt, Arsenale jüdischen Wissens. Zur Entstehungsgeschichte der Encyclopaedia Judaica, Göttingen 2014
  • Christopher Benfey, Roter Sand, schwarzer Stein, weisser Ton. Eine Familiengeschichte, Wien 2014
  • Rafael Olewski, Tor der Tränen. Jüdisches Leben im Schtetl Oswieciny in Polen, Leiden unter NS-Terror und in Auschwitz, Überleben im KZ Bergen-Belsen, dort im DP-Camp und in Celle 1914-1981, Konstanz 2014
  • Friedrich-Wilhelm Marquardt, Chana Safrai, Talmud lernen. Vorträge an der Evangelischen Akademie zu Berlin 1992-2001, Bonn 2014
  • Peter von der Osten-Sacken, Chaim Z. Rozwaski, Die Welt des jüdischen Gottesdienstes. Feste, Feiern und Gebete, 2014
  • Renate Penssel, Jüdische Religionsgemeinschaften als Körperschaften des öffentlichen Rechts. Von 1800 bis 1919, Köln/Weimar/Wien 2014
  • Henry George Richter-Hallgarten, Geschichte der Dermato-Venerologie in Frankfurt am Main. Band 1. Die Beteiligung jüdischer Ärzte an der Entwicklung der Dermatologie zu einem eigenständigen Fach in Frankfurt am Main, Frankfurt am Main 2014
  • Ole Harck, Archäologische Studien zum Judentum. In der europäischen Antike und dem zentraleuropäischen Mittelalter, Petersberg 2014
  • Dana Ionescu, Samuel Salzborn, Antisemitismus in deutschen Parteien, Baden-Baden 2014
  • Meir Shalev, Zwei Bärinnen, Zürich 2014
  • Rechtfertigungen des Unrechts. Das Rechtsdenken des Nationalsozialismus in Originaltexten, hrsg. von Herlinde Pauer-Studer und Julian Fink, Berlin 2014
  • Bettina Schaefer (Hrsg.), Ich bleibe Optimist, trotz allem, Hamburg 2014 (Geschichten und Aussagen über Noach Flug)
  • Oliver Polak, Der jüdische Patient, Köln 2014
  • Yishai Sarid, Alles andere als ein Kinderspiel, Zürich/Berlin 2014
  • Cynthia Ozick, Miss Nightingale in Paris, München 2014
  • Maria Inés Kremer, Sangre Kosher, Zürich 2014
  • Yankev Glatshteyn, Emil und Karl, Berlin 2014
  • Hans Keilson, Tagebuch 1944. Und 46 Sonette, Frankfurt am Main 2014
  • Mirjam Zadoff, Der rote Hiob. Das Leben des Werner Scholem, München 2014
  • Ralf Hoffrogge, Werner Scholem. Eine politische Biographie, Konstanz 2014
  • Harvey Kubernik, Leonard Cohen: Everybody Knows, London 2014
  • Hamed Abdel-Samad, Der islamische Faschismus, München 2014
  • Dominique Manotti, Madoffs Traum, Hamburg 2014
  • Szilárd Borbély, Die Mittellosen, Berlin 2014
  • Dirk Kämper, Kurt Landauer, Zürich 2014
  • Ned Beauman, Glow, Hamburg 2014

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