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2008
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Ereignisse
- Anfang Nov. 2008: der stellvertretende israelische UN-Botschafter Dani Carmon verurteilt in scharfer Form auf der UN-Vollversammlung den Menschenrechtsrat der Weltorganisation; zur Debatte stand der Jahresbericht des in Genf ansässigen Gremiums: „Manchmal besteht die Tragödie nicht in dem Leid, das wir erleiden, sondern in den Gelegenheiten, die wir verpassen. Und der heutige Bericht ist ein klares Zeugnis der verpassten Gelegenheiten des Menschrechtsrats und, so darf ich sagen, der internationalen Gemeinschaft insgesamt. Wir alle sind Zeugen einer UN-Menschenrechtskörperschaft, die Israel in einer besessenen und diskriminierenden Weise ins Visier nimmt. Nur ungläubig können wir zuschauen, wie der Rat Menschenrechtsverletzungen auf der ganzen Welt ignoriert und dabei den skrupellosesten, schimpflichsten Diktatoren der Welt bestenfalls mit Schweigen, schlimmstenfalls mit Lob begegnet. Seit wir den letztjährigen Bericht betrachtet haben, hat der Menschenrechtsrat eine Reihe von sieben Resolutionen zur Verdammung Israels verabschiedet. Kein anderes Land unter den 191 Mitgliedern der UNO ist das Ziel solch negativer und grundloser Aufmerksamkeit. Jede Erklärung gegen Israel ist bar jeglichen Anscheins von Objektivität – der Objektivität, auf der der Rat eigentlich basieren sollte ... Es gibt Millionen von Menschen auf diesem Planeten, die unter dem Joch der Unterdrückung leben, die nach dem Schutz durch den Menschrechtsrat schreien. Der Rat selbst wurde geschaffen, um diese Bitten zu hören, um eine hellere Alternative für die am meisten Entrechteten dieser Welt zu bieten. Aber aus politischen Gründen steht die Obsession des Rats mit Israel seinem wirklichen Potential im Wege. Der Bericht, den wir heute prüfen, spiegelt einen Menschenrechtsrat wider, der weiterhin dabei versagt, die grundlegenden Standards der Menschenrechte in unparteilicher, universeller, nicht-selektiver und objektiver Weise aufrechtzuerhalten. In dem Jahr, in dem wir den 60. Jahrestag der UN-Menschenrechtserklärung feiern, wirft die Arbeit des Menschenrechtsrats einen dunklen Schatten auf die Verpflichtung der internationalen Gemeinschaft gegenüber den wahren Prinzipien der Menschenrechte“
- 11.11.2008: Jerusalem bekommt wieder einen säkularen Bürgermeister: Der unabhängige Kandidat Nir Barkat (geb. 19.10.1959) setzt sich bei den Kommunalwahlen in der israelischen Hauptstadt mit 52% gegen seinen ultraorthodoxen Rivalen Meir Porush von Yahadut Hatorah durch, der aber immerhin 43% der Stimmen erhielt. Barkat trat sein Amt am 3. Dezember 2008 an.
- 26.11.2008: gross angelegte islamistische Terroranschläge in Mumbai (Bombay) mit 174 Toten und ca. 300 Verletzten, einer der Schauplätze war das Chabad-Zentrum an der Hormusiji-Strasse 5 (Nariman-Haus), wo 9 Menschen sterben mussten, u. a. Rabbi Gavriel und Rivka Holtzberg (die das Gemeindezentrum aufgebaut haben; ihr zweijähriger Sohn Moseh Zvi wurde von einem indischen Hausmädchen gerettet), Rabbi Leibish Teitelbaum, Bentzion Chroman, Yocheved Orpaz und Norma Shvarzblat Rabinovich
- Mitte Dezember 2008: schwerer Busunfall vor Eilat; ein Bus, der russische Touristen aus St. Petersburg vom Flughafen Eilat in die Stadt bringen sollte, verunglückte drei km vor Eilat; der arabische Fahrer hatte einen anderen Bus inmitten einer Kurve überholt und verlor dabei die Kontrolle über das Fahrzeug; der Bus stürzte in eine 60 m tiefe Schlucht, wobei 26 Menschen ums Leben kamen und 30 verletzt wurden, einige von ihnen schwer
- ab 27.12.2008: Operation "Gegossenes Blei" ("Cast Lead"), militärischer Überraschungsangriff und nachfolgende Militäroperationen der israelischen Luftstreitkräfte gegen Einrichtungen der Hamas im Gazastreifen als Antwort auf den Dauerbeschuss israelischer Städte mit Raketen- und Mörsergranaten aus dem Gaza-Streifen; schnell weiteten sich die Militäroperationen zu einem regelrechten Krieg aus, der 3 Wochen anhielt und in einen kaum eingehaltenen Waffenstillstand überging: Resultat bis dahin: ca. 1200 Tote
Bücher
- Michael Kühntopf, Juden, Juden, Juden. Jüdische Chronik zu Juden, Judentum, jüdischer Geschichte und Geschichte des Heiligen Landes, der Heiligen Schrift(en) sowie zur Geschichte Israels, des Antijudaismus, Antisemitismus, der Shoah und des Zionismus von den Anfängen bis in die Gegenwart, vermehrt um die wichtigsten Titel zur jüdischen Bibliographie und allerlei Wissenswertes und Kurioses aus der jüdischen (und nichtjüdischen) Welt – teilweise ergänzt um Angaben zu geschichtlichen Ereignissen von allgemeiner Bedeutung, 3 Bände, Norderstedt 2008
- Gershon David Hundert, The Yivo Encyclopedia of Jews in Eastern Europe, 2 Bände, Yale University Press
- Ron Epstein-Mil, Die Synagogen der Schweiz, Zürich 2008
- Friederike v. Moellendorff, Die Musik des jiddischen Theaters, München 2008
- Michael Borgstede, Leben in Israel, München 2008
- Miriam Rürup, Ehrensache. Jüdische Studentenverbindungen an deutschen Universitäten 1886-1937, Göttingen 2008
- Jens Hoffmann, Das kann man nicht erzählen. Aktion 1005 – Wie die Nazis die Spuren ihrer Massenmorde in Osteuropa beseitigten, Hamburg 2008
- Richard Faber, Deutschbewusstes Judentum und jüdischbewusstes Deutschtum, Würzburg 2008
- Die israelische Soziologin und Doktorandin Tal Nitzan veröffentlicht eine später durch die Hebrew University preisgekrönte "Studie", in der sie ernsthaft den Nachweis versucht, dass die Tatsache, dass israelische Soldaten Palästinenserinnen nicht (!) vergewaltigen, Ausdruck eines besonderen Rassismus sein soll