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2006

Aus Jewiki
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Ereignisse

  • 26. November 2006: Die jüdische Lauder Chabad-Schule in Wien-Leopoldstadt wird von einem 24-jährigen Touristen aus Kroatien verwüstet; weit nach Mitternacht drang er mit einer Eisenstange, die er von einer Baustelle entwendet hatte, ins Gebäude ein und liess seiner Zerstörungswut freien Lauf, 162 Fensterscheiben gingen zu Bruch, zahlreiche Türen, Toiletten- und Waschräume wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen; „Es sind zu viele Juden in diesem Land“, gab der Mann nach seiner Festnahme zu Protokoll
  • 11.12.2006-12.12.2006: In Teheran findet, organisiert vom Ministerium für Politische und Internationale Studien (IPIS) und mit Billigung und Unterstützung von Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad, eine „Holocaustkonferenz“ statt, die die „Wahrheit“ über den Holocaust herausfinden soll, in Wirklichkeit aber eine reine Show-Veranstaltung der Gemeinde der bekannten (z. B. Robert Faurisson, der frühere französische Literaturprofessor, der wegen Leugnung des Holocausts mehrfach verurteilt worden war, oder der Amerikaner David Duke, Chef des rassistischen Geheimbundes Ku Klux Klan) und unbekannten Holocaust-Leugner und -verharmloser zum Zwecke der politischen Instrumentalisierung für die merkwürdigen Absichten Irans darstellt. Stars der Veranstaltung waren fünf orthodoxe Rabbiner, Mitglieder der den Staat Israel ablehnenden Neturei Karta, überwiegend aus Amerika. Sie trugen Anhänger mit dem Motto „Jude, nicht Zionist“. Rabbi Mosche David Weiss aus New York schlug eine „friedliche Auflösung Israels“ vor. Rabbi (oder besser: Rabbinerdarsteller) Moische Ayre Friedman aus Wien, eine sehr zweifelhafte Figur, mit der die Juden Österreichs nichts zu schaffen haben wollen, der sich als „alter Freund der islamischen Republik Iran“ bekannte, sagte: „Das Land Palästina gehört nicht den Juden“. „Hunderttausende Juden auf Erden beteten für die Auflösung oder Zerstörung (sic!) Israels“. Für ihn ist der Holocaust eine „erfolgreiche historische Fiktion“. Die Versammlung in Teheran hat sich den Titel gegeben „Studium der Massenvernichtung, eine globale Perspektive“ bzw. „Studien zum Holocaust: Die Sicht der Welt“, und das Ziel der Konferenz sei die Aufdeckung „verborgener und offener Aspekte“. Dazu passt es gut, dass man Personen, die auf der Konferenz gegenteilige Meinungen äussern wollten, erst gar nicht hatte einreisen lassen oder anderweitig fernhielt. Bereits in den Monaten, die der „Konferenz“ vorangingen, hatte der iranische Präsident immer wieder die Ermordung von Millionen Juden während des Zweiten Weltkriegs in Frage gestellt. Den europäischen Staaten warf er vor, mit Hilfe des „Mythos vom Holocaust“ Israels Gründung im Jahr 1948 erzwungen zu haben.
  • 23.12.2006: Grösster Ecstasy-Händler der Welt am Strand verhaftet: Der Mann wurde per Haftbefehl in den USA, Israel, Brasilien und Uruguay gesucht. Nun wurde der 35-jährige Israeli El Al Joram verhaftet, als er einen Strandspaziergang im Nobelviertel Ipanema in Rio de Janeiro machte. Die Festnahme war das Ergebnis einer gemeinsamen Aktion der Behörden der vier Länder gewesen, teilte ein Sprecher der Bundespolizei in Rio mit. Der Drogendealer war den Angaben zufolge unter anderem für den grössten Transport von Ecstasy in die USA verantwortlich. Die US-Antidrogenbehörde DEA stellte 2004 rund 1,4 Millionen Pillen sicher. Der Israeli war bereits im Jahr zuvor in Uruguay festgenommen worden, konnte aber wenige Tage später nach Brasilien fliehen.
  • 30.12.2006: Saddam Hussein in den frühen Morgenstunden bei Bagdad durch den Strang hingerichtet, nachdem er wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zum Tode verurteilt und eine Berufung gegen dieses Urteil abgelehnt worden war. Ein illegal mitgeschnittenes Video der kompletten Exekution kursiert Stunden später im Internet und kann seither von jedermann angeschaut werden.

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