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1969

Aus Jewiki
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Ereignisse

  • Seit 1969: Israel. Die Zahl der Auswanderer (v. a. in die USA) übersteigt die Zahl der Einwanderer
  • 15.1.1969: Meret Becker in Bremen geboren, deutsche Schauspielerin und Sängerin; sie ist die Tochter von Monika Hansen und Rolf Becker, die Stieftochter von Otto Sander und die Schwester von Ben Becker; dem breiten deutschsprachigen Publikum fiel sie zunächst in "Kleine Haie" auf, aber wie auch im folgenden "Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief" ist sie mehr auf die "Aschenputtel"-Rollen festgelegt, was sie selbst jedoch nicht als Manko empfindet; in einem Interview darauf angesprochen, antwortete sie, dass sie zwar schon reiche, verzogene Mädchen gespielt habe, "aber nach reichem Elternhaus sehe ich irgendwie nicht aus. Das liegt an den Zähnen, glaube ich. Die haben etwas Rattiges" (Westdeutsche Zeitung, 15. September 2004); an der Seite ihres Bruders Ben Becker stellte Meret Becker 1995 in dessen Theaterstück Sid & Nancy die selbstzerstörerische Nancy Spungen dar; Meret Beckers Grossmutter war die Komikerin Claire Schlichting; Becker war von 1996 bis 2002 mit Alexander Hacke verheiratet; sie haben eine Tochter; als Becker eine Beziehung mit Danny Bruder von "Das Department" einging, trennte sie sich 2000 von Hacke
  • 20.1.1969-9.8.1974: Richard M. Nixon 37. US-Präsident
  • 12.2.1969: Darren Aronofsky geboren in Brooklyn, NY, US-amerikanischer Filmregisseur und Drehbuchautor; Aronofsky war mit Rachel Weisz verlobt, mit der er einen Sohn hat; 2010 gab Rachel Weisz die Trennung bekannt
  • 5.3.1969: Gustav Heinemann (SPD) dritter Bundespräsident der BRD
  • 19.4.1969: Susan Polgar (eigentlich Zsuzsanna Polgár) in Budapest geboren, ungarisch-amerikanische Schachspielerin; sie gilt als eine der spielstärksten Schachspielerinnen der Geschichte; Zsuzsa Polgár erlernte bereits sehr früh das Schachspiel und wurde, wie ihre jüngeren Schwestern Zsófia und Judit, von ihrem Vater László Polgár trainiert; 1973 gewann sie als Vierjährige die Budapester Mädchenmeisterschaft der Unter-11-Jährigen mit zehn zu null Punkten; im gleichen Jahr komponierte sie ihr erstes Schachproblem; 1991 wurde ihr der Grossmeistertitel vom Weltschachbund FIDE verliehen; 1993 scheiterte sie im Kandidatenturnier gegen die georgische Grossmeisterin Nana Iosseliani erst nach Losentscheid; doch von 1996 bis 1999 war sie Schachweltmeisterin; sie gewann den Titel durch einen Wettkampfsieg mit 8,5-4,5 gegen Xie Jun; zur Titelverteidigung trat sie nicht an, weil sie gerade Mutter geworden war und eine Terminverlegung beantragt hatte; der Weltschachbund FIDE akzeptierte diese Forderung nicht und erkannte ihr den Titel ab; in einem Prozess vor dem Internationalen Sportgerichtshof wurden ihr dafür 25.000 US-Dollar Schadensersatz zugesprochen; Susan Polgár betreibt eine Schachschule (Polgar Chess Center) in New York und gründete 2002 die Susan Polgar Foundation, die sich der Förderung des Jugendschachs widmet; an der Texas Tech University leitet sie seit 2007 das Susan Polgar Institute for Chess Excellence; sie veröffentlichte mehrere Lehrbücher und -videos über Schach; bei der Schacholympiade 2004 in Calvià führte sie das Team der USA zur Silbermedaille und gewann eine Goldmedaille für das beste Einzelergebnis; am 1. August 2005 stellte sie in Palm Beach Gardens einen Weltrekord im Simultanschach auf; sie spielte gleichzeitig gegen 326 Spieler und gewann in 16,5 Stunden 309 Partien bei 3 Niederlagen und 14 Remis; der Rekord wurde inzwischen von Kiril Georgiew überboten; ihre letzte Elo-Zahl stammt aus dem Januar 2005 und beträgt 2577; seitdem hat sie keine bewertete Partie mehr gespielt und gilt daher momentan als inaktiv; in der aktuellen Weltrangliste, die von ihrer Schwester Judit angeführt wird, stünde sie damit auf Platz 3 (Stand September 2010) der Damen; des Weiteren spricht Zsuzsa Polgár Esperanto; 1994 heiratete sie Jacob Shutzman und hat mit ihm zwei Kinder; in zweiter Ehe ist sie seit Mai 2007 mit Paul Truong verheiratet
  • 28.4.1969: Frankreichs de Gaulle tritt zurück (Nachfolger: Pompidou)
  • 23.6.1969: Achinoam Nini in Tel-Aviv geboren, vor allem auch international sehr erfolgreiche israelische Sängerin und Liedermacherin; ausserhalb Israels ist sie auch unter ihrem Kurznamen Noa bekannt; in Israel als Kind jemenitischer Juden geboren, lebte sie zwischen ihrem zweiten und 17. Lebensjahr in der New Yorker Bronx; sie kehrte nach Israel zurück, um dort den auch für Frauen obligatorischen zweijährigen Militärdienst abzuleisten; danach begann sie ein Studium an der Rimon School, einer Musikhochschule für Jazz und zeitgenössische Musik in Ramat haScharon, wo sie den Gitarristen Gil Dor, ihren langjähren musikalischen Partner kennen lernte; alle bisher erschienenen Alben hat sie mit Gil Dor gemeinsam produziert oder komponiert; die Musik-Stile dieses Erfolgs-Duos umfassen Pop, Rock, Blues, R&B, Country, Country Western, Folk, Yemenite & Italian folk; Noa hat eine grosse Anzahl Lieder eingespielt, darunter solche in Italienisch, Französisch, Spanisch, Englisch, Arabisch, Hebräisch, in Thai, Hindi, im jemenitisch-jüdischen Dialekt, auch jüdische und christlichen Gebetstexte, ggf. übersetzt in Hebräisch oder Englisch; sie hatte gemeinsame Auftritte oder Einspielungen mit (u. a.) Sting, Stevie Wonder, Carlos Santana, Sheryl Crow, George Benson, Johnny Clegg, Zucchero, Peter Maffay, Pino Daniele, Rita Marcotulli, Rita Kleinstein, Massimo Ranieri, Carlo Fava, Florent Pagny, Jean-Jacques Goldman, Khaled, Amine, Lokua Kanza, Jorge Drexler, Joan Manuel Serrat, Mira Anewr Awad, Meir Banai Miguel Bose, Donovan, Maurane, Éric Serra, Pascal Obispo, Patrick Bruel, Mike Mainieri, Chava Alberstein, Gil Dor, Gil Ofarim Nini Band, Solis String Quartet, Al Di Meola oder Bustan Abraham; sie setzt sich immer wieder für den Frieden in Nahost ein; so stand sie auch mit Jitzchak Rabin kurz vor dessen Ermordung auf der Bühne einer Friedenskundgebung in Tel-Aviv (4. November 1995); Achinoam Nini ist mit Asher Barak, einem Kinderarzt, verheiratet und hat zwei Kinder: Ayehli und Enea; - Diskografie (Auswahl): Achinoam Nini and Gil Dor Live (Juli 1991); Achinoam Nini and Gil Dor (September 1993); Noa (März 1994); Calling (Mai 1996); Achinoam Nini (April 1997); Achinoam Nini & the Israel Philharmonic Orchestra (April 1998); Blue Touches Blue (März 2000); First Collection (März 2001); Now (September 2002); Noa Gold (Oktober 2003); Noa Live (Oktober 2005); Live In Israel (International) (April 2006); Genes & Jeans (März 2008)
  • 21. Juli 1969: Der amerikanische Astronaut Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond.
  • 15.-18. August 1969: Woodstock-Festival auf dem Höhepunkt der amerikanischen Hippiebewegung Flowerpower mit einer halben Million Teilnehmer
  • 21. August 1969: Hartnäckig hält sich die Lüge, Israel habe 1969 versucht, die Al-Aksa-Moschee niederzubrennen. Die Bereitwilligkeit, mit der die arabische Seite Falschmeldungen propagandistisch ausschlachtet, trat überdeutlich zu Tage, als Nasser und andere arabische Führer zum Heiligen Krieg gegen Israel aufriefen, nachdem ein Brandstifter am 21. August 1969 Feuer in der Al-Aksa-Moschee gelegt hatte. Bei dem Mann handelte es sich um einen Touristen namens Michael Rohan, einen australischen Christen, der sich schuldig bekannte. Er wurde vor Gericht gestellt und für geisteskrank befunden.
  • 1. September 1969: Oberst Gadhafi putscht sich in Libyen an die Macht
  • 8. September 1969: Die israelischen Botschaften in Den Haag und Bonn sowie das El Al-Büro in Brüssel werden beinahe gleichzeitig mit Bomben und Granaten angegriffen. In Brüssel werden drei El Al-Angestellte und ein Kunde verletzt.
  • 21. Oktober 1969: Willy Brandt (SPD) Bundeskanzler der BRD
  • 2.11.1969: Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs darf das israelische Fernsehen erstmals am Schabbat-Abend auf Sendung gehen; die Mitglieder der Knesset hatten sich mehrheitlich dagegen ausgesprochen
  • 30. November 1969: Chris Weitz in New York geboren, US-amerikanisch-jüdischer Drehbuchautor, Regisseur, Produzent und Schauspieler; er ist der Sohn von Susan Kohner und der jüngere Bruder von Paul Weitz; er studierte Englische Literatur am Trinity College in Cambridge, England; wichtigste Filme: „Antz“ (1998); „American Pie“ (1999, Teenager-Komödie); „About a Boy“ (2002, mit Hugh Grant)
  • 20.12.1969: Alain de Botton in Zürich geboren, in London lebender Schriftsteller, Journalist und TV-Produzent aus alter sephardischer Familie; in seinen Büchern verbindet er Alltagsthemen mit philosophischen Betrachtungen; Alain de Botton ist der Sohn des Bankiers Gilbert de Botton (1935−2000) und dessen erster Gattin Jacqueline Burgauer; der Ehe entstammt auch eine Tochter; Botton verbrachte die ersten zwölf Jahre seines Lebens in der Schweiz, wo sein Vater für die Rothschild Bank AG Zürich arbeitete; Alain de Botton studierte von 1988 bis 1990 Geschichte und Philosophie am Gonville and Caius College der englischen Universität Cambridge und schloss sein Studium 1992 mit dem Grad eines Master im Fach Philosophie ab; Botton ist Besitzer der Produktionsfirma Seneca Productions, die Dokumentationen produziert, die hauptsächlich auf seinen eigenen Texten basieren; zurzeit lebt Botton mit seiner Gattin Charlotte (geborene Neser), die er 2003 heiratete, und seinen beiden Söhnen Samuel (geb. 2004) und Saul (geb. 2006) in London; regelmässig schreibt Botton in englischen Zeitungen und unternimmt Lesereisen; Werke: Essays in Love, 1993 (dt. Versuch über die Liebe); The Romantic Movement, 1994 (dt. Romantische Bewegung. Sex, Shopping, Liebesroman); Kiss & Tell, 1995 (dt. Isabel); How Proust can change your life, 1997 (dt. Wie Proust Ihr Leben verändern kann); Consolations of Philosophy, 2000 (dt. Trost der Philosophie); The Art of Travel, 2002 (dt. Kunst des Reisens); Status Anxiety, 2004 (dt. StatusAngst); The Architecture of Happiness, 2006 (dt. Glück und Architektur. Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein); -- Auszeichnungen: Prix Européen de L'Essai „Charles Veillon“ (2003)
  • 24.12.1969: Am 24. Dezember 1969 besetzte ein Mossad-Kommando innerhalb von drei Stunden eine sieben Tonnen schwere sowjetische P-12-Radarstation der ägyptischen Flugabwehr, die auch Flugzeuge im Tiefstflug erfassen konnte, und brachte sie mitsamt der entführten Besatzung von vier ägyptischen Technikern nach Israel.
  • 1969-1974: Premierministerin Israels: Golda Meir als Nachfolgerin von Levi Eshkol
  • 1969-1988: Werner Nachmann Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland. Werner Nachmann wurde am 12. August 1925 in Karlsruhe geboren. Nach seiner Emigration im Jahre 1938 kehrte er 1945 in seine Heimatstadt zurück, war mittelständischer Unternehmer, der mit Schrott und Textilien handelte. Nach seinem Tod am 21. Januar 1988 in Karlsruhe wurde (höchstwahrscheinlich zu Recht) der Verdacht erhoben, Nachmann habe während seiner Amtszeit als Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland in den Jahren 1981 bis 1987 über 30 Millionen Mark veruntreut. Der Verbleib der hauptsächlich aus Zinserträgen von Wiedergutmachungszahlungen bestehenden Gelder blieb weitgehend ungeklärt.
  • 1969-1998: Pinchas Hirschsprung aschkenasischer Grossrabbiner Montreals 1969 bis zu seinem Tod 1998

Bücher

  • C. Larcher, Etudes sur le livre de la Sagesse, Paris 1969
  • I. Christiansen, Die Technik der allegorischen Auslegungswissenschaft bei Philon von Alexandrien, Tübingen 1969
  • Ch. Albeck, Introduction to the Talmud, Babli and Yerushalmi, Tel Aviv 1969 (hebr.)
  • J. Bowker, The Targums and Rabbinic Literature, Cambridge 1969
  • J. Fraenkel, Rashi's Methodology in his Exegesis of the Babylonian Talmud, Jerusalem 1969 (hebr.)
  • G. Wigoder, The Meditation of the Sad Soul, translated and with an introduction, London 1969
  • A. M. Naftal, Ha-Talmud we-Jotsraw, 5 Bände, Tel Aviv 1969-1979

Zeitungen und Zeitschriften