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1968

Aus Jewiki
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Ereignisse

  • 15. Oktober 1968: Die PLO lehnt die Resolution 242 vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit der Erklärung ab, dass die „Durchführung besagter Resolution zum Verlust aller Hoffnungen auf Frieden und Sicherheit in Palästina und im Nahen Osten“ führe, während Israel betont hatte, die Resolution anzuerkennen und mit den arabischen Staaten zu Übereinkünften kommen zu wollen.
  • Dezember 1968: Im Dezember 1968 kaperten Mossad-Agenten acht Raketenboote, die im französischen Cherbourg für Israel gebaut worden waren, die Präsident Charles de Gaulle aber nicht ausliefern lassen wollte; im November 1968 verschwand der 1142 BRT-Uranfrachter „Scheersberg A“ auf dem Weg von Antwerpen nach Genua spurlos; es wird angenommen, dass er den Schnellbooten auf ihrem Weg nach Israel als Versorgungsschiff diente und gleichzeitig Uraninit nach Israel transportierte
  • 1968-1970: Der Abnützungskrieg fordert einen hohen Preis, doch Israel trotzt der Herausforderung. Trotz ihrer schweren Niederlage im Sechs-Tage-Krieg verzichten die Ägypter fortan nicht auf Waffengewalt gegen Israel. Immer wieder greifen sie die israelischen Truppen am Suez-Kanal an. Nasser glaubte, dass Israel einen länger anhaltenden Krieg nicht durchhalten könne, da der Grossteil des israelischen Heeres aus Reservestreitkräften bestand. Seiner Ansicht nach konnte Israel die wirtschaftlichen Folgen eines solchen Dauermobilmachens nicht über längere Zeit verkraften, und die ständigen Kampfhandlungen würden, so hoffte er, die Moral der Israelis untergraben. Am 8. März 1969 erklärt Präsident Nasser die seit Juni 1967 bestehende Waffenruhe für beendet und schürt von da an die Grenzkonflikte, die sich zu einem täglich stattfindenden Zermürbungskrieg (Milchemet HaChatascha) entwickeln. In der konsequenten Durchführung unterscheidet sich die ägyptische Aggression deutlich von den häufigen, doch eher punktuellen Feindseligkeiten an den übrigen Grenzen Israels. Der Krieg der Ägypter dauert ein Jahr und fünf Monate bis zum 7. August 1970. Nach schwerem Artilleriebeschuss der am Suez-Kanal stationierten israelischen Soldaten setzt Israel im Sommer 1969 Flugzeuge gegen die ägyptischen Truppen ein. Erst danach gehen die ägyptischen Angriffe zurück. Ausserdem dringt die israelische Armee mehrmals tief auf ägyptisches Gebiet vor. Zu den kühnsten Unternehmen der Israelis gehören ein Angriff auf die befestigte Insel Ganim im Golf von Suez und die Erbeutung einer sowjetischen Radaranlage, die samt ihren ägyptischen Bedienern aus Ägypten ausgeflogen wird. Bei den ständigen Gefechten erleiden beide Kriegsparteien hohe Verluste. Auf die Besorgnis der Bevölkerung antwortet Moshe Dayan im August 1969 mit folgenden Worten: »Als der Schöpfer zum jüdischen Volk sagte: "Fürchtet euch nicht, Knechte Jakobs", hat er ihm keine Versicherungspolice gegeben. Vielmehr ist uns ein ständiger Kampf vorbestimmt, und wir dürfen der Furcht nicht nachgeben.« Im August 1970 waren die dauerhaften Bemühungen der USA, ein Interimsabkommen zu schliessen, das den Kanal öffnen und einen Teilabzug der Truppen erreichen sollte, erfolgreich. Israel verlor im blutigen Zermürbungskrieg 15 Kampfflugzeuge, von denen die meisten von Flugabwehrgeschützen und -raketen abgeschossen wurden. Auf israelischer Seite fielen 1 424 Soldaten, ausserdem kamen über 100 Zivilisten ums Leben; weitere 2 000 Soldaten und 700 Zivilisten wurden verletzt.

Bücher

  • M. Philonenko, Joseph et Aséneth, Leiden 1968
  • H. Schreckenberg, Bibliographie zu Flavius Josephus, Leiden 1968
  • A. G. Wright, The Literary Genre Midrash, Staten Island, New York 1968
  • W. G. Braude, Pesikta Rabbati. Discourses for Feasts, Fasts, and Special Sabbaths, 2 Bände, New Haven/London 1968
  • S. A. Wertheimer, Bate Midraschot I, Jerusalem 21968 (Hekhalot Rabbati)
  • E. E. Urbach, The Tosafists: Their History, Writings and Methods, Jerusalem 31968 (hebr.)
  • J. Schlanger, La philosophie de Salomon ibn Gabirol, Leiden 1968
  • J. Dan, The Esoteric Theology of Askenazi Hasidism, Jerusalem 1968 (hebr.)
  • G. Fohrer, Das Alte Testament (drei Teile in 2 Bänden), Gütersloh 1968-1970
  • Karl-Heinrich Rengstorf und Siegfried von Kortzfleisch (Hrsg.), Kirche und Synagoge. Handbuch zur Geschichte von Christen und Juden, 2 Bde., Stuttgart 1968 ff.
  • Biblia Hebraica Stuttgartensia (BHS) (Karl Elliger, Wilhelm Rudolph), 1968 ff.
  • A. Diez-Macho, Neophyti I. Targum palestinese MS de la Biblioteca Vaticana, Madrid-Barcelona 1968 ff.

Zeitungen und Zeitschriften

  • Seit 1968: Frankfurter jüdisches Gemeindeblatt (6 Frankf./M., Hebelstr. 17), monatlich