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1965

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Ereignisse

  • 1965: Zweites Vatikanisches Konzil. Erst jetzt wird in Nostra Aetate die Behauptung jüdischer Schuld am Tod Jesu verworfen.
  • Nach 1965: Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen in Deutschland. Etwa ab 1965 begann die Holocaustleugnung mit der „Auschwitzlüge“. Dieser Begriff wurde im Zusammenhang mit Wahlerfolgen der NPD propagiert. Ihr Ziel war der „Nachweis“, dass der Holocaust eine „Erfindung“ „der Juden“ sei, um Deutschland als Tätervolk zu brandmarken und politisch-finanzielle Reparationen zu „erpressen“. Dieses Motiv gehört seitdem zum Standardrepertoire des deutschen Rechtsextremismus. Besondere Aufmerksamkeit erregte 1988 Fred Leuchter mit seinem Versuch, die Gaskammern wegzuerklären. Weiter verbreitet ist heute die Relativierung der nationalsozialistischen Verbrechen. Dabei wird die Besonderheit des Holocaust bestritten, indem seine historischen Ursachen verallgemeinert oder umgedeutet werden. Ernst Nolte löste 1986 einen Historikerstreit aus mit der These, die deutschen Konzentrationslager seien eine Reaktion auf Stalins massenvernichtende Gulags und Umsiedlungspolitik gewesen. Begünstigt wurde dieser Geschichtsrevisionismus durch historische Ansätze, die eher auf die Unterschiede als die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Erscheinungsformen von Judenfeindlichkeit pochten. Diese Differenzierung trug zur Verharmlosung bei: Heute tarnen Antisemiten ihre prinzipielle Judenfeindschaft oft als Antijudaismus, Antizionismus oder allgemeine Kapitalismuskritik und setzen sich vom Nationalsozialismus ab. Doch ihre Ideologien enthalten oft Motive, die bekannten antisemitischen Stereotypen sehr ähneln. Im Zusammenhang der Kollektivschuld-Debatte wurde erstmals die Forderung laut, die Vergangenheit zu den Akten zu legen. Diese Mentalität ist seitdem gewachsen und zeigt sich fast jedes Mal, wenn die Nazizeit öffentlich thematisiert oder berührt wird, z. B. im Streit um die Wehrmachtsausstellung, die 1995 bis 1998 und 2001 bis 2004 die aktive Teilnahme der Wehrmacht und ihre Kooperation mit der SS bei der Judenvernichtung nachwies; im Streit um Zwangsarbeiter-Entschädigungen (hier zeigte sich eine unzureichende Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit bei vielen Unternehmungen, die Zahlungen zunächst verweigerten); im Streit um das Denkmal für die ermordeten Juden Europas (Berlin): Nachdem Opferverbände erfuhren, dass eine Tochterfirma der IG Farben am Bau des Mahnmals beteiligt war, zogen sie ihre Unterstützung dafür zurück. Hinzu kamen weitere Debatten im Zusammenhang verschiedener Affären, oft ausgelöst durch Einzeläusserungen, in denen die fortdauernde Problematik des Umgangs mit der NS-Vergangenheit sichtbar wurde.
  • 1965/1966 Syrien nimmt von den Golanhöhen aus, die sich etwa hundert Meter über Galiläa erheben, immer wieder israelische Gehöfte und Dörfer unter Beschuss.

Bücher

  • C. Burchard, Untersuchungen zu Joseph und Aseneth, Tübingen 1965
  • J. N. Epstein-E. Z. Melamed, Mekhilta d' Rabbi Sim'on b. Jochai, Jerusalem 1965
  • J. Theodor-Ch. Albeck, Midrash Bereshit Rabba. Critical Edition with Notes and Commentary, Jerusalem 21965 (hebr.)
  • J. Schirmann, New Hebrew Poetry from the Genizah, Jerusalem 1965 (hebr.)
  • A. Mirski, Reschit ha-Pijjut, Jerusalem 1965
  • Z. M. Rabinowitz, Halakha and Aggada in the Liturgical Poetry of Yannai, Tel Aviv 1965 (hebr.)
  • G. Scholem, Jewish Gnosticism, Merkabah Mysticism, and Talmudic Tradition, New York 21965
  • Sefer ha-Zohar al Chamischa Chumsche Tora, 21 Bände, Tel Aviv 1965
  • J. Ben-Shlomo, The Mystical Theology of Moses Cordovero, Jerusalem 1965 (hebr.)
  • V. Reichert, The Tahkemoni of Judah Alharizi, Jerusalem 1965 (teilw. engl. Übersetzung)
  • B. Kosovsky, Otsar Leschon ha-Tannaim. Concordantiae verborum quae in Mechilta d'Rabbi Ismael reperiuntur, 4 Bde., Jerusalem 1965-1969
  • J. Neusner, A History of the Jews in Babylonia, 5 Bände, Leiden 1965-1970
  • A. B. Hyman, The Sources of Yalkut Shimeoni, 2 Bde., Jerusalem 1965-1976 (hebräisch)

Zeitungen und Zeitschriften