Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

1959

Aus Jewiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Portal Geschichte | Portal Biografien | Aktuelle Ereignisse | Jahreskalender

| 19. Jahrhundert | 20. Jahrhundert | 21. Jahrhundert  
| 1920er | 1930er | 1940er | 1950er | 1960er | 1970er | 1980er |
◄◄ | | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | | ►►

Ereignisse

  • 1959: erste Nachkriegs-Makkabiade in Kopenhagen
  • 22.3.1959: Avraham Fried geboren (Avraham Shabsi HaCohen Friedman), weltbekannter orthodox-jüdischer chasidischer Musiker, seine ausserordentliche Stimme wurde früh entdeckt, und sehr früh begann er auch als Sänger in verschiedenen Funktionen aufzutreten; Avraham Fried ist ein Lubavitcher Chasid, seine Musik enthält auch traditionelle Chabad nigunim (Melodien) ebenso wie Eigenkompositionen; er lebt in Crown Heights, Brooklyn, in der Nähe der Weltzentrale der Lubavitcher; er ist ein grosser Entertainer der orthodoxen Welt; seine Musik integriert viele verschiedene Stile populärer Musik, auch Pop, Rock, Jazz – mit jüdischen Texten und Themen; sein Bruder ist der bekannte chasidische Gelehrte Manis Friedman
  • 13.4.1959: Zeruya Shalev geboren im Kibbuz Kinneret am See Genezareth in Galiläa/Israel, israelische Schriftstellerin, Cousine des Schriftstellers Meir Shalev. Nach ihrer Militärzeit studierte sie Bibelwissenschaften. Sie lebt mit ihrem dritten Mann und zwei Kindern aus verschiedenen Ehen in Jerusalem, wo sie am 29.1.2004 bei einem Bombenanschlag eines Selbstmordattentäters verletzt wurde. In Deutschland bekannt wurde Zeruya Shalev mit dem ersten Band ihrer Romantrilogie über die moderne Liebe „Liebesleben“ (2000), mit dem sie einen beachtlichen literarischen Erfolg feiern konnte. Darin beschreibt sie die inneren Spannungen einer jungen Frau, die sich in einen älteren Mann, einen Bekannten ihres Vaters, verliebt und in Abhängigkeit zu ihm verfällt. In „Mann und Frau“ (2001) wird das Scheitern einer Ehe beschrieben. Eine Frau beschliesst, sich von ihrem Mann zu trennen, und bleibt mit ihrem Kind zurück. Der letzte Band der Trilogie, „Späte Familie“ (2004), thematisiert das Scheitern einer Ehe und den Prozess dramatischer Krisen, die letzten Endes die Möglichkeit einer „späten Familie“ eröffnen. Weiteres Werk: „Mamas liebster Junge“ (2006)
  • 15.4.1959: Ein Wachposten des Kibbuz Ramat Rahel getötet.
  • 27.4.1959: Zwei Wanderer in der Gegend von Massada aus der nächsten Nähe erschossen.
  • 1.7.1959: Heinrich Lübke (CDU) zweiter Bundespräsident der BRD
  • Anfang Juli 1959: Wadi Salib-Aufstände
  • 29.8.1959: Stephen Wolfram in London geboren, britischer Physiker und Mathematiker, der sich durch seine Forschung über zelluläre Automaten und die Konzeption der Software Mathematica einen Namen gemacht hat; Stephen Wolframs Eltern flüchteten 1933 aus Westfalen nach England; sein Vater Hugo war Schriftsteller, seine Mutter Sibil war Professorin der Philosophie in Oxford; Stephen Wolfram wird häufig als Wunderkind bezeichnet; 1975 veröffentlichte er mit 16 Jahren einen Artikel über Teilchenphysik; ein Jahr später begann er sein Physikstudium am St John’s College der Universität Oxford und setzte dies 1978 am California Institute of Technology (Caltech) fort; er beschäftigte sich zunächst mit Zusammenhängen zwischen Kosmologie und Elementarteilchenphysik, später arbeitete er im Bereich der Theorie der Starken Wechselwirkung; 1979 promovierte er am Caltech; von 1979 bis 1981 leitete er die Entwicklung des Computeralgebrasystems SMP (Symbolic Manipulation Program, einer Vorgängerversion von Mathematica) im Physik-Department des Caltech; wegen eines Streits über geistiges Eigentum im Zusammenhang mit SMP verliess er die Universität; 1983 nahm er eine Stelle an der School of Natural Sciences des Institute for Advanced Study an; dort arbeitete er über zelluläre Automaten, die er auf zahlreiche weitere Gebiete anwandte (Kryptographie und Hydrodynamik); 1986 wechselte er an die University of Illinois at Urbana-Champaign und begann die Entwicklung der Mathematik-Software Mathematica, die im Juni 1988 erschien; 1987 gründete er die Firma Wolfram Research mit Sitz in Champaign, IL, die die Software seitdem vermarktet und weiterentwickelt; Wolfram ist Geschäftsführer und Hauptaktionär des Unternehmens; 2002 erschien sein erfolgreiches und vieldiskutiertes Buch A New Kind of Science, das mit zahlreichen visuellen Beispielen die Mächtigkeit von zellulären Automaten gegenüber traditionelleren mathematischen Modellen bei der Beschreibung der Natur zu zeigen versucht; im März 2009 kündigte er in seinem Blog die neuartige Suchmaschine Wolfram Alpha an, eine Computational Knowledge Machine, die erstmals Antworten auf Fragen berechnen können soll, anstatt wie z. B. Google auf eine reine Datenbank zurückzugreifen; die Ankündigung sorgte für erhebliche mediale Resonanz, über Wolfram Alpha wurde weltweit in mehreren hundert Zeitungen und Zeitschriften berichtet; die Suchmaschine ist seit dem 16. Mai 2009 frei verfügbar
  • 6.9.1959: Beduinische Terroristen töten einen Offizier der Fallschirmjäger in der Nähe von Nitzana.
  • 8.9.1959: Beduinen eröffnen das Feuer auf einen Armeebiwak im Negev und töten den IDF-Officer, Captain Yair Peled
  • 3.10.1959: Ein Hirte des Kibbuz Heftziba getötet in der Nähe des Kibbuz Yad Hana
  • 9.10.1959: Boris Nemzow in Sotschi geboren (Boris Jefimowitsch Nemzow), russisch-jüdischer Radiophysiker, Abgeordneter und führender Reformer, eine der führenden Kräfte der russischen Partei „Union der rechten Kräfte“; als Gouverneur führte er die Provinz Nischni Nowgorod Anfang der 90er Jahre zu wirtschaftlichem Aufschwung, der sogar von Maggie Thatcher bewundert wurde; als enger Gefolgsmann von Tschubais und Jelzin war der reformorientierte und marktwirtschaftlich ausgerichtete Nemzow 1997/1998 Vizepremierminister; im Jahre 2000 war er in der Öffentlichkeit sehr populär und schien der wichtigste Kandidat für die Wahl zum russischen Präsidenten zu sein (in Meinungsumfragen erreichte er bis zu 50% der Stimmen); Nemzow ist Putin-Gegner und warnt vor den Gefahren des „Putinismus“, nämlich einer drohenden Diktatur Putins; Nemzow unterstützte auch aktiv die „Orange Revolution“ im November/Dezember 2004 in der Ukraine und wurde nach deren Sieg zum Wirtschaftsberater des ukrainischen Präsidenten Wiktor Juschtschenko ernannt; Nemzow hat drei Kinder, er spricht fliessend Englisch, von der russischen Presse wurde er wegen seiner schwarzen Locken und dunklen Augen oft als „russischer Belmondo“ bezeichnet
  • 24.12.1959: Köln. In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 1959 wird die frisch restaurierte Synagoge mit Hakenkreuzen beschmiert. Bereits am nächsten Tag werden zwei Mitglieder der rechtsradikalen Deutschen Reichspartei als Täter festgenommen. Die Tat erregte im In- und Ausland grösste Aufmerksamkeit und diente als Vorbild für zahlreiche Nachahmertaten. Allein im nächsten Monat registrierte der Verfassungsschutz 685 antijüdische "Vorkommnisse".

Bücher

  • Johannes van der Ploeg, Le rouleau de la guerre, Leiden 1959
  • A. Sperber, The Bible in Aramaic, 4 Bände, Leiden 1959-1973 (Ausgabe von Onqelos, Tg zu den Propheten, Hagiographen)
  • Victor Tcherikover, Hellenistic Civilization and the Jews, Philadelphia 1959
  • G. M. Langer, Neun Tore. Das Geheimnis der Chassidim, München 1959
  • K. G. Kuhn, Der tannaitische Midrasch Sifre zu Numeri übersetzt und erklärt, Stuttgart 1959
  • W. G. Braude, The Midrash on Psalms, 2 Bände, New Haven 1959 (englische Übersetzung mit Einführung)

Zeitungen und Zeitschriften