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1957
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Ereignisse
- 6.1.1957: Richard Schneider in München geboren, Journalist
- 15. Juli 1957: Resolution der Flüchtlingskonferenz im syrischen Homs (Beirut al massa): „Jedes Gespräch mit dem Ziel der Lösung des Palästinenserproblems, das nicht von der Zusicherung des Rechtes der Flüchtlinge auf eine Vernichtung Israels ausgeht, wird als Beschimpfung des arabischen Volkes und als ein Akt des Verrats betrachtet.“
- 23. August 1957: Zwei Wachleute der Mekorot water company getötet in der Nähe des Kibbuz Beit Govrin
- 24. August 1957: Stephen Fry (Stephen John Fry) als zweites von drei Kindern geboren in Hampstead, London, britisch-jüdischer Komiker, Schauspieler (u. a. "Ein Fisch namens Wanda", 1988), Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur, Sohn des Naturwissenschaftlers Alan Fry und der österreichischen Jüdin Marianne Neumann; er besuchte zunächst die Uppingham School, in dieser Zeit sass er aufgrund eines Kreditkartenbetrugs für drei Monate im Pucklechurch Prison ein; danach setzte er seine akademische Ausbildung am Norwich City College fort, wo er durch seine ausserordentlichen Leistungen auffiel und deshalb ein Stipendium für den Besuch des Queens' College in Cambridge erhielt; dort machte er seinen Abschluss in Englisch; die Bearbeitung des Musicals "Me and my girl" machte ihn über Nacht zum Millionär; Stephen Fry liest u. a. die englische Hörbuchversion von Joanne K. Rowlings Harry-Potter-Büchern und spricht die Stimme von Winnie the Pooh in der englischen Hörspielfassung von 1997; er moderiert die Quiz-Sendung QI (Quite Interesting) und hatte regelmässige Auftritte in Quiz-Sendungen der BBC; er fuhr privat lange ein schwarzes Londoner Taxi; er lebt offen homosexuell und seit 1996 mit festem Partner, vorher war er (16 Jahre lang) einer der bekanntesten offen nichtreligiös-zölibatär lebenden Briten; Stephen Fry leidet an manischer Depression (bipolare Störung) und drehte 2006 eine Dokumentation für die BBC über diese Krankheit
- September 1957: Uraufführung von Leonard Bernsteins Musical Westside Story in New York
- 20.9.1957: Israel: grosse Überraschung im ganzen Land, als Fotos veröffentlicht werden, die Premier Ben Gurion bei seinen täglichen Gymnastikübungen am Strand zeigen; seine Frau Paula schlägt vor, er solle doch einen Zirkus aufmachen, da würde er mehr verdienen ...
- 22.10.1957: Adenauer zum dritten Mal Bundeskanzler
- 17. November 1957: Dani Levy in Basel geboren; schweizerisch-deutsch-jüdischer Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur, lebt in Berlin; „Du mich auch“, sein erster Film 1986; „RobbyKallePaul“ (der zweite Film, 1989); „Meschugge“ (geschrieben 1990, realisiert 1998, Bayerischer Filmpreis 1999); „I was on Mars“, 1992; „Stille Nacht“, 1995; 2004 Komödie „Alles auf Zucker!“ (ausgezeichnet mit dem Ernst-Lubitsch-Preis und dem Deutschen Filmpreis 2005); „Mein Führer – Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler“ (Helge Schneider spielt darin Adolf Hitler), 2007
- 19.11.1957-23.2.2000: Ofra Haza (Geburtsname: Bat Sheva' Ofra Haza Bat Shoshana Ve Machmoud - Amir Moshe Haza) – stimmgewaltige jemenitische Jüdin, eine ganz aussergewöhnliche Persönlichkeit, die man nicht vergessen darf, die erfolgreichste, international bekannteste und beliebteste Sängerin Israels, „eine Sängerin, die Israel und der Welt Hoffnung gab“ (Schimon Peres). Ofra Haza wurde 1957 in Tel Aviv als neuntes Kind armer jemenitischer Einwanderer geboren. Aufgewachsen im Slum (in einem der ärmsten Vororte des südlichen Tel Aviv – im Bezirk Ha’Tikva), schlug sie sich mit ihrer aussergewöhnlichen Begabung seit jungen Jahren durch die Welt. Ihr Talent wurde im Alter von 12 Jahren (von Bezalel Aloni, der später ihr Manager wurde) entdeckt, als sie in Tel Aviv Mitglied der Kindertheatergruppe "Hatikwa" war. 1979 beendete sie ihren Militärdienst. Bereits ab den Siebzigerjahren war sie Solistin und begann eine Karriere als Sängerin populärer Musik. Anfangs hatten sie und ihr Manager gegen viele Schwierigkeiten zu kämpfen – wegen ihrer Herkunft und ihres niedrigen sozialen Status weigerten sich viele Produzenten, mit Ofra Haza zusammenzuarbeiten. 1983 vertrat sie Israel mit dem Lied "Chai" beim Eurovision Song Contest und errang den zweiten Platz. Ofra gewann in Israel viele Preise, und ihre Platten verkauften sich ausgezeichnet. 1984 brachte sie das Album „Yemenite Songs“ („shirei teyman“) auf den Markt, das auch nach Europa gelangte und dort, insbesondere in Grossbritannien, sehr erfolgreich verkauft wurde. Ihr Album mit jemenitischen Liedern des Dichters Shalom Shabazi aus dem 17. Jahrhundert leitete ihre ihre internationale Karriere ein. Ihr Lied "Im Nin Alu" (1988, aus dem Album Shaday) war ein weltweiter Chart-Erfolg, hielt u. a. neun Wochen den ersten Platz in den deutschen Charts und zwei Wochen in den europäischen, bis zu 15 000 Singles wurden pro Tag verkauft. Danach folgte noch im selben Jahr der Hit „Galbi“, seitdem galt sie für viele als Synonym für orientalische und israelische Popmusik. Ofra Haza konzentrierte sich auf ihre internationale Karriere und übersiedelte nach Los Angeles. Jedes Jahr kehrte sie für Besuche und Auftritte nach Israel zurück. 1987 (3. Februar) stürzte ihr Flugzeug (Cessna) an der israelisch-jordanischen Grenze ab. Am dritten Februar feierte sie von da ab ihren zweiten Geburtstag. Ihr nächstes Album, "Shaday" (1988), setzte ihren Erfolg fort, 1989 wurde sie dafür in New York mit dem "New Music Award" für das internationale Album des Jahres ausgezeichnet. Ihre Tourneen in den Vereinigten Staaten, in Kanada und Japan waren ausverkauft, ihre Single "Im Nin Alu" gewann den ersten Preis im Tokioter Musikfestival. In Deutschland wurde sie Sängerin des Jahres. 1990 erhielt Ofra Haza als erfolgreichste israelische Künstlerin in Monte Carlo den "World Music Award", sie trat beim Jazzfestival in Montreux auf, und 1992 wurde ihr Album "Kirya" (Co-Producer: Don Was) für einen Grammy nominiert. 1993 wurde sie von Ministerpräsident Jitzchak Rabin gebeten, anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo aufzutreten (wo u. a. auch Sinéad O’Connor sang). Auch bei der Begräbniszeremonie von Yitzhak Rabin trat sie auf. Ofra Haza war an vielen Projekten beteiligt, darunter der Soundtrack für die Filme "Der Prinz von Ägypten" (1998), "The Governess" (1998) und „Wild Orchid“ (1990). Im Jahr 1997 (15. Juli) heiratete sie den Geschäftsmann Doron Ashkenazy, doch die Ehe dauerte nur zwei Jahre. Während dieser Zeit zog sich Ofra Haza nach und nach fast vollkommen aus dem Karriereleben zurück. Im Frühjahr 2000 wurde sie bewusstlos mit einer schweren Grippe ins Tel-Hashomer-Hospital in Tel Aviv eingeliefert, nach 14-tägigem Aufenthalt, der laufend von der Presse dokumentiert wurde, verstarb sie vollkommen überraschend im Sheba Medical Center, Ramat Gan, am 23. Februar 2000 an Organversagen (Lunge; hervorgerufen durch Aids-Komplikationen, was erst später herauskam und eventuell verheimlicht werden sollte bzw. hatte Ofra Haza selbst angeblich ihre Eltern instruiert, keinerlei Auskünfte zum Charakter ihrer Erkrankung zu geben). Seither kursieren viele Gerüchte über ihre wahre Todesursache, denn ihre Ehe war sehr von Geheimnistuerei geprägt. Ashkenazy hatte sie mit dem Virus angesteckt, ohne sie über seine Erkrankung zu informieren; am 7. April 2001 starb er selbst (an einer Überdosis Drogen, er hinterliess einen 8-jährigen Sohn und eine 14-jährige Tochter); bei Ofra Hazas Beerdigung waren Tausende Fans aus Israel und der ganzen Welt dabei, ausserdem Ehud Barak, Shimon Peres und viele Künstler. „Ofra kam aus dem Slum und erreichte die Spitze der israelischen Kultur. Sie stand für alles, was gut und nobel in der israelischen Gesellschaft ist. Wir haben ihr sehr viel zu verdanken“, so äusserte sich Ehud Barak in einer Rede am Tag ihres Begräbnisses. – weitere Musik/Alben (nicht vollständig): ahava rishona, 1974; ve chutz mizeh hakol beseder, 1976; atik noshan, 1977; Song of Songs with Fun (shir ha shirim be sha’ashu’im“), 1979; About Our Loves (al ahavot shelanu), 1980 (darin: hageshem; shir ahava la’chayal; kmo tzipor; shir ha’frecha = The Bimbo Song = der Song, mit dem sie fortan in ihrem Heimatland identifiziert wurde); Let’s Talk (bo nedaber), 1981 (darin: tfila; simanim shel ohavim); Temptations (pituim), 1982 (darin: Gabriel; kol yom matchila shana; seit diesem Album waren bekanntere Songschreiber bereit, für sie zu arbeiten, unter ihnen Tzvika Pik und Nurit Hirsh); Songs For Children (li yladim), 1982; chai („Leben“), 1983 (ihr bis heute meist verkauftes Album; darin: amen lamilim; sof hakayitz); shirei moledet A (Heimatlieder 1), 1983; A Place For Me (bait cham), 1984 (darin: yad beyad; itcha halayla); Earth (adama), 1985 (mit Beiträgen der besten Songschreiber des Landes, unter ihnen: Sasha Argov, Naomi Shemer, Ya’akov Orland, Ehud Manor; darin die Hits: adama; goral echad; mishehu holech tamid iti); shirei moledet B (Heimatlieder 2), 1986; Broken Days (yamim nishbarim), 1986 (produziert von Yizhar Ashdot, mit eigenen Texten von Ofra Haza; manche halten das für ihr interessantestes Werk, auch wenn es nicht mehr die bisherigen kommerziellen Erfolge wiederholen konnte; darin: kol haklafim; hake’ez haze); The Golden Album (albom ha zahav), 1987; shirei moledet C (Heimatlieder 3), 1987; Fifty Gates Of Wisdom, 1987; Desert Wind, 1989; Live @t Montreux Jazz Festival, 1991; My Soul (kol ha neshama), 1994 (das erste hebräische Album seit sieben Jahren, darin der Song le’orech hayam / Along The Sea, das Lied, das mit der Trauer um Yitzchak Rabins Tod verbunden bleiben wird); Queen In Exile, 1995 (nie veröffentlicht); Ofra Haza, 1997 (darin: Show Me)
- 21. Dezember 1957: Ein Mitglied des Kibbuz Gadot wird auf einem Feld ermordet.
- 1957-1971: Yehuda Leib Levin, Grossrabbiner Moskaus 1957-1971
Bücher
- B. M. Metzger, An Introduction to the Apocrypha, New York 1957
- J. N. Epstein, Introduction to Tannaitic Literature. Mishna, Tosephta and Halakhic Midrashim, Jerusalem 1957 (hebr.)
- M. J. Weinstock (Hrsg.), Seder Olam Zuta ha-Schalem, Jerusalem 1957
- G. Scholem, Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen, Zürich 1957
- R. Margaliot (Hrsg.), Das Buch der Frommen, 1957
- D. Jarden (Hrsg.), The Cantos of Immanuel of Rome, 2 Bände, Jerusalem 1957 (hebr.)
- L. Fuks, The Oldest Known Literary Documents of Yiddish Literature (c. 1382), 2. Bde, Leiden 1957 (Faksimile, Einleitung, deutsche Übersetzung)
- Ch. Y. Kasovsky, Thesaurus Mishnae. Concordantiae verborum quae in sex Mishnae ordinibus reperiuntur, 4 Bände, Jerusalem 1957-1961 (Nachdruck der Ausgabe 1927)
- V. Tcherikover-A. Fuks, Corpus Papyrorum Judaicarum, 3 Bände, Cambrige 1957-1964
- Mose ben Maimon, Mischne Tora, 20 Bände, Jerusalem 1957-1965 (mit hebr. Kommentar)
Zeitungen und Zeitschriften
- 1957 ff.: Bulletin des Leo-Baeck-Instituts, Frankfurt/M. 1957 ff. (LBIB)
- Seit 1957: Jewish Heritage, Organ der Bne Briss in Washington, D. C.