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1954
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Ereignisse
- 24.2.1954: Leon de Winter in ’s-Hertogenbosch geboren, niederländisch-jüdischer (aus orthodoxer Familie, die den Holocaust in einem Versteck überlebte, das ihr von katholischen Priestern und Nonnen zur Verfügung gestellt worden war) Schriftsteller und Filmemacher, lebt und arbeitet in Amsterdam und Los Angeles, verheiratet mit der Schriftstellerin Jessica Durlacher (zwei gemeinsame Kinder); sein Werk umfasst Romane, Erzählungen und Drehbücher, die er teilweise selbst realisiert ("Der Himmel von Hollywood" wurde von Sönke Wortmann verfilmt); sein erster Roman "Die (Ver)bildung des jüngeren Dürer", 1979, ist eine Adaption des "Taugenichts" von J. Freiherr von Eichendorff; im späteren Werk (u. a. "Hoffmans Hunger", 1990) steht die Suche nach der eigenen jüdischen Identität im Vordergrund; weitere Werke (Auswahl): "Place de la Bastille", 1981; "Leo Kaplan", 1986; "SuperTex", 1991; "Sokolows Universum", 1992; "Serenade", 1995; "Zionoco", 1995; "Malibu", 2002; "Das Recht auf Rückkehr", 2008; trotz seines Hintergrundes aus der Filmindustrie ist de Winter hauptsächlich als Romanautor bekannt geworden; zudem betätigt er sich auf verschiedenen Wegen dezidiert islamkritisch und pro-israelisch; der niederländische Regisseur Theo van Gogh (am 2.11.2004 von einem islamistischen Fanatiker in Amsterdam brutal ermordet) warf de Winter seit 1984 "Vermarktung seines Judentums" vor und attackierte ihn heftig mit teilweise antisemitischen Beleidigungen (van Gogh schrieb, de Winter könne erst dann "mit seiner Frau schlafen, wenn sie Stacheldraht um seinen Penis gewickelt hätte", de Winter würde dann beim Orgasmus "Auschwitz! Auschwitz!" rufen; - der Vater von de Winters Frau hatte Auschwitz überlebt)
Bücher
- Chaim Rabin, The Zadokite Documents, Oxford 1954
- P. Dalbert, Die Theologie der hellenistisch-jüdischen Missionsliteratur, Hamburg 1954