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1953

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Ereignisse

  • 1953: Israel-Preis an: Gedaliah Alon (Jewish Studies)
  • 1953: Israel-Preis an: Haim Hazaz (Literatur)
  • 1953: Israel-Preis an: Yaakov Cohen (Literatur)
  • 1953: Israel-Preis an: Dina Feitelson-Schur (education)
  • 1953: Israel-Preis an: Mark Dvorzhetski (Sozialwissenschaften)
  • 1953: Israel-Preis an: Lipman Heilprin (Medizin)
  • 1953: Israel-Preis an: Zeev Ben-Zvi (Bildhauerei)
  • 1953: Israel-Preis an: Shimshon Amitsur (Exakte Wissenschaften)
  • 1953: Israel-Preis an: Jacob Levitzki (Exakte Wissenschaften)
  • ab 1953: Walter Mehring lebt in Ascona.
  • 17. Juni 1953: DDR. Aufstand des 17. Juni
  • 2.9.1953: John Zorn in New York geboren, enorm produktiver US-amerikanischer Komponist und Bandleader; er spielt Saxophon und Klarinette, arbeitet ausserdem als Musikproduzent, ist Inhaber des Plattenlabels "Tzadik" und hat mit vielen experimentellen Musikern, insbesondere im Bereich Neue Musik und im Jazz, zusammengearbeitet, einer der bedeutendsten experimentellen Musiker der letzten Zeit; als Kind spielte er Piano, Gitarre und Flöte; während seines Studiums am Webster College wandte er sich, beeinflusst durch Anthony Braxton und seinen dortigen Lehrer Oliver Lake, dem Saxophon zu; zu Beginn eher an Neuer Musik interessiert, beschäftigte er sich seit den 1970er Jahren mit dem Jazz (er lehnt allerdings die Bezeichnung Jazzmusiker für sich selbst rigoros ab), brach die formale Ausbildung ab und kehrte auf dem Umweg über die Westküste nach New York zurück, um sich im Umfeld der Musikszene Downtown-Manhattans auf musikalische Projekte zu konzentrieren; zu dieser Zeit verdiente er sich seinen Lebensunterhalt unter anderem mit Arbeit in einem Schallplattenladen; zu seinen frühen Einflüssen gehören neben Braxton Eugene Chadbourne und Ornette Coleman, aber auch Karlheinz Stockhausen; Zorns Musik ist charakterisiert durch die Verarbeitung zahlreicher musikalischer Stile aus verschiedensten Quellen, wie etwa Filmmusik zu Zeichentrickfilmen, Free Jazz, Hardcore oder jüdischer Folklore; er kombiniert dabei oft kurze musikalische Sequenzen in collagenartiger Form, teilweise in rasanter Abfolge; 1975 gründete er sein Theatre of Musical Optics und begann zunächst die Zusammenarbeit mit Chadbourne, Tom Cora, Wayne Horvitz, Polly Bradfield und LaDonna Smith; internationale Anerkennung erreichte er in den 1980ern; während des nächsten Jahrzehnts arbeitete er sowohl in New York als auch intensiv in Tokio; John Zorn bekennt sich explizit zu seiner jüdischen Herkunft und verarbeitet in einigen seiner Projekte traditionell jüdische Elemente; er gründete das Plattenlabel Tzadik; dabei formulierte er eine neue sogenannte „Radical Jewish Culture“ und verabschiedete ein Manifest über das radikale Judentum seiner Musik, in dem er u.a. erklärte: "Der Jude ist immer Ursprung einer doppelten Infragestellung gewesen: der Infragestellung des Selbst und der Infragestellung des ‚Anderen’. Da ihm nie die Möglichkeit gewährt wird, aufzuhören, jüdisch zu sein, ist er gezwungen, die Frage seiner Identität zu formulieren. Daher ist er von Anbeginn mit dem Diskurs des ‚Anderen’ konfrontiert, und oft hängt sein Leben davon ab“...“Mir wurde klar, dass ein Jude jemand ist, der naiv glaubt, dass er, wenn er selbstlos zu seiner Gastkultur beiträgt, akzeptiert werden wird. Aber wir sind die Aussenseiter der Welt. Das ist es, was mich am Stamm anzog – die Kultur des Aussenseitertums“; wichtige von Zorn geleitete Bands sind Naked City (mit Bill Frisell, Wayne Horvitz, Fred Frith, Joey Baron und Yamatsuka Eye), Painkiller (mit Bill Laswell und Mick Harris) sowie Masada (mit Dave Douglas, Greg Cohen und Joey Baron), eine Formation, die Avantgarde Jazz- und Klezmer-Elemente verschmilzt; sehr bemerkenswert sind seine von ihm so genannten „Game Pieces“, die nicht auf einer notierten Partitur beruhen, sondern nach von ihm bestimmten „Regeln“ gespielt werden; herausragendes Beispiel ist Cobra, eine Komposition, bei der ein in Instrumentierung und Anzahl der Musiker variables Ensemble durch vom „Dirigenten“ hochgehaltene Karten „Anweisungen“ erhält, die von den Musikern spontan interpretiert und umgesetzt werden; John Zorn komponierte viele Film-Soundtracks und arbeitete für Orchester und Ensembles wie z. B. das Kronos Quartet und präsentierte Hommagen an so unterschiedliche Musiker wie Ornette Coleman, Hank Mobley, Lee Morgan, Sonny Clark, Ennio Morricone oder Burt Bacharach; auf seinen Labels Tzadik und Avant hat er eine grosse Fülle von Alben eingespielt und produziert; - Auswahl wichtiger Alben: Locus Solus (Tzadik), mit Wayne Horvitz, Arto Lindsay, 1983; The Big Gundown (Tzadik), mit dem Kronos Quartet, Tim Berne, Bill Frisell, Big John Patton, Toots Thielemans, Vernon Reid, Shelley Hirsch, 1985; Spillane (Nonesuch), mit Bill Frisell, Albert Collins, Ronald Shannon Jackson, Melvin Gibbs und dem Kronos Quartet, 1987; Spy Vs. Spy (Elektra/Musician), mit Tim Berne, Mark Dresser, Joey Baron, 1988; Kristallnacht (Tzadik), mit Mark Feldman, Marc Ribot, Anthony Coleman, Mark Dresser, 1992; Live at the Knitting Factory (Knitting Factory Works), mit Doug Wieselman, Myra Melford, Marc Ribot, 1992; Masada - Alef (DIW), mit Dave Douglas, Greg Cohen, Joey Baron, 1994; Bar Kokhba (Tzadik), mit D. Douglas, Chris Speed, John Medeski, Anthony Colman, Mark Feldman, Greg Cohen, Mark Dresser, 1996; Live in Jerusalem (Tzadik), mit Dave Douglas, Greg Cohen, Joey Baron, 1997; Downtown Lullaby (Depth of Field), mit Elliott Sharp, Wayne Horvitz, Bobby Previte, 1998; Susie Ibarra - Wadada Leo Smith - John Zorn: 50th Birthday Celebration Volume Eight, 2004; John Zorn Solo: 50th Birthday Celebration Volume Nine: The Classic Guide to Strategy Volume Three, 2004
  • 12. September 1953: Nan Goldin in Washington D. C. geboren, US-amerikanisch-jüdische Fotografin; ihre bekannteste Arbeit mit dem Titel "The Ballad of Sexual Dependency", eine Art Diashow, die mit Musik unterlegt ist, wird auch heute noch ausgestellt; Themen ihrer Fotografien sind Sex, Drogen und Gewalt, damit verbunden auch der Tod; dabei gewährt die Fotografin einen sehr persönlichen Einblick in ihr Leben; ihre Bilder sind geprägt von einer schonungslosen Direktheit, die auch vor intimsten Momenten nicht zurückschreckt; im September 2007 machte sie indirekt Schlagzeilen, weil Elton John, der eines ihrer Bilder erwarb, deshalb im Zusammenhang mit einer von ihm veranstalteten Ausstellung, auf der das betreffende Bild ("Klara and Edda belly-dancing") gezeigt werden sollte (das Bild wurde vor Ausstellungseröffnung polizeilich beschlagnahmt), in die Nähe eines Pädophilen gerückt wurde, der sich an Kinderpornographie erfreue (was natürlich ein Blödsinn ist)
  • 13. September 1953: Nikita Chruschtschow wird Erster Sekretär der KPdSU
  • 14./15. Oktober 1953: Qibya-Massaker
  • 13.12.1953: Ben Bernanke (Ben Shalom Bernanke) geb. in Augusta, Georgia, US-amerikanisch-jüdischer Ökonom, seit dem 1.2.2006 als Nachfolger des legendären Alan Greenspan Chairman des Federal Reserve Board und damit Notenbankchef der USA; Highschool-Abschluss 1971 in Dillon, South Carolina, danach Studium (bis 1975) in Harvard, dann Promotion (1979) am Massachusetts Institute of Technology (Ph. D.); anschliessend Professor an den Universitäten Stanford und Princeton; 2002 unter Greenspan Gouverneur im Federal Reserve Board
  • 17.12.1953: Alexander Beljawski (Олександр Белявський) in Lemberg geboren, ukrainisch-slowenischer Schachmeister. Er war in den 1980er Jahren einer der besten Spieler der Welt. Im Jahre 1973 wurde Beliavsky in Stockton-on-Tees Juniorenweltmeister U20. 1975 verlieh ihm die FIDE den Großmeistertitel. Er gewann vier Mal die UdSSR-Meisterschaft, die als die stärkste Landesmeisterschaft der Welt galt. 1981 und 1986 gewann er das sehr starke Turnier in Tilburg. Einen seiner größten Erfolge feierte er 1993 in Belgrad, als er das sehr stark besetzte Turnier vor dem späteren Weltmeister Wladimir Kramnik gewinnen konnte. 1983 schied Beliavsky im Viertelfinale der Kandidatenkämpfe gegen den späteren Weltmeister Garri Kasparow mit 3:6 aus. Bei der FIDE-Weltmeisterschaft in Tripolis 2004 gelangte Beliavsky bis ins Achtelfinale, wo er Alexander Grischtschuk unterlag. Nach dem Zerfall der Sowjetunion nahm Beliavsky, der 1992 noch für die Ukraine bei der Schacholympiade gespielt hatte, 1996 seinen neuen Wohnsitz in Slowenien und vertritt seitdem sein neues Heimatland am ersten Brett auf den Schacholympiaden. Beliavsky arbeitet auch als Schachtrainer. 1993 war er einer der Sekundanten von Garri Kasparow bei dessen Wettkampf gegen Nigel Short, 2005 betreute er Alexander Morosewitsch bei der FIDE-Weltmeisterschaft. Er trainierte auch den deutschen Großmeister Arkadij Naiditsch. 2004 erhielt er den Titel FIDE Senior Trainer. Er schrieb mehrere Schachbücher, dabei arbeitet er meist mit Adrian Mihalčišin zusammen.
  • 1953-2004: Avraham Chasson, israelischer (Kriminal-) Schriftsteller

Bücher

  • M. Hadas, The Third and Fourth Book of Maccabees, New York 1953
  • B. Netanyahu, Don Isaac Abravanel. Statesman and Philosopher, 1953
  • Y. Toforovsky (Hrsg.), Meschal ha-Qadmoni, Tel Aviv 1953
  • Morris N. Kertzer, What Is a Jew?, 1953
  • Albrecht Alt, Kleine Schriften zur Geschichte des Volkes Israel, 1953 ff. (drei Bände)
  • M. Margulies, Midrash Wayyikra Rabbah. A Critical Edition based on Manuscripts and Geniza Fragments with Variants and Notes, 5 Bde., Jerusalem 1953-1960

Zeitungen und Zeitschriften