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1899

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Ereignisse

  • 28.4.1899: Herzl an Wolffsohn: " ... wenn ich heute von vorn anfangen sollte, würde ich genau wieder so handeln, u. alle Opfer bringen, die ich schon gebracht habe. Aber ich bin heute um so und so viele Jahre, Nervenkraft und Gulden schwächer als vor vier Jahren. Dabei wachsen aber die Anforderungen, die an mich gestellt werden, immer mehr an. Ich habe von der Bewegung nur erwartet, dass sie selbst u. allein weiterreiten wird, wenn ich sie einmal in den Sattel gesetzt habe. Indessen muss ich wie ein Reitknecht neben dem galoppirenden Pferde weiterlaufen und den hilflosen Reiter im Sattel festhalten. Und dabei, fürchte ich, wird mir der Athem ausgehen ... "
  • 18.5.-29.7.1899: Herzl nimmt an der ersten Haager Friedenskonferenz teil; Bertha von Suttner nimmt im Auftrage Herzls als Korrespondentin der "Welt" an der Friedenskonferenz ebenfalls teil (Honorar dafür: 1000 fl.; zuvor hatte die Neue Freie Presse eine entsprechende Beauftragung v. Suttners abgelehnt)
  • 20. Juli 1899: erste / konstituierende Generalversammlung der Jüdischen Kolonialbank in London
  • 6.8.1899: Theodor Herzl schreibt in sein Zionistisches Tagebuch den denkwürdigen Satz: „Mein Testament für das Jüdische Volk: Machet Euren Staat so, dass sich der Fremde bei Euch wohl fühle.“
  • 7.8.-9.9.1899: zweiter Dreyfus-Prozess in Rennes (Nordau Teilnehmer als Berichterstatter für die Vossische Zeitung)
  • 12.8.1899: Herzl mit Hechler in Darmstadt beim Grossherzog von Hessen (während der allgemeinen Audienz gegen Schluss vorgelassen). Der Grossherzog zeigte Wohlwollen für die zionistischen Pläne und empfahl Herzl „einen Zeitungskrieg“ (also eine Medienkampagne). Herzl bat den Grossherzog weiterhin, auch beim Zaren, der ihn (den Grossherzog) besuchen werde, für die zionistische Sache zu wirken, was der Grossherzog gerne zusagte, aber nichts tat und sich künftig kühl verhielt.

Bücher

Zeitungen und Zeitschriften

  • 1. Juni 1899: "El Progreso", eine vom Aktionskomitee in Wien herausgegebene spaniolische zionistische Zeitschrift, beginnt zu erscheinen (2 x pro Monat; Herausgeber und Redakteur: Moritz J. Cohen, Wien, II., Wallensteinstrasse No. 60)