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1894

Aus Jewiki
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Ereignisse

  • 1894: Frankreich und Russland schliessen den "Zweibund"
  • 1894: Antijüdische Ausschreitungen auch in Algerien
  • 8.4.1894-15.7.1974: Erik Charell (eigentlich Erich Karl Löwenburg), geb. in Breslau, gest. in Zug (Schweiz), deutsch-jüdischer Regisseur, Schauspieler sowie Intendant mehrerer Varietés; erfolgreicher Revue-Regisseur, der als Tänzer begann; er spielte in zwei Stummfilmen mit, gründete zu Beginn der 1920er Jahre das Charell-Ballett und unternahm erfolgreiche Tourneen durch Ungarn und die Schweiz; danach übernahm er als Direktor und Intendant den „Wintergarten“, ein zu dieser Zeit sehr bekanntes Revuetheater in Berlin; 1924 brachte er seine erste Revue heraus („An Alle“), als Sensation wurde dabei empfunden, dass er es schaffte, die weltberühmten Tiller-Girls aus London zu verpflichten; sehr viele spätere Schauspieler und Sänger traten zuerst unter seiner Regie auf, darunter Fritzi Massary, Hans Albers und Trude Hesterberg; die Comedian Harmonists wurden im Friedrichstadtpalast bei ihm über Nacht weltberühmt; wegen seines Talents zur prunkvollen Inszenierung übertrug man ihm 1931 die Regie des Films „Der Kongress tanzt“ (mit Lilian Harvey, Willi Fritsch, Lil Dagover; darin der Evergreen „Das gibt’s nur einmal“), einer der ersten und zugleich auch erfolgreichsten Musikfilme der Tonfilmzeit; 1933 musste er, da jüdisch, auf Verlangen der Ufa alle Tätigkeiten aufgeben; drei Jahre später verlangte ein deutsches Gericht gar 216 000 Reichsmark von ihm zurück; daraufhin emigrierte er in die USA; er arbeitete bis 1945 an einem Theater in Manhattan und kehrte dann zurück nach München; in den 1950er Jahren schuf er in London eine Bühnenfassung von „Der Kongress tanzt“, ausserdem schrieb und produzierte er zahlreiche Bühnenstücke („Im weissen Rössl“, „Das Feuerwerk“ [auch verfilmt, mit Lilly Palmer]); aus Frustration über die Nachkriegs-Operettenszene und den gescheiterten Versuch, zusammen mit Robert Gilbert einen 2. Teil des „Rössl“ zu schreiben, konzentrierte er sich in den 1960er Jahren zunehmend auf den Handel mit Kunst; er besass zusammen mit seinem Bruder Ludwig eine bedeutende Sammlung an Zeichnungen von Toulouse-Lautrec sowie anderen Objekten moderner Malerei; er starb 1974 in der Schweiz; „Prinz Kuckuck“, 1919; „Nachtgestalten“, 1920; „Casanova“, 1928; „Die Drei Musketiere“, 1929; „Caravan“, 1934; „The White Horse Inn“, 1936; „Swingin’ the Dream“, 1939 (Broadwaymusical mit rein „schwarzer“ Besetzung nach Shakespeares „Sommernachtstraum“)
  • 10.12.1894-1943: Gertrud Kolmar (eigentlich Gertrud Käthe Chodziesner), geb. in Berlin, gest. im KZ Auschwitz, Dichterin, vor allem Lyrikerin; bevor sie sich der Dichtung zuwandte, war sie als Erzieherin tätig; erste Gedichte 1907; Preussische Wappen, 1934; Die Frau und die Tiere, 1938; im Ersten Weltkrieg war sie Dolmetscherin im Auswärtigen Amt; 1943 wurde sie verschleppt und starb vermutlich Anfang März 1943 in Auschwitz; postum erschien das lyrische Werk und die Erzählung "Eine Mutter"

Bücher

Zeitungen und Zeitschriften

  • 1894: Die Zeit, Wiener Wochenzeitung, gegründet 1894 von Isidor Singer, Heinrich Kann und Hermann Bahr
  • 1894: Agudat hasowechim, in Nagy Surany/Ungarn in Hebräisch erscheinendes Fachorgan
  • 1894: El Tresoro, in Ruschuk in Spaniolisch erscheinend
  • 1894: Ozar hachochma wehamadda, in New York vierteljährlich erscheinende hebräisch-wissenschaftliche Zeitschrift
  • seit 1894: Achawah, in Amsterdam monatlich in Niederländisch erscheinende orthodoxe Zeitschrift
  • seit 1894: Rozvoj (deutsch: "Fortschritt", "Entwicklung"), in Prag wöchentlich in tschechischer Sprache erscheinende tschechisch-jüdische Zeitschrift (bis 1932)
  • seit 1894: Der Reichsbote, in Wien wöchentlich in deutscher Sprache erscheinende wissenschaftliche Zeitschrift
  • seit 1894: St. Louiser Gazetten, in St. Louis erscheinendes jiddisches Wochenblatt
  • seit 1894: Hebrew Standard of Australasia, in Sydney wöchentlich in englischer Sprache erscheinende zionistische Zeitschrift
  • 1894-1895: Ha'emet, in New York erscheinende freidenkerische hebräische Monatsschrift
  • 1894-1896: Mimisrach umima'araw, in Berlin in hebräischer Sprache erscheinende wissenschaftliche Monatsschrift (vgl. 1919-1921)* 1894-1896: El Tresaro, in Rustschuk, Bulgarien, in Spaniolisch und Bulgarisch erscheinende Halbmonatsschrift
  • 1894-1896: Ha'ikkar, in Rischon lezion vierteljährlich in hebräischer Sprache erscheinende landwirtschaftliche Zeitschrift
  • 1894-1902: Abendblatt von der Arbeiter-Zeitung, in New York täglich erscheinende Zeitung sozialistischer Richtung
  • 1894-1905: Der Täglicher Herold, in New York erscheinende jiddisch-orthodoxe Tageszeitung
  • 1894-1919: Die Wahrheit, in New York erscheinende jiddische Tageszeitung (parteilos)