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1873

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Ereignisse

  • 1873: Nach der gewaltsamen Reichsgründung von 1871 sollte der Patriotismus die zerrissene bürgerlich-liberale Gesellschaft einen. Minderheiten, vor allem den Juden, wurde oft ein Mangel an „wahrem Deutschtum“ unterstellt. Politisch-soziale Widersprüche und ökonomische Krisen im nationalen Einigungsprozess wurden ihnen angelastet. Auf den Gründerkrach 1873 folgte eine mehrjährige Wirtschaftskrise. Viele Bauern, Händler und Bürger verloren ihre Ersparnisse und mussten ihre Firmen aufgeben, während Grossindustrielle und Bankiers Verluste besser auffangen konnten. Da sich unter letzteren relativ viele Juden befanden, machte der abstiegsbedrohte Mittelstand alle Juden für die Pleitewelle verantwortlich. Nun ergriff der Antisemitismus breite Bevölkerungsschichten: Viele neu gebildete Vereine machten ihn zu ihrem Programm.
  • 1873: Der deutsche Journalist Wilhelm Marr (1819-1904) gilt als Erfinder des Substantivs „Antisemitismus“ (zum Adjektiv "antisemitisch" vgl. 1862 bei Renan). Das Antonym „Semitismus“ oder „Semitentum“ dazu verwendete er seit 1873, um die Juden für den damaligen Gründerkrach verantwortlich zu machen. Sonst bezeichnete der Begriff im Deutschen später nur aus einer semitischen Sprache entlehnte Worte (ähnlich z. B. „Latinismus“). Da die jüdische Minderheit keine einheitliche Ideologie oder Partei vertrat, die man hätte bekämpfen können, konstruierten die Antisemiten einen völkisch-rassischen Gegensatz. Im Februar 1879 warf Marrs Schrift „Der Sieg des Judenthums über das Germanenthum“ das Schlagwort „Antisemitismus“ in die politische Debatte. Er richtete es nicht gegen alle zur semitischen Sprachfamilie gehörenden Völker, sondern gezielt nur gegen Juden, um sie nach ihrer Abstammung, nicht nach ihrer Religion zu definieren, und sie damit einer anderen „Rasse“ zuzuweisen, um deren angeblich unveränderbaren „Nationalcharakter“ behaupten zu können, und um diese Zuschreibungen wissenschaftlich begründet aussehen zu lassen. Marr stellte den Begriff ausdrücklich alternativ zum christlich-religiösen „Judenhass“ vor, um diese „unaufgeklärte“, bloss emotionale Aversion auf einen „modernen“, angeblich rationalen Diskurs über den verderblichen gesellschaftlichen Einfluss der Juden zu lenken. Damit wollte er allen, auch religionsfernen Bürgern die Ausgrenzung aller Juden als politisches Ziel plausibel machen. Deren Integration in die bürgerliche Gesellschaft, sei es durch erzieherische „Verbesserung“, sei es durch die Taufe, sollte von vornherein unmöglich erscheinen. Daher griff Marr gerade auch die assimilierten Juden als „artfremde Nation in der Nation“ an, die deren Selbstfindung im Wege stehe. „Der Jude“, schon lange ein Schimpfwort, wurde nun Inbegriff aller als negativ erlebten und gedeuteten Zeiterscheinungen. Er stand für eine Infiltration der Nation mit ihr fremden Ideen und Tendenzen, für egoistisches Gewinnstreben und kalte Zweckrationalität. Er stand für die Antisemiten hinter allen von ihnen abgelehnten modernen Wissenschafts-, Staats- und Gesellschaftstheorien: Aufklärung, Rationalismus, Liberalismus, Materialismus, Internationalismus, Individualismus, Pluralismus, Kapitalismus (Manchesterliberalismus), Demokratie, Sozialismus, Kommunismus. Er galt als der eigentlich Schuldige an der „Zersetzung“ der traditionellen Gesellschaftsstrukturen und der Uneinigkeit und Schwäche der Nation, indem er angeblich die kritische Presse besass und lenkte und für Ausbeutung, Wirtschaftskrisen, Kapitalkonzentration und Inflation sorgte. Dabei war dieses auch sonst in Europa gepflegte Feindbild besonders in Deutschland die Kehrseite eines aggressiven Nationalismus, der die Juden aus dem „Volkstum“ ausgrenzte. So münzte man die Emanzipation der Juden in eine „Emanzipation von den Juden“ um, die notwendige Bedingung für nationale Identitätsfindung sei. Als „-ismus“ kennzeichnete der Begriff eine Weltanschauung mit bekennender Anhängerschaft und einem mehr oder weniger ausgeprägten ideologischen System. Er wies „Semiten“ (Juden) gegenüber „Germanen“ (Deutschen) bzw. „Ariern“ (Nordeuropäern) bestimmte rassische und kulturelle Eigenarten zu, die sie einerseits minderwertig, andererseits überlegen erscheinen liessen: Arier seien Semiten an Körperstatur, Gesundheit und Moral überlegen. Arier seien einfach und fromm, Semiten dagegen sinnlich und verschlagen. Arier lebten von ehrlicher Arbeit, Semiten von Wucher, Spekulation und Ausbeutung. Arier seien Schöpfer geistiger Werte und des Fortschritts in Philosophie, Religion, Naturwissenschaften, Semiten seien Nachahmer und Plagiatoren. In diesem Sinne wurde der Begriff rasch Allgemeingut und gut 75 Jahre lang zur Eigenbezeichnung „prinzipieller“ Judenfeinde. Erst seit dem Holocaust trat diese zurück: Rassistische Judenfeinde bezeichnen sich heute kaum noch als Antisemiten. Die Antisemitismusforschung jedoch verwendet den Begriff weiterhin: meist für die besondere anti-emanzipatorische Strömung, die sich von 1789 an in Mitteleuropa etablierte, darüber hinaus auch als Oberbegriff für alle komplexen Motive und Traditionen pauschaler Judenfeindschaft. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Wilhelm Marr 1873 seine antisemitische Publizistik begann, mit der er Gobineaus rassistische Ideen übernahm, aber nur die Juden als besondere „Rasse“ kennzeichnete, um sie ideologisch besser ins Visier nehmen zu können. Dabei konnte er auf fortbestehende kirchliche, aufgeklärte und völkisch-nationale Judenbilder zurückgreifen.
  • 1873: Israelitische Allianz, 1873 in Wien gegründete Hilfsorganisation für bedrängte Juden in Ost- und Südosteuropa; Hilfswerke bei Pogromen, Eingreifen in Ritualmordprozesse (Tisza-Eszlar, Polna, Beilis); Gründung von Schulen
  • 1873: Edmond Rothschild wird Eigentümer des Weingutes Château Clarke
  • 1873: (jüdische) Taubstumme/Gehörlose, jüdische Selbsthilfegemeinschaft, Ortsgruppen in deutschen Grossstädten; Fürsorgevereine: "Freunde der Taubstummen" (Jedide Ilmim), Israelitische Taubstummenanstalt 1873 gegründet von Markus Reich; Hilfsverein für die jüdischen Taubstummen, mit Altersheim, gegründet 1903; Weltbund der jüdischen Taubstummen gegründet 1927 in Prag
  • 13.1.1873-14.11.1934: Walther Bensemann, jüdische Gründerfigur des deutschen Fussballs, geb. Berlin, gest. Montreux, gründete mit vierzehn Jahren seinen ersten Verein in Montreux, wo er ein Internat besuchte, zwei Jahre später, mit sechzehn Jahren, gründete er den Karlsruher FV, in Leipzig half er, den DFB zu gründen (1900, der Name des DFB geht auf ihn zurück), 1920 gründete er den „Kicker“, eine illustrierte Fussballzeitschrift, die er selbst redigierte und in der er mehrfach seine liberalen Ansichten veröffentlichte, musste 1933 als Herausgeber des „Kicker“ zurücktreten, ging ins Exil in die Schweiz, wo er mittellos und unbeachtet verstarb.
  • 15.1.1873–28.6.1937: Max Adler, Soziologe
  • 20.3.1873–26.8.1944: Hans Hirschfeld, Mediziner (Innere Medizin) in Berlin
  • 23.5.1873-2.11.1956: Leo Baeck (auch: Bäck), reformjüdischer Rabbiner, bedeutender jüdischer Theologe und kantianisch orientierter Religionsphilosoph, Vertreter des deutschen (liberalen) Judentums, Sohn von Samuel Baeck (1837-1912) und dessen Frau Eva, geb. Placzek; er wurde geb. am 23.5.1873 in Lissa (Posen), starb am 2.11.1956 in London (begraben Golders Green, London); Studium am konservativen Rabbinerseminar (Jüdisch-Theologisches Seminar) in Breslau, 1894 Wechsel an die liberale „Hochschule für die Wissenschaft des Judentums“ in Berlin (seine Lehrer dort waren Heymann Steinthal und Sigmund Maybaum; Promotion dort 1895 bei Wilhelm Dilthey über Spinoza), 1897 nahm er eine Rabbinerstelle in Oppeln (Oberschlesien) an (dort entstand sein als Antwortschrift auf Harnacks „Das Wesen des Christentums“ konzipiertes Hauptwerk „Das Wesen des Judentums“, das 1905 erschien; darin setzte er sich kritisch mit den Positionen des evangelischen Theologen Adolf von Harnack auseinander und wehrte sich gegen die Darstellung des Judentums als überholter Gesetzesreligion). Von 1907 bis 1912 amtierte er in Düsseldorf, ab 1912 unterrichtete er an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums in Berlin, wo er auch Gemeinderabbiner war (zu der Zeit zählte die Jüdische Gemeinde Berlin ungefähr 150 000 Mitglieder); am Ersten Weltkrieg nahm Leo Baeck als Feldrabbiner teil, in der Weimarer Republik wurde er zum bekanntesten Vertreter des liberalen deutschen Judentums und übernahm mehrere repräsentative Ämter in jüdischen Organisationen wie der deutschen Sektion von B´nai B´rith (1924); 1922 Vorsitz im Allgemeinen Deutschen Rabbinerverband (der Rabbiner aller Richtungen umfasste); ab 1925 war er Vorsitzender des Wohlfahrtsverbandes „Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden“; 1927-1929 Mitglied des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (der im Wesentlichen das Assimilationsjudentum repräsentierte) und gleichzeitig war er (dieser Widerspruch wurde ihm nicht verübelt!) Mitglied der Jewish Agency for Palestine und des Keren Hajessod. 1933 wurde Baeck Präsident der Reichsvertretung der Deutschen Juden (ab 1939: „Reichsvereinigung der Juden in Deutschland“; nebenbei: die, teilweise unter Zwang zustande gekommene, Entwicklung der Namen jüdischer Zusammenschlüsse ist ein guter Beleg für die zunehmende Diskriminierung, Entrechtung, ja Verachtung, die Juden in Deutschland entgegenschlug), die eine Dachorganisation der jüdischen Organisationen darstellte und zu deren Leitung er mit seinen Fähigkeiten zu vermitteln besonders geeignet war. Die Aufgaben der Reichsvertretung in der Zeit der schwersten antijüdischen Verfolgung reichten von der humanitären Unterstützung für die verelendete jüdische Bevölkerung, der Bildung für die aus den Schulen getriebenen Schülerinnen und Schüler bis zur Unterstützung bei der Auswanderung. Die Nazis entzogen durch die Einbindung der Reichsvertretung ab 1939 anderen jüdischen Einrichtungen die Selbständigkeit und versuchten, über die Gestapo die Aktivitäten direkt zu kontrollieren. Auch unter diesem Druck lehnte Leo Baeck Angebote zur Emigration ab und unterhielt Kontakte zur Widerstandsgruppe um Carl Friedrich Goerdeler. 1943 wurde Baeck (mit der Nummer 187 894) wie die meisten anderen Vertreter der Reichsvertretung in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt. Die „Reichsvereinigung der Juden in Deutschland“ wurde von der Gestapo geschlossen. In Theresienstadt wurde Baeck Mitglied im Ältestenrat und kümmerte sich unter schwierigsten Bedingungen – unterstützt von Regina Jonas und Viktor Frankl – um die Gemeinde, versuchte, ihr moralischen Halt zu geben und Hoffnung zu vermitteln, u. a. hielt er eine Vortragsreihe ab, beginnend mit einem Vortrag über Platon. Bereits im August 1943 hatte Baeck in Theresienstadt erfahren, dass Auschwitz ein Vernichtungslager war, traf aber die Entscheidung, seinen Mitgefangenen nichts davon zu sagen. Er überlebte (schwer misshandelt, seine vier Schwestern waren im Ghetto umgekommen) den Holocaust und ging als Präsident der „Weltunion für progressives Judentum“ nach London (1945). Folgender Ausspruch von Leo Baeck nach dem Zweiten Weltkrieg wird immer wieder zitiert: „Unser Glaube war es, dass deutscher und jüdischer Geist auf deutschem Boden sich treffen und durch ihre Vermählung zum Segen werden könnten. Dies war eine Illusion – die Epoche der Juden in Deutschland ist ein für alle Mal vorbei.“ 1947 gründete er das später nach ihm benannte „Institut zur Erforschung des Judentums in Deutschland seit der Aufklärung“. 1948 übernahm er zudem eine Professur am „Hebrew Union College“ in Cincinnati. Bis heute erforscht das (Name seit 1954:) Leo-Baeck-Institut in New York, London und Jerusalem besonders die Geschichte der deutschen Juden. Der Name Leo Baeck wird von einer Vielzahl von Institutionen als Erinnerung an ihn und auch als Auszeichnung verwendet: von Schulen, Logen, Synagogen und Gemeindezentren auf der ganzen Welt. – Weitere Werke (Auswahl): Romantische Religion (1922); Wege im Judentum (1933); Pharisäer (1937); The faith of Paul (1952); Dieses Volk (1954); Geschichte der Juden, 3 Bände (1954-1959, 1965); Aus drei Jahrtausenden (1958); die Deutsche Bundespost gab zum ersten Todestag eine Gedenkbriefmarke mit der Abbildung Leo Baecks heraus; Biographie von Albert H. Friedlander, 1973; - Leo Baeck Institut (LBI) mit Sitz in Jerusalem, London und New York, 1954 gegründet zur Erforschung und Veröffentlichung von Material über die Geschichte des deutschen Judentums (Jahrbücher erscheinen seit 1956: Leo Baeck Institute Year Book LBIYB, hrsg. London 1956-1999, New York 2000 ff.); Leo Baeck College 1956 in London von der Vereinigung britischer Reform-(liberaler) Synagogengemeinden errichtete jüdisch-theologische Lehranstalt; Leo Baeck Preis, vom Zentralrat und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland 1956 gestiftet, seit 1957 (theoretisch) jährlich vergeben an "Personen, deren Charakter und Tätigkeit dazu beitragen, Religiosität, Achtung vor Geisteswissenschaft, Wohltätigkeit und Humanität im Sinne Baecks fortzupflanzen": 1957: Peter Adler, Stuttgart; Hermann L. Goldschmidt, Zürich; 1958: H. G. Adler, London; Ernst L. Ehrlich, Basel; Erwin Sylvanus, Völlinghausen (Westf.); 1959: Eleonore Sterling, Frankfurt/M.; Schalom Ben Chorin, Jerusalem; 1960: Karl Otten, Locarno; Heinrich Strauss, Jerusalem; 1961: Joseph Wulf, Berlin; Walter Kaufmann, Princeton (N. J.); 1962: David Baumgardt, Long Beach (N. Y.); Reinhold Mayer, Tübingen; Franz Rödel, Jetzendorf; 1963: Hans-Joachim Herberg, Köln; Helmut Paul, Linz am Rhein; Julius I. Löwenstein, Ramat Chen (Israel); Pnina Navé, Jerusalem; 1964: Konrad Schilling, Köln; 1965: Ernst Blum, Saarbrücken; 1966: Ludwig Wörl, München; 1967: Charles H. Jordan (posthum); 1970: Franz Böhm, Johannes Giesberts; 1971: Rolf Vogel; 1973: Hendrik George van Dam (posthum); 1975: Jeanette Wolff; 1977: Josef Neuberger (posthum); 1980/81: Bernhard Brilling, Anton Maria Keim, Robert Weltsch; 1988/89: Gisbert von Putlitz, Gerhard Rau; 1990: Heiner Lichtenstein; 1992: Norddeutscher Rundfunk; 1994: Richard von Weizsäcker; 1995: Johannes Rau; 1996: "Tribüne. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums", Otto Romberg; 1997: Helmut Kohl; 1998: Roman Herzog; 1999: Berthold Beitz, Else Beitz; 2000: Friede Springer; 2001: Hans-Jochen Vogel; 2002: Iris Berben; 2003: Ralph Giordano; 2004: Joschka Fischer; 2005: Peter Hommelhoff; 2006: Hubert Burda; 2007: Angela Merkel; 2009: Theo Zwanziger; --- Leo-Baeck-Medaille, seit 1978 in unregelmässigen Abständen vom Leo Baeck Institut in New York an Personen vergeben, die sich in besonderer Weise um die deutsch-jüdische Aussöhnung verdient gemacht haben: 1978: Axel Springer, Verleger, Berlin; 1980: Fred W. Lessing, Vorstandsmitglied des Leo-Baeck-Instituts New York; 1995: Fred Grubel, Sekretär und Vizepräsident des Leo-Baeck-Instituts New York; 1996: Ernst Cramer, Vorstandschef der Axel-Springer-Stiftung in Berlin; 1997: Helmut Sonnenfeldt, Politikberater und ehemaliges Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates der USA; 1998: George L. Mosse, Professor an der Universität von Wisconsin, USA und der Hebräischen Universität in Jerusalem; 1999: Werner Michael Blumenthal, Direktor des Jüdischen Museums Berlin; 2000: Edgar Bronfman sen., Präsident des Jüdischen Weltkongresses, New York; 2001: Johannes Rau, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland; 2002: Ruth K. Westheimer, Psychotherapeutin und Autorin, New York; 2003: Daniel Libeskind, Architekt; 2004: Fritz Stern, Historiker und Autor, New York; 2005: Otto Schily, Bundesminister des Innern der Bundesrepublik Deutschland; 2006: James D. Wolfensohn, Präsident der Weltbank a. D.; 2007: Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender des deutschen Medienunternehmens Axel Springer AG; 2008: Wolfgang Ischinger, ehemaliger Botschafter; 2009: Joschka Fischer; 2010: Angela Merkel
  • 15.6.1873–1944: Max Brahn, Philosoph (Nietzscheaner)
  • 3.12.1873: Gustav Rudolph Manning geboren bei London, jüdische Gründerfigur des deutschen Fussballs, Mitbegründer des FC Bayern, ebenso Mitgründer des FC Freiburg (1897), kurz darauf beteiligt an der Gründung des DFB, 1905 als Arzt in die USA ausgewandert, 1913 Präsident der United States Football Association, 1948 als erster Vertreter der USA in das Exekutivkomitee der FIFA gewählt, er starb 1953 in New York
  • 27.12.1873–5.9.1953: Rudolf Höber, Mediziner (Physiologie) in Philadelphia

Bücher

  • Midrasch Schocher Tob Lemberg 1851 (= Midrasch Psalmen / Midrasch Tehillim), Warschau 1873

Zeitungen und Zeitschriften

1873 in Wikipedia