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Ereignisse
- Um 140: Hebräerevangelium
- Nach 140: Dostai ben Jannai (Dostaj ben Jannaj), jüdischer Gelehrter des späten zweiten und frühen dritten Jahrhunderts. Er wird zu den Tannaiten der vierten oder fünften Generation gezählt und wirkte in der zweiten Hälfte des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts. Dostai tradierte die Äußerungen Meirs, Joses und Eleazars und ist vor allem durch seine haggadischen Erörterungen und den dabei häufig zu Tage tretenden Humor bekannt. Er war ein Studienkollege Jehuda ha-Nasis und Josefs ben Kipper und ging mit Letzterem als Sendbote des Patriarchen nach Babylonien. Von Rabbi Meir überlieferte Dostai (P. A. III, 8) den Ausspruch: „Wer ein Wort von dem, was er gelernt hat, vergisst, der verwirkt geradezu sein Leben“.
- Nach 140: Symmachos (Symmachos ben Joseph), Tannait der 5. Generation, Schüler des R. Meir (identisch mit dem Autor der griechischen Bibelübersetzung?)
- Nach 140: R. Jakob (= R. Jakob ben Korschai), Tannait der 4. Generation, Tochtersohn des Elischa ben Abuja (?), auf Seiten von Simeon ben Gamaliel, als sich R. Meir und R. Natan gegen diesen empören
- Nach 140: R. Simeon ben Jehuda, Tannait der 5. Generation aus Kefar Ikos / Kefar Akum / Kefar Akko
- Nach 140: Achai ben Joschijja, Tannait der 4. Generation, lehrte in Chutsal, nach einiger Zeit in Palästina wieder in Babylonien, wo er der Lehrer Rabs war
- Nach 140: R. Dostai ben Jehuda, Tannait der 5. Generation, Tradent des Simeon ben Jochai
- Nach 140: R. Isaak, Tannait der vierten Generation, oft in Mek und Sifre Num erwähnt; war mit R. Natan in Babylonien, um gegen R. Chananja einzuschreiten, der dort interkalierte
- Nach 140: R. Eleasar ben Simon (auch: Eleazar ben Simeon [ben Jochai]), wegen seines Scharfsinns sehr geschätzter jüdischer Gelehrter des Altertums, er wird zu den Tannaiten der vierten oder der fünften Generation gezählt und wirkte in der zweiten Hälfte des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts. Eleasar war Sohn des Schimon ben Jochai und dessen Schüler sowie Schüler des R. Simon b. Gamaliel. Er war ein Studienkollege des Jehuda ha-Nasi, mit dem er allerdings oft uneins war. Jahrelang lebte Eleasar auf der Flucht vor den Römern gemeinsam mit seinem Vater in einer Höhle verborgen, leistete den Römern aber im Gegensatz zu seinem Vater, dem die Römer überaus verhasst waren, Dienste bei der Aufspürung von Gesetzesbrechern und zog so, obwohl von den Römern dazu genötigt, den Hass seiner Volksgenossen auf sich. Überliefert ist diesbezüglich der auf Eleasar gemünzte Zuruf: "Du, Essig, Sohn des Weines, wie lange willst du das Volk Gottes noch dem Henker ausliefern?" Worauf Eleasar geantwortet haben soll "Ich entferne nur die Dornen aus dem Weinberg" - und seine Tätigkeit fortsetzte. Später bereute er seine Taten und unterzog sich einer schweren, von ihm selbst auferlegten Busse. Er starb in Akbara in Nordgaliläa und blieb auf eigenen Wunsch hin viele Jahre unbeerdigt. Als man endlich daran ging, ihn doch noch zu bestatten, rief dies den Protest der Einwohner Akbaras hervor, weil die Stadt angeblich während der ganzen Zeit vor seiner Bestattung von wilden Tieren verschont geblieben war. Daraufhin bestattete man ihn in Meron neben seinem Vater.
- Nach 140: Pinchas ben Jair (Pinehas b. Jair), für seine außergewöhnliche Frömmigkeit berühmter jüdischer Gelehrter des Altertums, von dem manche Wundertaten berichtet werden (Legende vom frommen Esel etc.). Asket. Er wirkte in der zweiten Hälfte des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts und gehörte zur sogenannten vierten Generation der Tannaiten. Er war Schwiegersohn (nach anderen Berichten Schwiegervater) des Schimon ben Jochai und lebte vermutlich in Lydda. Er gilt als Autor des Midrasch Tadsche (= Baraita des Pinchas ben Jair). Kettenspruch in Sota IX, 15 (hierzu: P. Schäfer, Die Vorstellung vom heiligen Geist in der rabbinischen Literatur, München 1972)