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130

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Ereignisse

  • Nach 130: R. Joschija (auch: Josia, Joschijja) war ein jüdischer Gelehrter des Altertums, wird zu den Tannaiten der 3. Generation gezählt und wirkte um die Mitte des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts; er war einer der bedeutendsten Schüler Jischmaels, Studienkollege R. Jonatans und stammte vielleicht aus Chutsal (Huzal) und liess sich nach dem Bar-Kochba-Aufstand in Babylonien nieder (keine Erwähnung in der Mischna, nur in Mek und Sifre)
  • Nach 130: R. Jonatan, jüdischer Gelehrter des Altertums, wird zu den Tannaiten der 3. Generation gezählt und wirkte um die Mitte des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts in Babylonien; er war einer der bedeutendsten Schüler Jischmaels und Studiengenosse und Opponent R. Joschias; seine Identität ist in der Forschung nicht definitiv geklärt, manche halten ihn für dieselbe Person wie Jonatan (Natan) ben Josef (oder Jose); in der Mischna ist er nur einmal genannt, und zwar mit einem Ausspruch in den Vätersprüchen: "Wer die Tora befolgt in seiner Armut, der wird in die Lage kommen, sie im Wohlstand zu befolgen; und wer die Tora im Wohlstand vernachlässigt, der wird dazu kommen, sie aus Armut zu vernachlässigen" (Pirqe Abot IV, 9)
  • Nach 130: Abba Chanin (Chanan), Tradent von Äusserungen von Elieser ben Hyrkanos; Babylonier? Jischmael-Schüler?
  • Nach 130: R. Eleasar aus Modiin (auch Eleazar aus Modiim etc.), hoch angesehener jüdischer Gelehrter des Altertums, wird zu den Tannaiten der zweiten Generation gezählt und wirkte im zweiten nachchristlichen Jahrhundert; er gilt als Schüler von Jochanan ben Sakkai und Zeitgenosse von Jehoschua ben Chananja sowie Elieser ben Hyrkanos; er beschäftigte sich besonders mit der Aggada, so dass in der Mischna nur ein einziger Satz von ihm überliefert ist (Pirqe Abot III. 11), während sich in den Midraschim viele seiner Aussprüche angeführt finden; er soll, zu Unrecht des Verrats verdächtigt, von Bar Kochba durch einen Fusstritt getötet worden sein; kurz darauf wurde die Festung Betar durch die hadrianischen Truppen erobert, wobei Bar Kochba selbst zu Tode kam
  • Nach 130: Meir ("Erleuchtender"/"Erleuchteter" – wegen seiner hervorragenden Geistesgaben; sein eigentlicher Name soll Meascha gelautet haben), R. Meir, führender Tannaite im 2. Jhdt., Tannaite der 3. Generation (oder auch zur 4. Generation gezählt), Schüler erst Jischmaels, dann Akibas und Achers (Elischas ben Abuja); wie Akiba auch, von einer Proselytenfamilie abstammend; mit seiner gelehrten und heldenhaften Gemahlin Beruria (Berurja; durch sie Schwiegersohn des Chananja ben Teradjon) Held von Legenden; „Wundertäter“ genannt; vom Namen Meir der jüdische Name Meier abzuleiten; er wohnte zeitweise in Tiberias oder im angrenzenden Chammat Tiberias, gestorben in Kleinasien; wohl seit dem Mittelalter wird sein Grab in Tiberias gezeigt; der Legende nach werden Gebete an seinem Grab besonders erhört, daher trägt Meir den Beinamen ba'al ha-nes, "Wundertäter"; bedeutsam als Halachist wie Haggadist; hatte einen bedeutenden Anteil an der Redaktion der Mischna, in der er etwa 330 mal genannt wird; die anonyme Lehre innerhalb der Mischna ist laut Scherira jene Meirs (der sich auf Akiba stützt, welcher wiederum von seinen Lehrern übernommen hat); anonym ist sie deshalb, weil Meir den Unterricht des Elischa ben Abuja genossen hatte, der ein grosser Gelehrter, aber auch ein Abtrünniger war, auf den man sich nicht berufen konnte; Meir wurde getadelt, weil er bei ihm lernte, pflegte sich aber zu verteidigen, indem er sagte, dass er die Frucht geniesse und die Schale wegwerfe; dennoch wird aus diesem Grund Meir nicht namentlich, sondern nur mit der Bezeichnung "acherim" ("andere aber lehren") zitiert; Meirs Tora-Auslegung gilt als besonders scharfsinnig und spitzfindig, in der Folge hat man Entscheidungen aber oft entgegen seiner Ansicht getroffen; R. Meir war bekannt für seine ausserordentliche Toleranz gegenüber Nichtjuden (z. B. verband ihn eine enge Beziehung mit dem griechischen Philosophen Euonymos aus Gedara) und gegenüber Apostaten (wie eben Elischa ben Abuja)
  • Nach 130: Rabbi Simon, Simeon b. Jochai, R. Simeon ben (oder bar) Jochai (Abkürzung von Jochanan; auch: Raschbi), 'Schimon ben Jochai, in Mischna und Baraita stets (über 300 mal) einfach R. Simeon (oder: Simon) genannt, Tannaite der 3. Generation (um 130-160), Akiba-Schüler, hielt sich, von den Römern zum Tode verurteilt, mit seinem Sohn Rabbi Eleasar 13 Jahre in einer Höhle verborgen, wo sie unablässig die Tora studierten; nach Hadrians Tod ging er nach Rom und heilte dort die kaiserliche Prinzessin von einer schweren Krankheit; erwirkte dadurch bei Kaiser Antoninus die Aufhebung der hadrianischen Judengesetze; er ist der legendärer Verfasser des Sohar (in Wirklichkeit ist dieses Hauptwerk der Kabbala in der 2. Hälfte des 13. Jhdts. von Mosche ben Schem Tob de Leon in Spanien verfasst worden); seinem Kreis wird auch Mekhilta de R. Simeon b. Jochai zugeschrieben; auch Sifre wird Schimon zugeschrieben; Rabbi Simon war Lehrer des Jehuda Hannasi; Schimons Gruft zu Miron/Meron (bei Safed/Zfat) ist Wallfahrtsort am Lag ba-Omer (traditioneller Todestag Simeon b. Jochais, 18. Ijar); Lit.: Israel Konovitz, Rabbi Simeon bar Yohai, Collected Sayings, Jerusalem 1966 (hebräisch)